nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?
- cebudom
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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?
17 Juli 2024 08:19 - 17 Juli 2024 08:45
Wir machen bei uns in Österreich normallerweise für BP w=0,30mm und B1 (= XC3)
Wenn etwas kritischer dann als Pseudo-WU mit w=0,25mm und B2 (dieser entspricht von Expositionsklassen, den meisten WU-Betonen ist jedoch nicht nach RiLi) --> Pseudo-WU wäre für mich zb bei Bemessungs-Wasserstand bis knapp unter/ober BP-UK / BP-OK und/oder zb Radon-Gebiet.... drüber kommt sowieso vom Planer eine "Dampfsperre" auf bituminöser Basis wegen Fußbodenaufbau... die kann man sinnvoller Planung und Ausschreibung fast kostenneutral machen.
--> Diese Lösung ist bautechnisch sehr gut, nur durch keine RiLis abgedeckt
Das wirkliche Problem ist jetzt nicht der große Mehrverbrauch bei der Bewehrung (zwischen 0,30 und 0,25 liegen ja keine Welten, zumindest nicht bei einfachen Bodenplatten), sondern "WU Beton-Standard lt. RiLi WeißeWanne" .... das hängt mit Temperature bei Produktion und Leiferung, maxiameln Tagestemeperaturen, Nachbehandlung,Lieferbarbeit und damit Kosten usw... zusammen
für einen C25/30 ist von XC2 auf B1 (XC3) sowie B2 jeweils ein paar Euro, also ca 2-3% unterschied --> Da gehen die meisten Bauherren auch mit, bei so einer Pseudo-Bodenplatte
Ein 25/30 also WU-RiLi Beton kostet schon mal um ca 20-25 Euro mehr, das sind dann schon um 15 - 20% mehr.
Wenn man aber eine Projektleitung hat die auf Bemessungswasserstand bis OK-Geländer besteht , und alles nach allen Richtlinien nachgewiesen haben will, dann muss man eine Planung liefern die dem entspricht, auch wenn technisch nicht sinnvoll.
Wenn etwas kritischer dann als Pseudo-WU mit w=0,25mm und B2 (dieser entspricht von Expositionsklassen, den meisten WU-Betonen ist jedoch nicht nach RiLi) --> Pseudo-WU wäre für mich zb bei Bemessungs-Wasserstand bis knapp unter/ober BP-UK / BP-OK und/oder zb Radon-Gebiet.... drüber kommt sowieso vom Planer eine "Dampfsperre" auf bituminöser Basis wegen Fußbodenaufbau... die kann man sinnvoller Planung und Ausschreibung fast kostenneutral machen.
--> Diese Lösung ist bautechnisch sehr gut, nur durch keine RiLis abgedeckt
Das wirkliche Problem ist jetzt nicht der große Mehrverbrauch bei der Bewehrung (zwischen 0,30 und 0,25 liegen ja keine Welten, zumindest nicht bei einfachen Bodenplatten), sondern "WU Beton-Standard lt. RiLi WeißeWanne" .... das hängt mit Temperature bei Produktion und Leiferung, maxiameln Tagestemeperaturen, Nachbehandlung,Lieferbarbeit und damit Kosten usw... zusammen
für einen C25/30 ist von XC2 auf B1 (XC3) sowie B2 jeweils ein paar Euro, also ca 2-3% unterschied --> Da gehen die meisten Bauherren auch mit, bei so einer Pseudo-Bodenplatte
Ein 25/30 also WU-RiLi Beton kostet schon mal um ca 20-25 Euro mehr, das sind dann schon um 15 - 20% mehr.
Wenn man aber eine Projektleitung hat die auf Bemessungswasserstand bis OK-Geländer besteht , und alles nach allen Richtlinien nachgewiesen haben will, dann muss man eine Planung liefern die dem entspricht, auch wenn technisch nicht sinnvoll.
Letzte Änderung: 17 Juli 2024 08:45 von cebudom.
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- statiker99
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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?
17 Juli 2024 08:59Genau das ist der Punkt.Wenn man aber eine Projektleitung hat die auf Bemessungswasserstand bis OK-Geländer besteht , .....
In vielen Fällen hilft Kommunikation, hinterfragen, auf Konsequenzen hinweisen, ist zumindest meine Erfahrung.
Bei kleineren BV sicher nicht immer ganz einfach, ist aber auch nicht mein Erfahrungsbereich.
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- ql2/99
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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?
17 Juli 2024 10:34
Ist nicht einfach - richtig, aber die Bauherren sind eigentlich immer extrem dankbar - die unfähigen Objektplaner eher nicht...
Die Leute geben soviel Geld aus, ich finde da sollte man Zumindest die Konsequenzen einer weißen Wanne kennen.
Beste Grüße
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Beste Grüße
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- DeO
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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?
17 Juli 2024 11:37Bei kleineren BV sicher nicht immer ganz einfach, ist aber auch nicht mein Erfahrungsbereich.
Bei kleinen Bauwerken ist diese WU-Rakete auch schlecht vermittelbar. Besonders wenn in sehr enger Nachbarschaft 60 Jahre alte Häuser mit MW-Keller stehen, ohne das die irgendwie Feuchteprobleme hätten. Dann wird es ganz schwierig damit die große Rili-Aufrisse fachgerecht glaubwürdig dazustellen. Da hilft dann nur noch der Verweis auf die juristische Seite und das wiederum ist ja stets das blanke Eingeständnis, dass es keine Sachargumente gibt.
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- markus
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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?
17 Juli 2024 13:06
Vielleicht sind meine kleinen BV nicht so aussagekräftig - jedenfalls werden auch die überwiegend von vernünftigen Architekten geplant, die vernünftige Baugrundler beiziehen. Da auch Architekten, egal wie kompliziert und teuer die kleinen Bauten letztlich werden, im Baukostenhandling gefordert sind, ist dort auch kein Bestreben nach Stahlgräbern zu sehen. Wenn die undichte Nachbarbebauung trocken ist, stellt sich zuerst die Frage nach der Qualität des BGGA - danach, welche Aufklärungsschiene man ggü dem Bauherrn fährt. Dafür braucht man keine Juristen - die braucht man (vielleicht), wenn Planungsdefizite offenkundig werden.
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
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- DeO
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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?
17 Juli 2024 13:39die vernünftige Baugrundler beiziehen.
auch die beschreiben schon mal "temporär ansteigendes Oberflächenwasser", was zusammen mit der neuen Abdichtungsnorm zu gewissen Nervositäten führt.
Wenn die undichte Nachbarbebauung trocken ist, stellt sich zuerst die Frage nach der Qualität des BGGA - danach, welche Aufklärungsschiene man ggü dem Bauherrn fährt. Dafür braucht man keine Juristen - die braucht man (vielleicht), wenn Planungsdefizite offenkundig werden.
es wurde geschrieben, dass mangels Sachargumenten der Hinweis auf die moderne Vorschriftenlage angeführt werden kann. Quasi als ultima ratio. Die Juristen selbst sind damit noch lange nicht auf dem Hof. (nur wer den Startschuss für den Overkill züdet, haben wir immer noch nicht klären können)
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