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Durchbiegung die xxxx-te 19 Apr 2013 13:05 #47321

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Hallo,
mal wieder die Deckendurchbiegung. STB-Decke h = 20 cm oder h = 24 cm ??
Die STB-Decke wird zusätzlich mit Wandlasten von ca. 15 – 20 KN/m belastet.
Die Wände auf der Decke sind aus KS Mauerwerk und teilweise bis knapp 4,0 m hoch.
Zur Größenordnung der Lasten (Gesamtlasten) bei h = 20 cm
Eigengewicht nur Decke ~ 435 KN
Wandlasten ~ 321 KN
Verkehrslast ~ 100 KN

Bei Vollast h = 24 cm Zustand I max f = 0,18 cm, Zustand II f ~ 5 x 0,18 = 0,9 cm < 559/500 = 1,12 cm

Bei Vollast h = 20 cm Zustand I max f = 0,28 cm, Zustand II f ~ 5 x 0,28 = 1,4 cm > 559/500 = 1,12 cm
Verteilung der Durchbiegung von 1,4 cm
Decke 0,7 cm, Wände 0,45 cm, Veränderliche Last 0,25 cm
Zusätzlicher Durchiegungsanteil nach Fertigstellung der Decke f = 0,45+ 0,25 = 0,7 < 559/500 = 1,12 cm.
Alles OK. Ist die Decke mit h = 20 ausreichend ?
Oder muss ich berücksichtigen, dass die Schalung (Deckenunterstützung) erst ausgebaut wird, wenn die Wände schon auf der Decke stehen ? Also h = 24 cm.
Oder sollte schon wegen der hohen Wände h = 24 cm gewählt werden, weil infolge der Durchbiegung die Innenwände oben von den Außenwänden abreißen können ?
Insgesamt habe ich auch immer den Eindruck, dass mein FEM-Programm geringe Durchbiegungen berechnet.

Grüße
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Aw: Durchbiegung die xxxx-te 19 Apr 2013 17:47 #47329

Hallo,

also die Durchbiegung kommt mir auch wenig vor....insbesonders mit den Wandlasten oben.
Einfach nach alter DIN als Anhaltswert li**2/150 = 6**2/150 = 24 cm + 3 = 27 cm

Oft nehme ich auch die Diagonale als Li mit etwas Einspannung....

Bedingt durch das Treppenloch entfällt eine wesentliche Einspannung rechts.

Ist das System drillsteif anzusehen??

Wenn Sie Masse rüberlegen und genaue Wandlasten kann ich das mal bei mir durchlaufen lassen zum Vergleich....

Grüße

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Aw: Durchbiegung die xxxx-te 19 Apr 2013 18:32 #47330

hallo HerrLehmann,

ist es möglich die Wände im 1. OG als leichte Trennwände (Trockenbau)
auszuführen?
Folgende Überlegung: früher hat mann auch die 11,5 cm starke Wände
als Tragend angesetzt. Heute aber selten. Der Grund ist einfach:
nach 10 Jahren will der Bauherr was umbauen, ohne dass er einen Statiker
beauftragt und 11,5 cm starke Wand wird nicht als trandend angesehen und
einfach abgerissen. Frage: was macht die obere Decke?
Wenn die Wände oben aus KS sein sollen, dann einfach von der Decke über 1. OG
abfugen. so einfach werden die Wände nicht umkippen, wenn die natürlich
im Verband gemauert werden. Ich denke, dass man damit volle Flexibilität verschaffen kann.

Grüße Sergej

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Letzte Änderung: von Sergej.

Aw: Durchbiegung die xxxx-te 19 Apr 2013 21:32 #47334

Hallo Herr Lehmann,

Die Decke selbst kommt sicher so oder so hin, kritisch ist das Verhalten der Wände auf der Decke. Wie elastisch werden die KS- Wände reagieren, wenn Die Decke sich biegt oder schwingt?
Gerade bei Spannweiten über 6 m macht KS konkrete Vorschriften im Handbuch, wie die Durchbiegung zu beschränken ist.

MfG

kkornrad

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Aw: Durchbiegung die xxxx-te 19 Apr 2013 22:05 #47338

Hallo u. guten Abend,

Herr Lehmann schrieb: Insgesamt habe ich auch
immer den Eindruck, dass mein FEM-Programm geringe Durchbiegungen berechnet.

Meine Erfahrung:
Ist nicht das erste Program was Macken hat.

Kommt mir auch nicht so stimmig vor, ich würde
es keinesfalls riskieren.

Wir hatten vor Jahren solch einen Fall, tragende
KS-Wand auf einer weitgespannten Stahlbetondecke.

Eines Tages (nach Jahren) passierte es bei besetztem
Haus, ein heftiger Knall und die aufstehende Wand war
zweigeteilt, großer Schaden, allerhand Zores, "Täter"
kuriert, Nachrechnungen ergaben, das die aktuellen
Bestimmungen zur Schlankheit zwar eingehalten waren,
aber es reichte trotzdem nicht....
galapeter97

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Letzte Änderung: von Galapeter97.

Aw: Durchbiegung die xxxx-te 19 Apr 2013 23:17 #47341

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Hallo,
vielen Dank für eure Wochenend-Antworten.
@kaiibs wie kommst du auf 6 m ? Wenn schon Min L = 5,59 => bei li^2/150 = 5,59^2/150 = 0,21 also h = 24 cm.
Am Treppenloch, parallel zur Wohnungstrennwand beträgt die Spannweite nur 4,50 m, im Bereich der Treppe 4,37 m.
Da mache ich mir keine sorgen.

Nach Krüger/Mertzsch
Dimensionierung der Deckenstärke nach Krüger-Mertzsch
4-seitig gelagerte Platte,zul w = L / 500
Spannweite Lx = 7.52 m
Spannweite Ly = 5.59 m
Spannweitenverhältnis Lxy = Lx / Ly = 1.35
Beiwert eta_i ~ 0.60
Ideelle Stützweite Li = eta_i * Ly = 3.35 => d ~ 15 cm ?? Fehler ?


@Sergej Das Obergeschoss hat ein Pultdach (Holz), daher die 4 m hohen Wände. Die Dachlasten müssen auch über die Innenwände
abgetragen werden. Zusätzlich habe ich KS-Steine gewählt, damit die aussteifenden Wände Masse haben. Mit Porenbeton oder Porton wird es beim Nachweis nix. Und zu guter letzt möchte der Bauuherr ein massives Haus.
Das 11,5 er Wände u.U. immer noch noch als nichttragend angesehen werden, lasse ich nicht gelten.
Die MW-Industrie rechnet uns seit 20 Jahren vor, das STB-Decken auch auf 11,5 er Wände aufliegen können.
In Zukunft wird nicht mehr so einfach abgerissen. Generaton y ist übervorsichtig und fragt 3 x nach B)


@kkornrad Schwingen 20 bzw. 24 cm dicke STB-Decken mit L 5,59 m ?
Ich könnte konkret darauf hinweisen, das der Putz der Wandanschlüsse an die Außenwände mit einem Kellenschnitt zu trennen ist, oder einen Gummistreifen wie im Schallschutz einbauen.

Zusammenfassend noch einmal nachgefragt: Grundsätzlich keine MW-Wände auf STB-Decken mit L ~ 5,60 m ??
Es kommt bein Wohnhäusern immer häufiger vor, dass die einzelnen Räume den Kundenwünschen angepasst werden, und die Wände (auch tragend) kreuz und quer auf den Decken stehen. Dann kann ich einpacken.

Grüße

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