Zum Hauptinhalt springen
D.I.E. Baustatik- Software
Dlubal - Statik die Spaß macht

Die Zukunft der Software für Gebäudestatik?

  • BerndHahnebach
  • BerndHahnebachs Avatar Autor
  • Offline
  • Beiträge: 137

Die Zukunft der Software für Gebäudestatik?

27 Sep. 2013 17:04 - 27 Sep. 2013 17:15
#
Hallo zusammen,

bin auf unten verlinkte Software gestossen. Meinungsbildung überlasse ich jedem selber ...



www.appliedelementmethod.org/

www.extremeloading.com/

Mich würde interressieren wie das vor 35 Jahren war, als die ersten FEM-Programme aufkamen, ob die mit dem gleichen Argwohn beobachtet wurden, wie ich das aktuell mit den obigen Berechnungen mache. Bin erst seit 10 Jahren im Buissness.

Gruss Bernd
Letzte Änderung: 27 Sep. 2013 17:15 von BerndHahnebach.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Die Zukunft der Software für Gebäudestatik?

27 Sep. 2013 18:49 - 27 Sep. 2013 18:53
#
Hallo,

meine Englischkenntnisse sind praktisch 0 :) , aber Animationen sehen gut aus.

grüße, Sergej
Letzte Änderung: 27 Sep. 2013 18:53 von Sergej.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Die Zukunft der Software für Gebäudestatik?

28 Sep. 2013 09:02
#
„Mich würde interressieren wie das vor 35 Jahren war, als die ersten FEM-Programme aufkamen, ob die mit dem gleichen Argwohn beobachtet wurden, wie ich das aktuell mit den obigen Berechnungen mache.“

Eher nicht, weil die Programme vom Handling her nicht ganz einfach waren und eher was für „Spezialisten“ waren. In den 80-iger Jahren gab es vielfach noch Architekten / Baumeister, die einfache Statiken rechnen konnten und vieles auch praktisch sinnvoll umgesetzt haben.

Nach meiner Auffassung gingen die Probleme mit den FE- Berechnungen erst richtig los, als das Handling dank einfacher Benutzeroberflächen allgemeine Verbreitung gefunden haben, verbunden mit leistungsfähigen Rechnern zu erschwinglichen Preisen.

Gebäude als Gesamtmodell zu rechnen hat man schon damals versucht, bezog sich aber mehr auf die Lastübernahme von Bauteil zu Bauteil mit anschließender Bemessung. Habe das selbst beim PI erlebt, ein paar UZ haben sich im 5. OG geändert, geringfüg geänderter Lastabtrag und schon kamen 20 Ordner !!!! neues Papier.

Jetzt sind wir seit einigen Jahren soweit, daß wir Gebäudemodelle 3-D simmulieren können. B)

Auch das habe ich vor einigen Jahren als Statiker machen müssen (Vorgabe AG). Die reine Eingabe geht ja noch, aber die Auswertung der einzelnen Bauteile, o je. B)
Die notwendige Plausibilitätskontrolle bringt immer wieder überraschende Ergebnisse, Scheibenbemessungen sind mit großer Vorsicht zu genießen und dann bleibt noch das Thema „Eingußzustand“. Hier werden teilweise Lasten spazieren geführt das es nicht mehr nachvollziehbar ist. Die Stützmomente über den Innenstützen verschwinden teilweise usw.
Vielleicht bin ich schon zu lang dabei, ich glaub aber nur, was ich nachvollziehen kann bzw. was für mich plausibel ist.

Dann noch der Mehraufwand : Faktor 2 – 3.

Die Zukunft:
Die bunten 3-D Sachen werden nicht auf zu halten sein, zumindest um dem Laien etwas zu präsentieren (ähnlich wie bunte 3-D Bewehrungen). Der Sachverstand wird nicht zunehmen und gute Konstrukteure werden immer weniger.
Zum Schluß wird es die Baustelle irgendwie „richten“. :)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Die Zukunft der Software für Gebäudestatik?

