Durchbiegung die xxxx-te
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Re: Aw: Durchbiegung die xxxx-te
24 Apr. 2013 18:57
Eine interessante Frage bleibt jedoch übrig: Werden solche Auslegungen im Falle eines Falles rechtssicher anerkannt?
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- Sergej
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Re: Aw: Durchbiegung die xxxx-te
24 Apr. 2013 20:02 - 24 Apr. 2013 21:19
Hallo statiker99,
Ich habe folgende Frage zur Ihrer Bemerkung (BITTE, NICHT FALSH VERSTEHEN)
statiker99 schrieb:
Das späte Entfernen von Hilfstützen und nachträgliches Einmauern der Wände
Ich habe sowas noch nicht erlebt.
Termine sind vorgeschrieben: am Freitag wird die Decke betoniert,
am Montag der folgenden KW (K-Woche) wird gemauert. Es blebt grade so die Zeit für die Nachbehandlung der "frischbetonierten" Decke. In nächsten 4 Tagen werden Wände hochgezogen und die Schalung für den Ringanker hingestellt; 3 Tage für Bewehrung
und Betonage. Danach Dachstuhl komplett in 7 Tagen montieren; 3 Tage zur Dachdeckung.
Damit sind nach meiner Einschätzung ca. 24 Tage nach der Betonage der hier im Beitrag
gemeinten Decke vergangen.
Wenn das Dach gedeckt ist, dann wird die komplette Unterstützung entfernt,
und die Räume für Innenausbau freigegeben. Zu diesem Zeitpunkt hat die Decke
ein Alter von max. 28 Tagen und die Ausbau- und Nutzlasten sind noch nicht drin!
Bitte nicht falsch verstehen, ist nur ein Gedanke.
Grüße, Sergej
Ich habe folgende Frage zur Ihrer Bemerkung (BITTE, NICHT FALSH VERSTEHEN)
statiker99 schrieb:
wie soll sowas im Eigenheimbau gehen?...
- Kriechen und Schwinden
- Lastgeschichte
- möglichst spätes entfernen der Hilfsstützen, jedoch unbedingt vor Erstellung der Mauerwerksswände
- Berechnung (=Abschätzung) der Restverformung ab dem Zeitpunkt des Einbaus von verformungsempfindlichen Bauteilen
Das späte Entfernen von Hilfstützen und nachträgliches Einmauern der Wände
Ich habe sowas noch nicht erlebt.
Termine sind vorgeschrieben: am Freitag wird die Decke betoniert,
am Montag der folgenden KW (K-Woche) wird gemauert. Es blebt grade so die Zeit für die Nachbehandlung der "frischbetonierten" Decke. In nächsten 4 Tagen werden Wände hochgezogen und die Schalung für den Ringanker hingestellt; 3 Tage für Bewehrung
und Betonage. Danach Dachstuhl komplett in 7 Tagen montieren; 3 Tage zur Dachdeckung.
Damit sind nach meiner Einschätzung ca. 24 Tage nach der Betonage der hier im Beitrag
gemeinten Decke vergangen.
Wenn das Dach gedeckt ist, dann wird die komplette Unterstützung entfernt,
und die Räume für Innenausbau freigegeben. Zu diesem Zeitpunkt hat die Decke
ein Alter von max. 28 Tagen und die Ausbau- und Nutzlasten sind noch nicht drin!
Bitte nicht falsch verstehen, ist nur ein Gedanke.
Grüße, Sergej
Letzte Änderung: 24 Apr. 2013 21:19 von Sergej.
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Re: Aw: Durchbiegung die xxxx-te
25 Apr. 2013 06:56
Sergej schrieb:
Wieso, dass ist gängige Praxis.
Die Firmen nehmen lieber ein paar Zentimeter mehr Deckenstärke in Kauf wenn sie dadurch zeitlich nicht eingeklemmt werden und auch sonst mehr bauliche Bewegungsfreiheit haben. Die Kostenersparnis durch geringere Deckenstärken ist nämlich ganz schnell durch Zwänge im Ablauf aufgezehrt.
Zum Vorbeitrag
Die Darstellung, dass die Durchbiegungen tatsächlich niedriger ausfallen als nach "neu" berechnet, nehme ich einfach mal so zur Kenntnis. Welche Aussage richtig ist vermag ich nicht zu beurteilen. Sich hinzustellen und zu sagen "was im Kommentar steht ist falsch, dass Modell ist falsch" beeindruckt mich nicht wirklich und nur weil das ein anderer (z.B. Quast) das gesagt hat wird es auch nicht beeindruckender. Dafür bin ich zu kritisch.
Bitte nicht falsch verstehen, ist nur ein Gedanke.
Wieso, dass ist gängige Praxis.
Die Firmen nehmen lieber ein paar Zentimeter mehr Deckenstärke in Kauf wenn sie dadurch zeitlich nicht eingeklemmt werden und auch sonst mehr bauliche Bewegungsfreiheit haben. Die Kostenersparnis durch geringere Deckenstärken ist nämlich ganz schnell durch Zwänge im Ablauf aufgezehrt.
Zum Vorbeitrag
Die Darstellung, dass die Durchbiegungen tatsächlich niedriger ausfallen als nach "neu" berechnet, nehme ich einfach mal so zur Kenntnis. Welche Aussage richtig ist vermag ich nicht zu beurteilen. Sich hinzustellen und zu sagen "was im Kommentar steht ist falsch, dass Modell ist falsch" beeindruckt mich nicht wirklich und nur weil das ein anderer (z.B. Quast) das gesagt hat wird es auch nicht beeindruckender. Dafür bin ich zu kritisch.
