Biegedrillknicken verhindern mit Steifen
- statiker99
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Re: Biegedrillknicken verhindern mit Steifen
18 Okt. 2020 08:24
prostab hat es doch schon kurz und bündig erklärt.
einfach mal anschauen ...
www.ipu-bs.de/index.php?id=82
ansonsten, Träger einbetonieren und fertig ....
einfach mal anschauen ...
www.ipu-bs.de/index.php?id=82
ansonsten, Träger einbetonieren und fertig ....
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- TheStatic
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Re: Biegedrillknicken verhindern mit Steifen
18 Okt. 2020 09:27
Diesen Link habe ich mir auch angeschaut, deswegen sollten laut dem Link die Verdrehung durch das Flachstahl bzw. das U-Profil komplett verhindert werden. Oder verstehe ich da etwas falsch ??
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- mmue
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Re: Biegedrillknicken verhindern mit Steifen
18 Okt. 2020 11:47
Hallo,
komplett einbetonieren bzw. zu einem Kastenprofil verschweißen sind natürlich extrem wirksame Konstruktionen, die aber womöglich gar nicht notwendig sind. Es gibt auch andere Maßnahmen, den Biegedrillknickwiderstand zu erhöhen.
Stell mal das System ein. Ohne genaue Kenntnis von Profil, Belastung und umgebender Konstruktion kann man nix Qualifiziertes dazu sagen.
Gruß
mmue
komplett einbetonieren bzw. zu einem Kastenprofil verschweißen sind natürlich extrem wirksame Konstruktionen, die aber womöglich gar nicht notwendig sind. Es gibt auch andere Maßnahmen, den Biegedrillknickwiderstand zu erhöhen.
Stell mal das System ein. Ohne genaue Kenntnis von Profil, Belastung und umgebender Konstruktion kann man nix Qualifiziertes dazu sagen.
Gruß
mmue
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- TheStatic
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Re: Biegedrillknicken verhindern mit Steifen
18 Okt. 2020 13:57
Einfeldträger l=16m, ipe 270 S235 mit voute (l=2.5m). Belastung qd=6.6kn/m. Randmomente myd=150 knm. Alle 4m über Verband mittig im Profil horizontal mit feder gehalten cy=370 kn/m. Als dachaufgabe haben wir ein trapezprofil das über Pfetten (l=5m,a=2m) mit dem Träger verbunden ist.
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- statik_xx
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Re: Biegedrillknicken verhindern mit Steifen
18 Okt. 2020 17:54
Wölbfeder - Bsp. Einfeldträger:
Fall a: Stirnplatten an den Stabenden: In der Konstruktionspraxis werden i. Allg. Stirnplatten mit t = 10 mm verwendet, um ein Gabellager zu realisieren. Die Zunahme des Biegedrillknickmomentes zufolge Wölbfederberücksichtigung ist gering (ca. 3%). Dies gilt auch für t = 20 mm , wenn man berücksichtigt,
dass das Biegedrillknickmoment im Schlankheitsgrad unter der Quadratwurzel
erscheint. Der Einfluss der Wölbfedern wird deshalb in der
Praxis meist vernachlässigt.
Fall b: Stirnplatten an den Stabenden und Rippen in den Viertelpunkten der Spannweite: Hier zeigt sich, dass auch zusätzliche Rippen im Trägerbereich keine
wesentliche Erhöhung des Biegedrillknickmomentes bringen. Weiterhin ist eine
solche Lösung sehr unwirtschaftlich.
Was jedoch hilft: Sofern Dachpfetten als Verbandsglieder eingesetzt werden (und z.b. am Obergurt des Hauptträgers liegen) kann durch einen "biegesteifen Anschluss" der Pfetten an den Hauptträger in Kombination mit der Vollsteife im Hauptträger, ein "Halbrahmen" generiert werden, welcher dann (natürlich mit der entsprechenden Nachgiebigkeit) als phi-x Bettung (nachgiebiges Gabellager) angesetzt werden kann......
ansonsten einfach mal nach "rafter stay" googeln......
Fall a: Stirnplatten an den Stabenden: In der Konstruktionspraxis werden i. Allg. Stirnplatten mit t = 10 mm verwendet, um ein Gabellager zu realisieren. Die Zunahme des Biegedrillknickmomentes zufolge Wölbfederberücksichtigung ist gering (ca. 3%). Dies gilt auch für t = 20 mm , wenn man berücksichtigt,
dass das Biegedrillknickmoment im Schlankheitsgrad unter der Quadratwurzel
erscheint. Der Einfluss der Wölbfedern wird deshalb in der
Praxis meist vernachlässigt.
Fall b: Stirnplatten an den Stabenden und Rippen in den Viertelpunkten der Spannweite: Hier zeigt sich, dass auch zusätzliche Rippen im Trägerbereich keine
wesentliche Erhöhung des Biegedrillknickmomentes bringen. Weiterhin ist eine
solche Lösung sehr unwirtschaftlich.
Was jedoch hilft: Sofern Dachpfetten als Verbandsglieder eingesetzt werden (und z.b. am Obergurt des Hauptträgers liegen) kann durch einen "biegesteifen Anschluss" der Pfetten an den Hauptträger in Kombination mit der Vollsteife im Hauptträger, ein "Halbrahmen" generiert werden, welcher dann (natürlich mit der entsprechenden Nachgiebigkeit) als phi-x Bettung (nachgiebiges Gabellager) angesetzt werden kann......
ansonsten einfach mal nach "rafter stay" googeln......
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- mmue
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Re: Biegedrillknicken verhindern mit Steifen
19 Okt. 2020 09:31
Hallo,
Zum Biegedrillknicken: Die mit dem Hauptträger verschraubten Pfetten liefern eine Drehbettung, also einen elastischen Widerstand gegen Verdrehen. Einfach mal googeln.
Ansonsten können die Randmomente von 150 kNm durch das Profil nicht aufgenommen werden. Woher stammen diese Randmomente? Wenn's Kragmomente sein sollten geht das gar nicht, wenn diese Momente aus einer Durchlaufträgerberechnung stammen sollten, dann geht der Nachweis nur über das Traglastverfahren.
Gruß
mmue
Einfeldträger l=16m, ipe 270 S235 mit voute (l=2.5m). Belastung qd=6.6kn/m. Randmomente myd=150 knm. Alle 4m über Verband mittig im Profil horizontal mit feder gehalten cy=370 kn/m. Als dachaufgabe haben wir ein trapezprofil das über Pfetten (l=5m,a=2m) mit dem Träger verbunden ist.
Zum Biegedrillknicken: Die mit dem Hauptträger verschraubten Pfetten liefern eine Drehbettung, also einen elastischen Widerstand gegen Verdrehen. Einfach mal googeln.
Ansonsten können die Randmomente von 150 kNm durch das Profil nicht aufgenommen werden. Woher stammen diese Randmomente? Wenn's Kragmomente sein sollten geht das gar nicht, wenn diese Momente aus einer Durchlaufträgerberechnung stammen sollten, dann geht der Nachweis nur über das Traglastverfahren.
Gruß
mmue
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