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THEMA: mbAEC Baustatik und MicroFE

mbAEC Baustatik und MicroFE 26 Okt 2020 06:41 #69235

  • DeO
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TWB schrieb:
Abschließend möchte ich noch etwas feststellen:

Man hat heutzutage teilweise den Eindruck als wenn es den großen Softwarefirmen darum geht den Usern die eierlegende Wollmilchsau vorzugaukeln. Es wird suggeriert das die Programme einem ganz viel Arbeit abnehmen und man ganz schnell zum Ziel kommt. Ich meine aber das man hier nur bis zu einem bestimmten Punkt gehen kann. Denn sonst kommt man genau an eine Grenze bei der die Sache kippt und der Nutzer einfach schon wieder haufen Aufwand mit dem Handling bzw. der Kontrolle der Programme hat. MicroFE und Vicado sind meiner Meinung nach zwei typische Kandidaten dafür.

ich gehe davon aus, dass die Zukunft dahin gehen wird.

Das was wir aus heute für ganz normal mit dem Computer und den Programmen machen, war unseren Altvorderen sehr suspekt. Ich erinnere mich an die Zeit Anfang der 90er, als ich begann. Die waren von ihren Tischrechnern begeistert und hämmerten da rein. Ein kleiner Rechenschieber lag auch noch in der Schublade. Man schimpfte auch sehr über Computer und Programme und sahen den Weltuntergang und Zusammenbrüche aufziehen. Händsich sei besser und übersichtlicher und so weiter.... Irgendwie kam es doch anders. Wir sind noch da und wir bauen noch. (ok, die Computerausdrucke zu der Zeit waren auch nicht alle so super)

Wenn die Abhängigkeiten die im Bauwerk bestehen in der Statik abgebildet werden, ist das m.E. durchaus in Ordnung. Warum nicht. In meinen Augen sinnvoller als dieser BIM-Unfug. Grau wird es erst, wenn alles gebettet und gefedert werden muss. Dann verliert sich die Übersichtlichkeit. Das mag zwar rechnerisch theoretisch sehr richtig und toll sein, aber ob die Gegebenheiten real auch so anstehen ist eine ganz andere Sache. Dann doch lieber einfacher und klarer.

Hat einer eigentlichen bei MB 2021 irgendwas neues entdeck was man haben müsste?
Bis auf toll Brettschichtholz habe ich nicht wirklich was spannendes gesichtet.
Letzte Änderung: 26 Okt 2020 06:52 von DeO.
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mbAEC Baustatik und MicroFE 26 Okt 2020 16:51 #69247

  • markus
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sorry für offtopic:
DeO schrieb:
.. die Zeit Anfang der 90er..
da sass ich bei meinem ersten arbeitgeber vor einem 386dx, hab munter in autoexec.bat und config.sys rumoperiert, die ausleitungen an lpt1 mittels druckersteuerzeichen auf eine mir genehme schrift umgestellt - und mich gefreut, dass das sogar funktioniert hat.
probier das mal heute - und ich sag jetzt nicht, bei ausdrucken welcher softwarekonglomerierer der würfelhusten kommt ..
DeO schrieb:
Händsich sei [..] übersichtlicher und so weiter..
tja. stimmt. zumindest für die skripte und skizzen der altmeister. und ganz ganz selten gibts sogar aktuelle hand(auf)zeichnungen, die inhaltlich und grafisch wert haben.
wofür nur - wir haben doch computer :P
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
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mbAEC Baustatik und MicroFE 27 Okt 2020 18:18 #69262

  • jukia
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markus schrieb:
jukia schrieb:
..