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- statiker99
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Re: Aw: Durchbiegung die xxxx-te
25 Apr. 2013 08:04
Hallo DeO,
1.)Thema Rechtssicherheit:
Bin kein Jurist, aber Sicher ist bei den Juristen
nur, daß vorher nichts Sicher ist
.
2.) Mir geht es primär um den Erhalt der eigenen Kritikfähigkeit.
Wir sind auch in den 80-iger Jahren nicht hergegangen und haben nur mit vereinfachten
Biegeschlankheitskriterien Deckenstärken gewählt.
Wir haben auch damals schon Verformungen gerechnet (z. Bsp. nach Heft 240).
3.) Die Angaben zu Rechenverfahren im EC2 sind eine Möglichkeit, weitere Möglichkeiten
sind in der Fachliteratur (z.B. Heft 240, Veröffentlichungen von Quast usw.) zu finden.
4.) Meine Angaben zu den relativ großen Unterschieden für den Zustand II für t=0 relativieren sich für t=00 (kommt aus dem Kriecheinfluß).
Hier (für t=00) dürften die rechnerischen Unterschiede noch bei ca. 30% liegen.
Mir geht es erst in 2. Linie um die Größe der
Endverformung sondern um den Verformungszuwachs
über die die Zeit.
Hier liegt häufig das Problem (z.B. Risse in der Wand nach 2 Jahren und mehr).
Wird der Verformungszuwachs aus der Differenz Endverformung – Anfangsverformung ,
beides im Zustand II, ermittelt, kann man dann auf der unsicheren Seite liegen.
1.)Thema Rechtssicherheit:
Bin kein Jurist, aber Sicher ist bei den Juristen
nur, daß vorher nichts Sicher ist
2.) Mir geht es primär um den Erhalt der eigenen Kritikfähigkeit.
Wir sind auch in den 80-iger Jahren nicht hergegangen und haben nur mit vereinfachten
Biegeschlankheitskriterien Deckenstärken gewählt.
Wir haben auch damals schon Verformungen gerechnet (z. Bsp. nach Heft 240).
3.) Die Angaben zu Rechenverfahren im EC2 sind eine Möglichkeit, weitere Möglichkeiten
sind in der Fachliteratur (z.B. Heft 240, Veröffentlichungen von Quast usw.) zu finden.
4.) Meine Angaben zu den relativ großen Unterschieden für den Zustand II für t=0 relativieren sich für t=00 (kommt aus dem Kriecheinfluß).
Hier (für t=00) dürften die rechnerischen Unterschiede noch bei ca. 30% liegen.
Mir geht es erst in 2. Linie um die Größe der
Endverformung sondern um den Verformungszuwachs
über die die Zeit.
Hier liegt häufig das Problem (z.B. Risse in der Wand nach 2 Jahren und mehr).
Wird der Verformungszuwachs aus der Differenz Endverformung – Anfangsverformung ,
beides im Zustand II, ermittelt, kann man dann auf der unsicheren Seite liegen.
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- statiker99
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Re: Aw: Durchbiegung die xxxx-te
25 Apr. 2013 08:14
Hallo Sergej,
spätes einmauern von Wänden ....
Ich bin hier eigentlich von nichttragenden
Mauerwerkswänden ausgegangen, die im Zuge des Innenausbaus eingezogen werden.
Aber egal wie, ist der Ablauf wie von Ihnen beschrieben,
hilft nur Plan B
(siehe auch Angaben von DeO).
- Deckenstärke dicker
- ggf. Betongüte erhöhen (nur für Verformungsnachweis?!)
- Streuungen der Materialeigenschaften berücksichtigen
Aber trotzdem:
- Hinweise auf Pläne nicht vergessen zu Ausschalfristen, E-Modul usw.
spätes einmauern von Wänden ....
Ich bin hier eigentlich von nichttragenden
Mauerwerkswänden ausgegangen, die im Zuge des Innenausbaus eingezogen werden.
Aber egal wie, ist der Ablauf wie von Ihnen beschrieben,
hilft nur Plan B
- Deckenstärke dicker
- ggf. Betongüte erhöhen (nur für Verformungsnachweis?!)
- Streuungen der Materialeigenschaften berücksichtigen
Aber trotzdem:
- Hinweise auf Pläne nicht vergessen zu Ausschalfristen, E-Modul usw.
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- DeO
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Re: Aw: Durchbiegung die xxxx-te
25 Apr. 2013 08:53
Hallo,
statiker99 schrieb:
dem ist wohl so. Man ist liegt allerdings sicherer, wenn man sich näher an die neueren Auslegungen hält.
oh ja, es wurde. Nur wie geht man damit um, wenn aktuelle Methoden um zum gleichen Thema zu anderen Ergebnisse führen?
Wenn beide Methoden zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen, welches kommt der Realität näher?
Ich weiß es nicht, so tief stecke ich nicht drin und wenn es dazu etwas handfestes gäbe hätte sicherlich jemand darüber schon ein Paper verfasst.
statiker99 schrieb:
1.)Thema Rechtssicherheit:
Bin kein Jurist, aber Sicher ist bei den Juristen
nur, daß vorher nichts Sicher ist.
dem ist wohl so. Man ist liegt allerdings sicherer, wenn man sich näher an die neueren Auslegungen hält.
Wir haben auch damals schon Verformungen gerechnet (z. Bsp. nach Heft 240).
oh ja, es wurde. Nur wie geht man damit um, wenn aktuelle Methoden um zum gleichen Thema zu anderen Ergebnisse führen?
Wenn beide Methoden zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen, welches kommt der Realität näher?
Ich weiß es nicht, so tief stecke ich nicht drin und wenn es dazu etwas handfestes gäbe hätte sicherlich jemand darüber schon ein Paper verfasst.
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