Ringanker
- markus
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Re: Aw: Ringanker
29 März 2012 18:44
da steht was, was ich im kontext semantisch zu deuten vermag -
ohne rosinenpickerei, ohne kieselpickerei.
ohne rosinenpickerei, ohne kieselpickerei.
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
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- prostab
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Re: Aw: Ringanker
29 März 2012 18:49 - 29 März 2012 19:22
lehmannNRW schrieb:
Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann man auch über den Halbsatz der Norm
"... oder auf andere Weise .." diskutieren.
Eine Lage Dachpappe ist jedenfalls noch keine Gleitschicht.
Ist keine Gleitschicht vorhanden, braucht man auch keinen Ringbalken sollte ich noch nachtragen.
Gruß
E.S.
Ist wischen Decke und Wand eine (echte) Gleitschicht vorhanden oder nicht?Wände: 17,5 KS
Stahlbetondecke, vierseitig gelagert.
Einfahrtöffnung: ca. 4,5m
Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann man auch über den Halbsatz der Norm
"... oder auf andere Weise .." diskutieren.
Eine Lage Dachpappe ist jedenfalls noch keine Gleitschicht.
Ist keine Gleitschicht vorhanden, braucht man auch keinen Ringbalken sollte ich noch nachtragen.
Gruß
E.S.
Letzte Änderung: 29 März 2012 19:22 von prostab.
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- mmue
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Re: Aw: Ringanker
29 März 2012 19:16
Hallo,
Prostab schrieb:
So ist es. Eine frei verschiebbare Entkoppelung zwischen Mauerwerk und Stb-Dachdecke ist damit nicht gegeben. Aber es reicht i.d.R., um Windlasten von der Wand über die aussteifende Stb-Dachdecke abzuleiten. Eine Berechnung von Stb-Ringbalken auf Biegung quer zur Wandfläche ist in anbetracht der Steifigkeitsverhältnisse und der mit einer Pappe auf unebnem Grund zu erreichenden Reibbeiwerte einfach Blödsinn.
Sog. 'Gleitlager', die ihren Namen wirklich verdienen, sind jedenfalls mit Bitumenpappen nicht herzustellen. Dafür muß schon was anderes kommen. Die Industrie bietet hier Einiges. Für Garagen ist das aber weniger gedacht, denke ich.
Bei einem Ringanker unter einer Stb-Dachdecke wie hier beschrieben handelt es sich m.E. durchaus um ein sinnvolles Element, da eine Horizontalbewegung der Stb-Decke in Längsrichtung der Wand (z.B. aus Temperatur) nicht gleich zur Rißbildung im darunter liegenden Mauerwerk führt. Ringanker + Pappe können die bei ungedämmten Stb-Dachdecken häufig zu beobachtenden treppenförmigen Abrisse in den Wandecken vermindern.
Über die Zuganker in den Gebäudeecken, die das Abheben der Plattenecken verhindern sollen, hatten wir neulich schon diskutiert. Die sind bei Dachdecken eher schadensträchtig, weil sie die schiebende Dachdecke erst richtig mit dem verformungsunwilligen Mauerwerk verbinden. Also die Deckenplatte lieber frei aufgelagert drillweich oder mit abhebenden Ecken rechnen. Aber das hatten wir in der Diskussion neulich alles schon.
Gruß
mmue
Prostab schrieb:
Eine Lage Dachpappe ist jedenfalls noch keine Gleitschicht.
So ist es. Eine frei verschiebbare Entkoppelung zwischen Mauerwerk und Stb-Dachdecke ist damit nicht gegeben. Aber es reicht i.d.R., um Windlasten von der Wand über die aussteifende Stb-Dachdecke abzuleiten. Eine Berechnung von Stb-Ringbalken auf Biegung quer zur Wandfläche ist in anbetracht der Steifigkeitsverhältnisse und der mit einer Pappe auf unebnem Grund zu erreichenden Reibbeiwerte einfach Blödsinn.
Sog. 'Gleitlager', die ihren Namen wirklich verdienen, sind jedenfalls mit Bitumenpappen nicht herzustellen. Dafür muß schon was anderes kommen. Die Industrie bietet hier Einiges. Für Garagen ist das aber weniger gedacht, denke ich.
