Wer von euch plant Bewehrung mit 3D-Software
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Re: Aw: Wer von euch plant Bewehrung mit 3D-Software
16 Mai 2012 13:17
GustavGans schrieb:
die Erzeugung der Pläne aus einem 3D-Objekt klappt sehr gut.
Schritt 1:
Erzeugung der Bauteile per 3D und das relativ zueinander, so dass man tatsächlich das komplette Tragsystem als Modell vorliegen hat. Intern wird es aus verschiedenen Folien und Ebenen aufgebaut, so dass man nachher bauteilbezogen verlegen kann.
Schritt 2:
Verlegung der Eisen in den Bauteilen.
Schritt 3:
Wenn ich einen Balken oder eine Stütze in 3D bewehrt habe, dann lege ich anschließend für den Plan so viele Schnitte durch wie ich meine zu brauchen. Ändere ich ein Eisen, so ändert es sich automatisch in allen Plänen wo es auftaucht. Bei Kreuzungspunkten von Balken tauchen die querenden Eisen auch von selbst auf dem Plan auf.
Was immer noch mühevoll aber qualitätssichernd wirkt ist bei meinem Programm die Beschriftung und Vermaßung. Die erfolgt in jedem Schnitt manuell. Da schaut man automatisch nochmals auf alles drauf.
Auf der Baustelle gebogen wird nur ungerne, sofern die das überhaupt noch machen (können). 20er Eisen übers Knie?
Insofern ist die Ausnutzung von 3D in der Planung von Ortbetonbauteilen vollständig gegeben. Aber es bleibt natürlich Handarbeit über. Mitdenken ist immer noch sehr angesagt.
Hallo Thomas,
das das unbedingt jetzt die Zukunft ist... weiß nicht.
Für FT-Bau bestimmt.
Aber für Ortbetonbau???? Da Kannst du ja die Vorteile eines 3D-Modells gar nicht voll ausnutzen. (Also Genauigkeit, Fehlerminimierung auf nachezu Null usw.)
Wenn was nicht passt... ja und? Wird was örtlich zurechtgebogen und gut.
Aber wie sehen die Pläne aus? Was sagen die Verlegebetriebe? :huh:
die Erzeugung der Pläne aus einem 3D-Objekt klappt sehr gut.
Schritt 1:
Erzeugung der Bauteile per 3D und das relativ zueinander, so dass man tatsächlich das komplette Tragsystem als Modell vorliegen hat. Intern wird es aus verschiedenen Folien und Ebenen aufgebaut, so dass man nachher bauteilbezogen verlegen kann.
Schritt 2:
Verlegung der Eisen in den Bauteilen.
Schritt 3:
Wenn ich einen Balken oder eine Stütze in 3D bewehrt habe, dann lege ich anschließend für den Plan so viele Schnitte durch wie ich meine zu brauchen. Ändere ich ein Eisen, so ändert es sich automatisch in allen Plänen wo es auftaucht. Bei Kreuzungspunkten von Balken tauchen die querenden Eisen auch von selbst auf dem Plan auf.
Was immer noch mühevoll aber qualitätssichernd wirkt ist bei meinem Programm die Beschriftung und Vermaßung. Die erfolgt in jedem Schnitt manuell. Da schaut man automatisch nochmals auf alles drauf.
Auf der Baustelle gebogen wird nur ungerne, sofern die das überhaupt noch machen (können). 20er Eisen übers Knie?
Insofern ist die Ausnutzung von 3D in der Planung von Ortbetonbauteilen vollständig gegeben. Aber es bleibt natürlich Handarbeit über. Mitdenken ist immer noch sehr angesagt.
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- GustavGans
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Re: Aw: Wer von euch plant Bewehrung mit 3D-Software
16 Mai 2012 13:47
DeO schrieb:
Nein, die Vorteile, z. B. Steuerung von Abbundanlage im Holzbau, Sägebohranlage im Stahlbau, hast du im Ortbetonbau nicht.
Auch Schraubenlängenermittlung, automatische Körnerpunkte use. kommen im Ortbetonbau nicht vor.
Hier zielt das 3D-System nur auf die Zeichnungserstellung der Verlegezeichnung.
Ein BOCAD oder ähnlich kann viel mehr.
Aber wie sieht es mit dem Zeitvorteil aus? Doppelt so schnell?
Gruß Gustav
Insofern ist die Ausnutzung von 3D in der Planung von Ortbetonbauteilen vollständig gegeben.
Nein, die Vorteile, z. B. Steuerung von Abbundanlage im Holzbau, Sägebohranlage im Stahlbau, hast du im Ortbetonbau nicht.
Auch Schraubenlängenermittlung, automatische Körnerpunkte use. kommen im Ortbetonbau nicht vor.
Hier zielt das 3D-System nur auf die Zeichnungserstellung der Verlegezeichnung.
Ein BOCAD oder ähnlich kann viel mehr.
Aber wie sieht es mit dem Zeitvorteil aus? Doppelt so schnell?
