Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: Abschnittweise unter Bodenplatte aufgraben.

Abschnittweise unter Bodenplatte aufgraben. 11 Feb 2020 17:35 #67037

  • Mine
  • Mines Avatar
  • Offline
Guten Abend

Kurz die Sachlage.

Im selbständigen Beweisverfahren hat der gerichtliche Sachverständiger (Geologe/Hydrologe)
als Sanierung eine Drainage vorgeschlagen.Um das durchfeuchten der Bodenplatten und Wand zu verhindern.

Und genau da kommen wir zu unser bedenken.
Wir haben kein Keller.Eine lastabtragende Bodenplatte 16 cm (Plattengründung)
90 cm Gründungspolster(Trageschicht aus Schotter Kies Gemisch)
Das Gründungspolster ist ca 1m an jeder Seite größer als die Bodenplatte.
Im Baugrundgutachten ist die Rede von Lehmboden.
Da steht was von Bodenpressung 250 kn

Nun das Problem:
Durch die Lehmgrube wo unser Bodenplatte nun steht steigt das Wasser auf und durchnässt die Bodenplatte.

Jetzt gibt der gerichtliche Sachverständiger an,er will eine Drainage 50 cm unterhalb unterkannte Bodenplatte verlegen.
Das kann man nun ja nicht alles auf einmal machen.Wegen Grundbruch gefahr.
Also hat er geschrieben,das man abschnittweise aufgraben muss,Drainagerohr reinlegen,und wieder verdichten.Das ausschachten sehe ich schon als Problem an.Aber wie wird das ganze wieder verdichtet um den nächsten Abschnitt aufzugraben ?

Ist das die Aufgabe eines Tragwerkplaner der das klären kann ob das so auch funktioniert ?
Ist hie ein Statiker aus dem Raum Stuttgart ?
Was kostet so eine Berechnung ?
Und funktioniert das ganze so überhaupt ?

Alle Sanierungsunternehmen haben den Auftrag abgelehnt.Wohl zu hoch die Gefahr fpr ein Grundbruch.

Wer plant sowas ?Architekt in zusammenarbeit mit einem Tragwerkplaner ?Ist ein Fachplaner für Entwässerungsgesuch auch nötig ?

Kann hier schon vorab einwr sagen,das sowas durchgeführt werden kann.Oder ist die Gefahr zu groß ?
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Abschnittweise unter Bodenplatte aufgraben. 11 Feb 2020 21:41 #67038

  • markus
  • markuss Avatar
  • Offline
hi,

allgemein sehe ich dein problem wohl eher nicht in der drainage ..
wenn, warum auch immer, keine drainage kommen soll, muss es dafür gründe geben - z.B. weil ein vorfluter fehlt, weil die einleitgenehmigung fehlt .. weil´s technisch nicht durchführbar ist .. was weiss ich.
das darzulegen fällt aber in den bereich derer, die dich technisch und juristisch beraten. mit denen stimmst du dich auch hinsichtlich der prozessführung ab - und entsprechende, intensive, abstimmung empfehle ich auch andere punkte (abdichtung, statik, konstruktion der bodenplatte usw.) betreffend.

nur nebenbei: es gibt einen ähnlich erscheinenden fall (wannenlage, hoffnungsfrohe drängläubigkeit ..), der bereits jahre durch die forenlandschaft geistert - oder ist es der gleiche?

grüsse, markus
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Abschnittweise unter Bodenplatte aufgraben. 12 Feb 2020 09:57 #67039

  • Mine
  • Mines Avatar
  • Offline
Hi Markus,

ist ein Fachplaner und ein Statiker nicht der erste Schritt ?
Die beiden müssen erstmal klären ob die Sanierung so auch funktioniert.
Wenn der Fachplaner das Entwässerungsgesuch fertig hat,kann der Statiker dann erst rechnen
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
COM_KUNENA_THANKYOU: FbN

Abschnittweise unter Bodenplatte aufgraben. 12 Feb 2020 13:29 #67040

  • FbN
  • FbNs Avatar
  • Online
DIN 4123, dahingehend kann dich sicherlich jemand beraten :)
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Abschnittweise unter Bodenplatte aufgraben. 12 Feb 2020 14:04 #67042

  • mmue
  • mmues Avatar
  • Offline
Hallo,

Zu viele Fragen auf einmal. Das wird hier niemand beantworten können und wollen. Du brauchst vermutlich zunächst jemanden, der den Vorschlag des Gutachters ernsthaft unter die Lupe nimmt und auf Umsetzbarkeit überprüft. Und diese Person sollte aus deinem näheren Umgebung kommen. Der- bzw. diejenige sollte die Situation vor Ort einschätzen, sonst nützt das nichts.
Im selbständigen Beweisverfahren hat der gerichtliche Sachverständiger (Geologe/Hydrologe) als Sanierung eine Drainage vorgeschlagen.Um das durchfeuchten der Bodenplatten und Wand zu verhindern.

Nur soviel:
Gegen das Durchfeuchten von Bodenplatte und Wand sollten bei einem nichtunterkellerten Gebäude Sperrschichten vorhanden sein und funktionieren. Vielleicht liegt ja dort das eigentliche Problem, das nun mit der Drainage umschifft werden soll.

Um Tragwerksplanung geht's wahrscheinlich erstmal nicht. Das ist erst der 2. Schritt wenn klar ist, daß die Umsetzung des Geologenvorschlags auch zum Erfolg führt. Und dann gibt's ja noch die rechtliche / vertragsrechtliche Situation. Viele Fragen, keine Antworten.

Gruß
mmue
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
COM_KUNENA_THANKYOU: markus

Abschnittweise unter Bodenplatte aufgraben. 12 Feb 2020 14:24 #67043

  • DeO
  • DeOs Avatar
  • Offline
Das ausschachten sehe ich schon als Problem an.Aber wie wird das ganze wieder verdichtet um den nächsten Abschnitt aufzugraben ?

Bei einer 16cm-Platte wäre Aufgraben nicht toll, aber das ließe sich vermutlich statisch noch zeigen. Nur mit der Verfüllung und Verdichtung wird das eher nichts. Üblicherweise bestehen Unterfangungskörper aus Beton oder Mauerwerk. Sie müssen ja sicher herstellbar sein und mindestens die Leistungsfähigkeit des des ehemaligen Bodens erreichen. Drainage in Beton ... wir schwierig mit der Erklärung. :unsure:
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok