Schiffscontainer als Bauwerk
- maxhoffmann
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Re: Schiffscontainer als Bauwerk
30 Jan. 2022 16:30
Hallo KaiF,
ich schreibe im Rahmen meines Studiums eine Arbeit über das Bauen mit Frachtcontainern und muss auch einige statische Aspekte mit einbringen. Ich würde mich freuen wenn du mir per Mail deine Pdf über die Statik zusenden könntest, da ich aktuell noch nach einer Referenz oder etwas ähnlichem suche, woran ich mich orientieren könnte. Das wäre mir eine große Hilfe.
Viele Grüße,
Max
Mail: max.hoffmann@mailbox.tu-dresden.de
ich schreibe im Rahmen meines Studiums eine Arbeit über das Bauen mit Frachtcontainern und muss auch einige statische Aspekte mit einbringen. Ich würde mich freuen wenn du mir per Mail deine Pdf über die Statik zusenden könntest, da ich aktuell noch nach einer Referenz oder etwas ähnlichem suche, woran ich mich orientieren könnte. Das wäre mir eine große Hilfe.
Viele Grüße,
Max
Mail: max.hoffmann@mailbox.tu-dresden.de
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- FischerH
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Re: Schiffscontainer als Bauwerk
31 Jan. 2022 08:05
... cooles Thema.
Sehr spannend finde ich den Flagshipstore von "Freitag" (Taschen aus Lkw-Planen)
in Zürich:
www.freitag.ch/de/store/freitag-flagship-store-zuerich
Hier ein paar Beispiele mit den entsprechenden Architekten...
www.modulart.ch/temporaer-funktional-mobil/
Sehr spannend finde ich den Flagshipstore von "Freitag" (Taschen aus Lkw-Planen)
in Zürich:
www.freitag.ch/de/store/freitag-flagship-store-zuerich
Hier ein paar Beispiele mit den entsprechenden Architekten...
www.modulart.ch/temporaer-funktional-mobil/
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- beness
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Re: Schiffscontainer als Bauwerk
31 Jan. 2022 08:12
Hallo Kollegen, -innnen,
wie von Twopenny angemerkt, habe ich letztes Jahr ein relativ futuristisches Wohnhaus aus Seecontainern gerechnet, was die Frage nach der baurechtlichen Zulässigkeit auch gleich beantwortet.
Das A und O sind Werkstattzeichnungen der Hersteller auf denen man aufbauen kann. Wenn man sich im Stahlbau einigermaßen zu Hause fühlt, stellt das auch eine Herausforderung dar, die man bewältigen kann.
Im Prinzip ist das Tragverhalten schnell beschreiben: Der Boden ist für eine Nutzlast von insgesamt 25to ausgelegt, also extrem belastbar. Dann gibt es noch die 4 Eckstützen, die für das Aufeinanderstapeln mehrerer Container gedacht sind und somit auch alle Belastungen die man im normalen Baubereich hat, völlig ausreichend. Das Dach kann man getrost vergessen, ist praktisch nur ein Regenschutz, nicht begehbar. Ich hab's getestet! Aus diesem Grund haben wir teilweise die Container auf den Kopf gestellt!
Die Trapezwände der Längsseiten sind Scheiben die für die Tragwirkung der Randprofile und die Aussteifung relevant sind. Da muss man ein wenig bei Öffnungen nachdenken, ist aber auch lösbar. Wir haben immer 2x 40Fuss Container längs aneinandergestellt und die Längswände komplett herausgetrennt, was natürlich eine Längs-Unterstützung (in unserem Fall ein HEB 240) erfordert. Man hat dann aber eine freie Fläche von ca. 60m²!
Ich kann im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten gerne weiterhelfen. Auf jeden Fall kann ich die Werkstattzeichnungen zur Verfügung stellen. Die Statik kann ich nur weitergeben, wenn der Bauherr dem zustimmt.
Ob die Container-Hersteller wirklich weiterhelfen können, wage ich zu bezweifeln. Container werden wahrscheinlich zu 100% in China gefertigt (da gibt es gute YouTube Videos dazu). Das geschieht nach den vorgenannten Plänen. Der Germanische Llyod hat hierfür auch Regeln aufgestellt, die sogar eine Probebelastung anstatt einer Statik zulassen.
Ober sich eine derartige Bauweise lohnt, wage ich zu bezweifeln, da wäre man mit Brettsperrholz wahrscheinlich günstiger gefahren. In dem besagten Fall hat der Bauherr aber einen Bezug zu Schiffscontainern und wollte aus diesem Grund unbedingt diese Ausführungsvariante.
Dipl. Ingenieur
Bernhard Schuh
info@ingschuh.de
wie von Twopenny angemerkt, habe ich letztes Jahr ein relativ futuristisches Wohnhaus aus Seecontainern gerechnet, was die Frage nach der baurechtlichen Zulässigkeit auch gleich beantwortet.
Das A und O sind Werkstattzeichnungen der Hersteller auf denen man aufbauen kann. Wenn man sich im Stahlbau einigermaßen zu Hause fühlt, stellt das auch eine Herausforderung dar, die man bewältigen kann.
Im Prinzip ist das Tragverhalten schnell beschreiben: Der Boden ist für eine Nutzlast von insgesamt 25to ausgelegt, also extrem belastbar. Dann gibt es noch die 4 Eckstützen, die für das Aufeinanderstapeln mehrerer Container gedacht sind und somit auch alle Belastungen die man im normalen Baubereich hat, völlig ausreichend. Das Dach kann man getrost vergessen, ist praktisch nur ein Regenschutz, nicht begehbar. Ich hab's getestet! Aus diesem Grund haben wir teilweise die Container auf den Kopf gestellt!
Die Trapezwände der Längsseiten sind Scheiben die für die Tragwirkung der Randprofile und die Aussteifung relevant sind. Da muss man ein wenig bei Öffnungen nachdenken, ist aber auch lösbar. Wir haben immer 2x 40Fuss Container längs aneinandergestellt und die Längswände komplett herausgetrennt, was natürlich eine Längs-Unterstützung (in unserem Fall ein HEB 240) erfordert. Man hat dann aber eine freie Fläche von ca. 60m²!
Ich kann im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten gerne weiterhelfen. Auf jeden Fall kann ich die Werkstattzeichnungen zur Verfügung stellen. Die Statik kann ich nur weitergeben, wenn der Bauherr dem zustimmt.
Ob die Container-Hersteller wirklich weiterhelfen können, wage ich zu bezweifeln. Container werden wahrscheinlich zu 100% in China gefertigt (da gibt es gute YouTube Videos dazu). Das geschieht nach den vorgenannten Plänen. Der Germanische Llyod hat hierfür auch Regeln aufgestellt, die sogar eine Probebelastung anstatt einer Statik zulassen.
Ober sich eine derartige Bauweise lohnt, wage ich zu bezweifeln, da wäre man mit Brettsperrholz wahrscheinlich günstiger gefahren. In dem besagten Fall hat der Bauherr aber einen Bezug zu Schiffscontainern und wollte aus diesem Grund unbedingt diese Ausführungsvariante.
Dipl. Ingenieur
Bernhard Schuh
info@ingschuh.de
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- Jörg
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Re: Schiffscontainer als Bauwerk
01 Feb. 2022 22:36 - 01 Feb. 2022 22:40
Hallo
sollte eigentlich nicht schwer sein.
Container haben spezifizierte Lastaufnahmekapazitäten, Stapellasten, Bodenlasten..
Wichtig ist eine Windlastbetrachung, Verankerung untereinander oder mit dem Boden.
Falls Trapezbleche herausgeschnitten werden, eben nur die zul. Lasten ohne Trapezblech.
War jahrelang in Nordafrika tätig, die Stapelkapazität lag nur an der Krankapazität.
Die Dinger sind absolut robust.
Habe auch 11 Jahre lang in Nordafrika in einem 20' Container gelebt, isoliert mit Aircon, eigentlich ein Sch...haus mit Bett.
Aus 40' Container haben wir zusammenschraubbare Einheiten für Küchen inkl. Kantine gebaut.
Zerlegt super transportfähig, inkl Einbauten.
Eigentlich braucht man für die Seecontainer keine Statik, nur eben die Windlastbetrachtung,
den Nachweis der Krallen die die Container verbinden, also die Zugkräfte.
Naja, dann noch die zul Auflast.
sollte eigentlich nicht schwer sein.
Container haben spezifizierte Lastaufnahmekapazitäten, Stapellasten, Bodenlasten..
Wichtig ist eine Windlastbetrachung, Verankerung untereinander oder mit dem Boden.
Falls Trapezbleche herausgeschnitten werden, eben nur die zul. Lasten ohne Trapezblech.
War jahrelang in Nordafrika tätig, die Stapelkapazität lag nur an der Krankapazität.
Die Dinger sind absolut robust.
Habe auch 11 Jahre lang in Nordafrika in einem 20' Container gelebt, isoliert mit Aircon, eigentlich ein Sch...haus mit Bett.
Aus 40' Container haben wir zusammenschraubbare Einheiten für Küchen inkl. Kantine gebaut.
Zerlegt super transportfähig, inkl Einbauten.
Eigentlich braucht man für die Seecontainer keine Statik, nur eben die Windlastbetrachtung,
den Nachweis der Krallen die die Container verbinden, also die Zugkräfte.
Naja, dann noch die zul Auflast.
Letzte Änderung: 01 Feb. 2022 22:40 von Jörg.
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Re: Schiffscontainer als Bauwerk
02 Feb. 2022 08:24
Ich denke auch, dass die Standsicherheit eines Containers nicht anzuzweifeln ist. Die erleben auf See eine ganze Menge, sind (sollten) allerdings gut gelascht sein. Wenn es gelingt die Twistlocker mit dem Fundament zu verbinden, bekommt man m.E. auch das in den Griff. Der Haken ist m.E. die Frage der anzuwendenden Vorschriften und deren Nachweis. "Das hält" ist ja kein Argument. Es muss m.E. aus Sicht unserer Bauvorschriften belegt werden. Die Prüfer sagen bei sowas "dann zeige mir die Gleichwertigkeit (schriftlich)". Und genau dann geht das Geeier doch los. Dünnes Eis.
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