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zul Durchbiegungen Garagensparren 23 Jun 2014 06:08 #52481

Hallo an alle

mag sich denn nun mal einer aus dem Fenster hängen, und mir meine Frage beantworten.
Es handelt sich ja nun hier um eine Garage, also untergeordnet.
Unstrittig (wenn nichts anderes vereinbart) ist also
Anfangsdurchbiegung = L/200
Enddurchbiegung =L/150
Gesamte Enddurchbiegung = l/250

Die Gesamte Enddurchbiegung berücksichtigt auch eine Überhöhung.

Frage:
Ist es also notwendig den Nachweis "Gesamte Enddurchbiegung" zu führen wenn keine Überhöhung angeordnet wurde?
Ist meine angehängte Berechnung richtig, und der Sparren mit 29% überlastet, oder kann der Nachweis "ges. Enddurchbieg." entfallen, und der Nachweis "Enddurchbiegung" wird maßgebend, und der Sparren ist zu 100% ausgenutzt?
Also korrekt berechnet?
..

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zul Durchbiegungen Garagensparren 23 Jun 2014 08:04 #52482

hallo Andreas,

zu Ihrer Berechnung hänge ich mich einmal "aus dem Fenster":
Zunächst fällt mir auf, dass überhaupt nicht die Grenzen angegeben werden, auf die sich die Ausnutzung bezieht.
Die EN 1995-1-1 ist m.E. auch widersprüchlich und setzt die Verformungsbegrenzungen nicht im Sinne der EN 1990-1-1 A.1.4.3 um.

Nach EN 1995-1-1 2.2.3 (3) sollte die Endverformung mit der quasi ständigen Kombination nachgewiesen werden. Dies ist im Sinne von EN 1990-1-1. Der Nachweis EN 1995-1-1 2.2.3 (5) ist eine "darf"-Bestimmung und muss deshalb nicht benutzt werden. Sie steht damit im Widerspruch zu EN 1990-1-1 A.1.4.3 und EN 1995-1-1 2.2.3(3).
Ich frage Sie, was haben Kombinationsbeiwerte wie psi0 mit einer quasi ständigen Kombination zu tun?
Wer diese "darf"-Bestimmung anwendet muss dann natürlich mit dem Ergebnis leben.
Ihre Ergebnisse sind viel zu hoch.
Ihre Berechnung kann folglich auch ganz anders erfolgen. Da psi2 bei Schnee und Wind jeweis NULL sind, ist die Endverformung nichts anderes als die Verformung aus ständiger Einwirkung unter Berücksichtigung von kdef.

Im Falle einer Garage würde ich die Norm so interpretieren, dass hierfür die untere Grenze gilt.

gruß dvog

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Letzte Änderung: von dvog.

zul Durchbiegungen Garagensparren 23 Jun 2014 12:22 #52486

Hallo dvog

Vielen Dank für die umfangreiche Ausführung.
Die Verformungskriterien, die das Programm leider nicht ausgibt, hatte ich analog meines Threads angesetzt.

w,inst = l/200
w,fin =l/150
w,net,fin = l/250


So ganz verstanden habe ich es allerdings noch nicht.
Die DIN EN 1995-1-1 2.2.3 fordert ja tatsächlich auch "nur" den
Nachweis Anfangsverformung und Endverformung.

Also interpretiere ich dann den Nachweis "Gesamte Enddurchbiegung"
als Kann-Nachweis für Bauteile mit gleichem Kriechverhalten (nach 2.2.3 (5))
der wenn er angewendet wird aber auch nur mit ständigen Lasten geführt werden muss.
Hier in meinem Fall kann ich also den Nachweis w,net,fin ausblenden, und der Nachweis des Sparrens ist erfüllt..!

Ist das so korrekt?
..

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zul Durchbiegungen Garagensparren 23 Jun 2014 14:07 #52487

hallo Andreas,

m.E. können Sie die Norm so nicht interpretieren.
w,net,fin ist der "Durchhang" und wfin ist die gesamte Verformung. Wenn es keine Erhöhung gibt, entspricht der Durchhang der Verformung.
Ich habe nur den Sinn der Norm in Frage gestellt.
In EN 1990-1-1 A.1.4.3 (3) heißt es sinngemäß:
Wenn die Nutzung beeinträchtigt wird, sollte die Verformungen mit Einwirkungen ermittelt werden, die nach der Herstellung bzw. des Ausbaus des Gebäudes auftreten (z.B. L/500 in EN 1992-1-1). Diesem Grundgedanken widersprücht EN 1995-1-1 7.2. Hierfür gibt es in EN 1995-1-1 im Gegensatz zu DIN 1052 kein Kriterium.
Nach EN 1995-1-1 A.1.4.3 (4) ist bei Fragen des Erscheinungsbildes die quasi ständige Kombination maßgebend. Das wird von EN 1995-1-1 richtig übernommen.
Die von Ihnen ermittelten Verformungen sind teilweise nicht relevant.

Feldlänge L = 6.34 m L/200 = 31.7 mm L/150 = 42.3 mm L/250 = 25.4 mm

winst = 27.8 mm < 31.7
wfin = 18.1 * 1.60 = 29 mm > 25.4 mm aber < 42.3 mm
Nimmt man die Norm wörtlich, ist die Verformung um 14% überschritten.

Ist die von Ihnen angesetzte Ausbaulast wirklich vorhanden, wenn ja auch an den Kragarmen?

gruß dvog

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zul Durchbiegungen Garagensparren 23 Jun 2014 15:00 #52489

Hallo

die Lasten sind vorerst aus der Ursprungstatik übernommen (z.B 22mm OSB-Platte + Abklebung + Unterdecke)
Das muss ich vor Ort noch überprüfen, wird den Krieg aber wohl auch nicht gewinnen...

den Faktor 1,6 kann ich noch nicht nachvollziehen....
Garage ist NK2
..

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zul Durchbiegungen Garagensparren 23 Jun 2014 15:13 #52490

hallo Andreas,

wenn die Garage ein Tor hat, also geschlossen ist, kann der Sparren im Feld m.E. in NK 1 eingeordnet werden, zumal er offensichtlich noch von unten verkleidet ist.
Sonst wäre es ein Unterstand Es kommt hier auf die Möglichkeit der Feuchtigkeitsaufnahme an.

Lediglich die Kragarme wären, falls unverkleidet, in NK 2 einzuordnen.
Deshalb habe ich wfin mit 1+kdef = 1.0 + 0.6 gerechnet.

gruß dvog.

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