Gruß Gustav
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- cebudom
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Re: Aw: Wer von euch plant Bewehrung mit 3D-Software
16 Mai 2012 13:51 - 16 Mai 2012 13:57
Kommt drauf an würde ich sagen:
Manche Sachen sind 3D schneller, manche 2D und manche bist mit Hand in 5 min fertig und mim CAD brauchst Stunden
Der große Vorteil liegt bei 3D in den Änderungen, Planzusammenstellen, digitaliesieren der Pläne, Schnittlisten führen usw...
meiner Meinung nach
PS: ich muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht gerade zu den begabtesten Bewehrungszeichner bei mir im Büro dazugehöre :blush:
PPS: ich kenne CIM/CAM auch eher von der Maschinenbauseite, und kann mir das deshalb bei Betonbau nur im Fertigteilbau sinnvoll vorstellen
Manche Sachen sind 3D schneller, manche 2D und manche bist mit Hand in 5 min fertig und mim CAD brauchst Stunden
Der große Vorteil liegt bei 3D in den Änderungen, Planzusammenstellen, digitaliesieren der Pläne, Schnittlisten führen usw...
meiner Meinung nach
PS: ich muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht gerade zu den begabtesten Bewehrungszeichner bei mir im Büro dazugehöre :blush:
PPS: ich kenne CIM/CAM auch eher von der Maschinenbauseite, und kann mir das deshalb bei Betonbau nur im Fertigteilbau sinnvoll vorstellen
Letzte Änderung: 16 Mai 2012 13:57 von cebudom.
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- KaiF
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Re: Aw: Wer von euch plant Bewehrung mit 3D-Software
16 Mai 2012 14:45
Meine Erfahrungen nach vielen Jahren 2D mit Zeicon und jetzt mit Allplan: für einfache Sachen bringt 3D absolut nix, eher das Gegenteil. Knifflige Sachen wie schiefe Brücken oder komplexe Knotenpunkte sind in 3D durch die Anschaulichkeit einfacher und weniger fehleranfällig. Meiner Meinung nach ist das 3D für viele Sachen -noch- ein nice-to-have, mehr nicht. Bessere und übersichtliche Pläne bringt es auf jeden Fall nicht, denn der Zeichner verliert dabei schnell den Sinn für die anschauliche Schnittführung. In 2D muß ich alle wichtigen Schnitte zeichnen, damit es überhaupt fehlerfrei geht. Es sei denn ihr gebt dann 3D-PDFs der Bewehrungsführung dem Bauleiter auf den Laptop und der führt das den osteuropäischen Flechtern kinomäßig vor :lol:
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- DeO
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Re: Aw: Wer von euch plant Bewehrung mit 3D-Software
16 Mai 2012 18:26
GustavGans schrieb:
Ja, es geht letztlich nur um die Zeichnung. Aber auch die entsteht leichter aus einem 3D-Modell. Ich verlege die Eisen im Bauteil ohne Rücksicht auf die Darstellung auf dem Plan. Das kommt später und kann variiert werden.
Man konzentriert sich also vorrangig auf die Eisenverlegung und nicht auf die Plandarstellung. Desweiteren ist ja ein Stahlgeflecht eines Balkens oder einer Stütze auch ein dreidimensionales Gebilde. Wenn es dann noch zu Durchdringungen von anderen Bauteilen kommt, so werden die in der Darstellung gerne unterschlagen wenn die Bauteile konservativ jeweils einzeln erarbeitet werden.
Wenn ich z.B. eine Gründungsplatte auf Balkenrost mit Pfählen habe, dann kommt in den Kreuzungspunkten schon mal einiges an Eisen zusammen. Per 3D sehe ich es auf einen Blick.
Der Mehraufwand für die 3D-Erstellung ist sehr gering, wenn man alles von vorne herein konsequent aufzieht und real niveaubezogen arbeitet. Also Platte in Draufsicht zeichnen, Niveau der Unterkante angeben und Dicke. Die Balken sind auch ratzfatz drunter gebaut und Löcher auch geschaffen.
Man muss natürlich mitdenken, aber genau das ist ja auch der Vorteil. Man verlässt sich nicht au Automatisierungen im Programm wo man nur hoffen kann dass sie passen.
Ich möchte es wirklich nicht mehr missen.
Hier zielt das 3D-System nur auf die Zeichnungserstellung der Verlegezeichnung.
Ja, es geht letztlich nur um die Zeichnung. Aber auch die entsteht leichter aus einem 3D-Modell. Ich verlege die Eisen im Bauteil ohne Rücksicht auf die Darstellung auf dem Plan. Das kommt später und kann variiert werden.
Man konzentriert sich also vorrangig auf die Eisenverlegung und nicht auf die Plandarstellung. Desweiteren ist ja ein Stahlgeflecht eines Balkens oder einer Stütze auch ein dreidimensionales Gebilde. Wenn es dann noch zu Durchdringungen von anderen Bauteilen kommt, so werden die in der Darstellung gerne unterschlagen wenn die Bauteile konservativ jeweils einzeln erarbeitet werden.
Wenn ich z.B. eine Gründungsplatte auf Balkenrost mit Pfählen habe, dann kommt in den Kreuzungspunkten schon mal einiges an Eisen zusammen. Per 3D sehe ich es auf einen Blick.
Der Mehraufwand für die 3D-Erstellung ist sehr gering, wenn man alles von vorne herein konsequent aufzieht und real niveaubezogen arbeitet. Also Platte in Draufsicht zeichnen, Niveau der Unterkante angeben und Dicke. Die Balken sind auch ratzfatz drunter gebaut und Löcher auch geschaffen.
Man muss natürlich mitdenken, aber genau das ist ja auch der Vorteil. Man verlässt sich nicht au Automatisierungen im Programm wo man nur hoffen kann dass sie passen.
Ich möchte es wirklich nicht mehr missen.
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- Grobijani72
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Re: Aw: Wer von euch plant Bewehrung mit 3D-Software
23 Mai 2012 17:14
Wir zeichen 3D-Bewehrung mit Tekla Structures! Allen Unkenrufen zum Trotz: funktioniert super!
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