Bei einem Ringanker unter einer Stb-Dachdecke wie hier beschrieben handelt es sich m.E. durchaus um ein sinnvolles Element, da eine Horizontalbewegung der Stb-Decke in Längsrichtung der Wand (z.B. aus Temperatur) nicht gleich zur Rißbildung im darunter liegenden Mauerwerk führt. Ringanker + Pappe können die bei ungedämmten Stb-Dachdecken häufig zu beobachtenden treppenförmigen Abrisse in den Wandecken vermindern.
Über die Zuganker in den Gebäudeecken, die das Abheben der Plattenecken verhindern sollen, hatten wir neulich schon diskutiert. Die sind bei Dachdecken eher schadensträchtig, weil sie die schiebende Dachdecke erst richtig mit dem verformungsunwilligen Mauerwerk verbinden. Also die Deckenplatte lieber frei aufgelagert drillweich oder mit abhebenden Ecken rechnen. Aber das hatten wir in der Diskussion neulich alles schon.
Gruß
mmue
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- lehmannNRW
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Re: Aw: Ringanker
31 März 2012 10:06
mmue schrieb:
Ein Ringanker halte nicht nur für sinnvoll sondern für zwingend erfoderlich.
Wenn keine Dämmung auf der Stahlbetondecke vorhanden ist sondern nur eine schwarze Abdichtung, dann werden die zu erwartenden Ausdehnungen, geschätzt 70 bis 80 Grad, im Sommer schon signifikant sein.
Hallo,
Bei einem Ringanker unter einer Stb-Dachdecke wie hier beschrieben handelt es sich m.E. durchaus um ein sinnvolles Element, da eine Horizontalbewegung der Stb-Decke in Längsrichtung der Wand (z.B. aus Temperatur) nicht gleich zur Rißbildung im darunter liegenden Mauerwerk führt. Ringanker + Pappe können die bei ungedämmten Stb-Dachdecken häufig zu beobachtenden treppenförmigen Abrisse in den Wandecken vermindern.
Gruß
mmue
Ein Ringanker halte nicht nur für sinnvoll sondern für zwingend erfoderlich.
Wenn keine Dämmung auf der Stahlbetondecke vorhanden ist sondern nur eine schwarze Abdichtung, dann werden die zu erwartenden Ausdehnungen, geschätzt 70 bis 80 Grad, im Sommer schon signifikant sein.
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- Wolfgang
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Re: Aw: Ringanker
31 März 2012 16:56
Also ich pflichte der Lösung von Andreas bei. Bei angenommener Deckentemperatur der schwarzen Dachdecke von 70° und weiter angenommener Temperatur des Garagenbodens von 30°(??) ergibt die Temperaturdifferenz von 40° bei 8m Länge und angenommener Höhe von 2.50m und der mittleren Wärmedehnzahl von Normalbeton von 0.011mm/mK einen Verschiebewinkel von 8.0*11*40*(10^-6)/2/2.5 = 704*10^-6 und der tolerierbare Verschiebewinkel ist überschritten. Halbiert man die Wandlänge mit fester Lagerung durch Einlage eines Gleitlagers von den Ecken her (8.00-2x2.00) wird der zulässige Verschiebewinkel von 400*10^-6 eingehalten und die Ringbalken unter der Decke wären eingespart. Allerdings ist zu fragen, ob man ein Gleitlager direkt auf Mauerwerk hinkriegt.
Anmerkung: inwieweit die angenommenen Temperaturen stimmen können weiß ich nicht. Bei etwa 6cm Dämmung werden die Deckentemperaturen (im Sommer) mit etwa 33° angegeben. Nachzulesen bei Pfefferkorn "Dachdecken und Mauerwerk".
Gruß Wolfgang
Anmerkung: inwieweit die angenommenen Temperaturen stimmen können weiß ich nicht. Bei etwa 6cm Dämmung werden die Deckentemperaturen (im Sommer) mit etwa 33° angegeben. Nachzulesen bei Pfefferkorn "Dachdecken und Mauerwerk".