Fakt ist dass ich es aus der Vergangenheit gewohnt bin, dass ich den Stb.-Unterzug mit dem gewünschten Querschnitt aber mit 10fachem Emodul bei der fem Bemessung ansetze (mit diversen Prüfern abgestimmt und schwankt zwischen 6-7fachem und 10fachem Emodul) und mit den resultierenden Schnittgrössen eine Bemessung durchführe (alles in Ordnung und ebenfalls bisher nie bemängelt worden)

die muntere steigkeitserhöhung möchte ich doch nicht ganz unwidersprochen lassen - hat ja irgendwie wieder mit der ausgangsfrage zu tun - weil:
warum gibt´s denn die bekannten zusammenhänge zwischen plattenmomenten und balkenmomenten und warum sollte man diese beziehung mit gewalt fälschen? besonders bei schwächlichen unterzügen führt das erhöhen der balkensteifigkeit zur unterbemessung der platte.
ich hatte das früher beschrieben:
www.diestatiker.de/forum/4-statik-tragwe...nswert.html?start=24
(ohne eine einfache platte, 2x 6x6 m² mit versch. mittel-UZ-steigkeiten bei knackigen lasten selbst gerechnet zu haben, war das, wie man sah, nicht soo einfach nachvollziehbar)

man wird mit noch so grossem aufwand keine "genauen" ergebnisse bekommen, mir reichen "hinreichend genaue". im zweifel rechne ich halt 2 verschiedene UZ-höhen, der schwächere UZ zeigt mir die plattenbemessung, der steifere UZ die UZ-bemessung (und vielleicht! etwas mehr stützdingsbums)
allerdings: meistens zweifle ich nicht :D

Danke für deinen Beitrag allerdings werde ich nur bedingt schlauer wie ihr das dann in MicroFE bzw. der Baustatik handhabt.

Ich hab mal mein System kopiert
1. Unterzug als Linienlager mit vorgegebener steifigkeit bh3/12*E*10
2. Unterzug als echten Balken modelliert mit b/h (wie oben) und 3d20 (oben + unten)

Das Ergebnis von 2 ist das wesentlich „schönere“ Ergebnisnur fehlt mir jetzt die Möglichkeit in mb AEC (BAUSTATIK) das Ergebnis bzw. die Bemessung sauber einzubinden. Der Unterzug soll der Vollständigkeit eine eigene Position am Positionsplan UND auch in der Baustatik erhalten, weshalb ich bisher die Variante mit dem Linienlager mit definierter Steifigkeit gewählt hätte.

Zur Info: in der Vergangenheit habe ich den Unterzug als Balken angesetzt aber mit 10fachem Emodul.

Danke und Grüße
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mbAEC Baustatik und MicroFE 28 Okt 2020 10:20 #69270

  • ZAG
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Ja wir schweifen immer mal wieder ab. :unsure:
Vielleicht sollte man für mbaec2021 ein eigenes Thema aufmachen.

Zu deiner Frage:
1. Du erstellst dir in der Ausgabenverwaltung von MicroFE eine "Neue Zusammenstellung" und benennst sie wie gewünscht (z.B. Unterzüge).

2. Nun gehst du unter Nachweise/Bemessung Über-/Unterzug auf den Punkt "Biege- und Querkraftbemessung Über-/Unterzug, grafische Ausgabe". Damit bekommst du die Unterzugsbemessung für alle Unterzüge.

3. Nachdem du die Ausgabe mit "Ausgabe hinzufügen" in die neue Zusammenstellung gepackt hast kannst du dort über Eigenschaften/Positionsauswahl noch einzelne Unterzüge abwählen. Damit könntest du z.B. mehrere Unterzüge in Gruppen aufteilen und so mehrere Unterzugspositionen in der Baustatik erfassen.

4. In der Baustatik fügst du diese MiroFE Zusammenstellung ganz normal ein. Ich schreibe dazu noch die entsprechenden Vorbemerkungen und auch eine Bemessung. Somit hast du nun in MiroFE berechnete Unterzüge als einzelne Positionen in der Baustatik erfasst. Evtl. Zusatznachweise kannst du dort entweder ebenfalls händisch erfassen oder nutzt im Nachgang die entsprechenden Module (Durchbrüche, Endauflager, etc.).

Falls weitere Fragen sind einfach melden.
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