29 Sep. 2013 08:07
#
Dem Beitrag von Statiker99 ist kaum was hinzuzufügen. Je komplexer ein Modell, desto höher der Eingabeaufwand und die Möglichkeitkeit und Wahrscheinlichkeit von Fehlern steigt. So gibt es ja schon lange die Möglichkeit der dreidimensionalen Faltwerke bis hin zu Volumenelementen. Die haben sich in der Praxis jedoch aus gutem Grunde kaum verbreiten können.

Der gute Statiker ist bemüht die Systeme einfach und damit nachvollziehbar und robust zu halten.

Was die Fehlermöglichkeiten in FE anbelangt sollte man hinzufügen, dass in Vor-FE-Zeiten alle möglichen Situationen in Pieper-Martens oder andere Tafeln gequält wurden, egal wie gut. Es wurde idealisiert und vereinfacht, soweit wie man es nur irgendwie halbwegs begründen konnte. Da wurden Stützweiten gemittelt und in schiefe Platten irgendwelche Rechtecke geschrieben, nur um in die Tabellen zu kommen. Es wurden deckengleiche Balken integriert deren Wirkung aufrund ihrer Schlankheit im Grunde nur Einbildung war. Irgendwelche Querkraftsituationen an einspringenden Ecken existierten nicht.

Auch das war insgesamt fehleranfällig und ich gehe davon, dass der Fehler einer schlecht aufgezogenen FE-Berechnung nicht höher (eher wohl kleiner) ist als der Fehler, welcher sich durch die vormals üblichen ideenreichen Idealisierungen ergeben hat.

Daher halte ich FE für die heutigen Architektenplanungen für quasi unabdingbar, allerdings lege ich in die Einzelplatten jeweils eine Grundbewehrung die über den ausgeworfenen Ergebnissen liegt. Die erscheinen mir nicht selten unangemessen klein.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Die Zukunft der Software für Gebäudestatik?

30 Sep. 2013 06:37
#
Solch "schönen" Programm sind mMn leider zum Scheitern verurteilt, da es nur einen sehr engen begrenzten Anwenderkreis anspricht und somit auch nicht viel verkauft werden kann und somit sich die notwendige Pfelge auch nicht ausprägen wird.
Die Tendenz geht meiner Meinung nach in den 0815 Büros dazu, dass immer mehr Fachhochschüler als "Rechenknechte" sehr effektiv Statiken produzieren, und wenn es mal in Richtung Spezialprbolem geht werden die weissen Fahnen gehisst.
Wenn es kein Programmodul für irgendwas gibt, kann von der Masse Irgendwas auch nicht berechnet werden. So sieht es mit meiner Erfahrung meiner 15 jährigen Karriere aus.
Zudem werden die Materialien nicht mehr ausgenutzt. Die Erfahrung aus 2 kleineren Büros und einem großen Büro ist, dass wenn ein Profil zu 80% ausgenutzt ist, nimmt man lieber doch nochmal das nächst größere Profil oder macht nochmal zwei Eisen mehr rein. Die Prüfer bzw deren angestellte blicken meist auch nicht durch, dass irgendeiner mal etwas ersntahft hinterfragen könnte. Falls es mal Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen iniziiert durch den Bauherren gibt, wettern die untersuchenden Büros auch nicht gegen die Kollegen, weil sie es genauso handhaben. Insofern würde ich sagen, gibt es für die Massenbüros garkeine Notwendigkeit solcher ausgrereiften Programme.
DIe wenigen Institute oder Spezialbüros könnten durchaus an soclhen Programmen Interesses haben, aber ob sich das dann rechnet ist eine andere Frage.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Re: Die Zukunft der Software für Gebäudestatik?

30 Sep. 2013 06:42
#
Solch "schönen" Programm sind mMn leider zum Scheitern verurteilt, da es nur einen sehr engen begrenzten Anwenderkreis anspricht und somit auch nicht viel verkauft werden kann und somit sich die notwendige Pfelge auch nicht ausprägen wird.
Die Tendenz geht meiner Meinung nach in den 0815 Büros dazu, dass immer mehr Fach

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.