Gruß Wolfgang
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- prostab
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Re: Aw: Ringanker
31 März 2012 20:12
Nun driftet die Diskussion aber ab.
Die ursprünglich gestellte Frage bezog sich auf den Abschnitt 8.2.1 der Norm.
Dabei geht es ganz klar um die Abtragung der horizontalen Lasten (Wind+V/100).
Bei einer Garage sind diese Lasten klein.
Der RA darf in der Decke liegen, er muss nicht unterhalb der Decke angeordnet werden.
Die in der Decke vorhandene Bewehrung darf angerechnet werden.
Es liegt also kein Mangel vor.
Ist eine wirkliche Gleitschicht vorhanden (keine Papplage) können
keine H-Kräfte übertragen werden, dann müssen die Wände auf eine
andere Art und Weise gehalten werden. Mit einem Ringbalken geht
das hier nicht, weil die Schlankheit des RB viel zu groß wird
800/(17.5-?) =...>>35.
Längenänderungen infolge T+S sind ein ganz anderes Thema.
Interessant ist dabei die Temperaturdifferenz zwischen
der Decke und dem Mauerwerk. In der Decke interessiert
nicht die Oberflächentemperatur, sondern die Temperatur
in der Schwerachse der Decke bei Berücksichtigung der
Verzögerungen aus den stündlichen Temperaturschwankungen.
Die von Wolfgang genannten 40° sind _vermutlich_ zu groß.
Außerdem dürfte man be +dT die Schwindverkürzungen gegenrechnen.
Aber egal, denn ein RA unter der Decke hilft auch hier nicht, weil der
die gleichen Temperaturänderungen erfährt wie das benachbarte Mauerwerk.
Werden die Dehnungsdifferenzen zu groß, hilft nur eine
nachgiebige Zwischenlage. Eine echte Gleitschicht muss/darf
das bei dieser Garage nicht sein, weil man sonst wieder beim Problem
der fehlenden Wandhalterung landet.
Ich kann jedenfalls keinen Mangel erkennen.
Mein Nachbar hat eine Garage wie die vom OP genannte; die steht schon lange
und es ist nicht die Spur eines Schadens zu sehen.
Mit Gruß
E.S.
Die ursprünglich gestellte Frage bezog sich auf den Abschnitt 8.2.1 der Norm.
Dabei geht es ganz klar um die Abtragung der horizontalen Lasten (Wind+V/100).
Bei einer Garage sind diese Lasten klein.
Der RA darf in der Decke liegen, er muss nicht unterhalb der Decke angeordnet werden.
Die in der Decke vorhandene Bewehrung darf angerechnet werden.
Es liegt also kein Mangel vor.
Ist eine wirkliche Gleitschicht vorhanden (keine Papplage) können
keine H-Kräfte übertragen werden, dann müssen die Wände auf eine
andere Art und Weise gehalten werden. Mit einem Ringbalken geht
das hier nicht, weil die Schlankheit des RB viel zu groß wird
800/(17.5-?) =...>>35.
Längenänderungen infolge T+S sind ein ganz anderes Thema.
Interessant ist dabei die Temperaturdifferenz zwischen
der Decke und dem Mauerwerk. In der Decke interessiert
nicht die Oberflächentemperatur, sondern die Temperatur
in der Schwerachse der Decke bei Berücksichtigung der
Verzögerungen aus den stündlichen Temperaturschwankungen.
Die von Wolfgang genannten 40° sind _vermutlich_ zu groß.
Außerdem dürfte man be +dT die Schwindverkürzungen gegenrechnen.
Aber egal, denn ein RA unter der Decke hilft auch hier nicht, weil der
die gleichen Temperaturänderungen erfährt wie das benachbarte Mauerwerk.
Werden die Dehnungsdifferenzen zu groß, hilft nur eine
nachgiebige Zwischenlage. Eine echte Gleitschicht muss/darf
das bei dieser Garage nicht sein, weil man sonst wieder beim Problem
der fehlenden Wandhalterung landet.
Ich kann jedenfalls keinen Mangel erkennen.
Mein Nachbar hat eine Garage wie die vom OP genannte; die steht schon lange
und es ist nicht die Spur eines Schadens zu sehen.
Mit Gruß
E.S.
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