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THEMA: Mythos BIM im Ingenieurbüro

Mythos BIM im Ingenieurbüro 03 Dez 2018 16:29 #64153

  • Holtman
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Guten Abend geschätzte Kollegen, großes Lob an alle für die Beteiligung.

Ich verstehe das es schwer fällt einen Mehrwert der Methodik aus Sicht eines Tragwerksplaners zu erkennen. BIM ist in erster Linie jedoch für den Bauherren/Auftraggeber gedacht. Durch mehr Transparenz sollen Planungsfehler verhindert werden, welche die Bauzeiten und vor allem die Baukosten gerne mal durch die Decke gehen lassen. Hat auch für die Tragwerksplaner den Vorteil, dass der Architekt gezwungen ist sich mit schwierigen Bauwerkspunkten bereits in der Entwurfsplanung auseinanderzusetzen.

Dahingehend wird von Seiten der Auftraggeber höchstwahrscheinlich in naher Zukunft diese Methodik gefordert werden. Sicherlich ist es Notwendig über die Verteilung der prozentualen Aufteilung gemäß HOAI nachzudenken oder ob eine Trennung der LPH4 und LPH5 überhaupt noch sinnvoll ist. Was ich jedoch nicht glaube, dass hier sonderlich mehr Honorar generiert wird. Vielmehr denke ich, dass es eine Möglichkeit sein könnte, dass Ingenieure endlich mal wieder Ihre Honorarordnung durchsetzen könnten. (Insofern sich die HOAI hält) Zumal ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass eine Effizienzsteigerung (Höherer Projektdurchsatz) durch eine bauteilorientierte Planung für jeden möglich ist. Illusionär wäre es jedoch, wenn man nicht die entsprechende Lernkurve berücksichtigt.

Wie schon oft gesagt wurde, BIM wird kommen und entwickelt sich. Richtig ist das die Schnittstellen stetig weiterentwickelt werden müssen. Hier kommt es selbstverständlich auf die Zusammenarbeit der Hersteller an. Aber vergleicht man die IFC Schnittstelle heute mit der vor 10 Jahren ist ein enormer Fortschritt festzustellen. Natürlich sollte man beim erstellen einer .ifc wissen was man tut, damit eben kein Murks übermittelt wird.

@mcberg: Ich kann mir dennoch schwerlich vorstellen, dass Maßungenauigkeiten aus dem Datenaustausch resultieren. Wurde hier die Maßhaltigkeit des Models an der ursprünglichen Datei überprüft? Nicht ohne Grund trauen viele der hier anwesenden Tragwerksplaner nicht den Architektenunterlagen. ;)

Interessant finde ich den Beitrag von statiker99, der das Thema BIM Reifegrad auf den Schirm geholt hat. Interessanterweise unterhalten wir uns hier stets darüber tunlichst im Reifegrad Level 0 zu verharren, wissentlich das bei der Digitalisierung im Bauwesen deutlich mehr angepeilt wird. Man muss sich ja nicht Sofort ins Level 2 begeben, sondern erstmal in Ruhe, jetzt ist das noch möglich, in Level 1 aufmachen. Das sage ich ja von Beginn an, bitte das Level 1 nicht überspringen, auch nicht in der fachlichen Diskussion.

Hätte man Euch 2006 gesagt, dass im Jahr 2018 Smartphones der Standard sein werden, hätten sich alle dagegen verweigert. Ist aber nun ein Fakt, weil alle Entwicklungen in diese Richtung vorangetrieben wurden. So wird es auch mit der Digitalisierung am Bau sein.

Euch allen einen schönen Abend und nochmal Danke für die rege Beteiligung.
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