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nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?

nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?

15 Juli 2024 13:33
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Guten Tag liebe Kollegen,
ich habe viele Beiträge über Bodenplatten und Rissbreitenbewehrung etc. gefunden, aber möchte zu einem konkreten Thema nochmal die Meinung anderer Hören. Die meisten der uns vorliegenden Bodengutachten geben den Bemessungswasserstand mit OK Gelände an.
Bedeutet auch nicht unterkellerte Bodenplatten könnten theoretisch unter (leicht drückendem) Wasser stehen.
In der WU-RiLi ist eigentlich nur von Untergeschossen die Rede. Aber ordnet ihr bei solchen Bodenplatten WU-Beton (oder Frischbetonverbundfolie) an ?
Wirtschaftlicher wäre die Einordnung in Expositionsklasse XC2, Rissbreite 0,3mm und fertig.
Klar, oben wird abgedichtet und so könnte kein Sickerwasser den Fußbodenaufbau schaden, doch wie sieht es dann mit aufgehenden Stahlbetonwänden aus?

Gerne auch mit konkreten Hinweisen (Normen / Literatur), wo eine Einordnung zu finden ist.
Freundliche Grüße

 

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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?

15 Juli 2024 16:11
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"Gerne auch mit konkreten Hinweisen (Normen / Literatur), wo eine Einordnung zu finden ist."

meines Wissens
- die Wassereinwirkungsklasse legt der Gutachter fest
- die Abdichtungsmaßnahme (schwarz / braun / weiß)  legt der Objektplaner fest
Folgende Benutzer bedankten sich: markus

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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?

15 Juli 2024 16:41
#
Hallo,
Die meisten der uns vorliegenden Bodengutachten geben den Bemessungswasserstand mit OK Gelände an.
Bedeutet auch nicht unterkellerte Bodenplatten könnten theoretisch unter (leicht drückendem) Wasser stehen.
Spitzfindig gesehen, ja. Wenn OKFF nur sehr wenig über OK. Gelände liegt und wenn man einen Wasserstand minimal über UK. Sohlplatte als 'drückendes Wasser' tituliert. Ich weiß, der Jurist sieht das so. Es ist aber trotzdem ingenieurmäßig gesehen wie mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Wirtschaftlicher wäre die Einordnung in Expositionsklasse XC2, Rissbreite 0,3mm und fertig.
So sehe ich das auch.
doch wie sieht es dann mit aufgehenden Stahlbetonwänden aus?
Flüssigabdichtung auf mineralischer Basis (z.B. Aquafin).

Gruß
mmue
 

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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?

16 Juli 2024 06:03
#
"Gerne auch mit konkreten Hinweisen (Normen / Literatur), wo eine Einordnung zu finden ist."

meines Wissens
- die Wassereinwirkungsklasse legt der Gutachter fest
- die Abdichtungsmaßnahme (schwarz / braun / weiß)  legt der Objektplaner fest
 

Ja, in der Checkliste der WU-Rili (Zeile 1: Bedarfsklärung) steht es so. Nur damit die zieht, muss jemand schon WU vorgeschrieben haben.
Wer macht das, wo steht das?
 
Folgende Benutzer bedankten sich: markus

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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?

16 Juli 2024 07:28
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Wer macht das, wo steht das?

 
Der Objektplaner natürlich! Immer uns stets! Versorgt mit ausreichend Kompetenzen!

Das sieht dann ungefähr so aus: "Weiße Wanne nach Statik" :D

 
Folgende Benutzer bedankten sich: DeO, statiker99

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Re: nicht unterkellerte Bodenplatte - WU oder nicht ?

16 Juli 2024 08:19 - 16 Juli 2024 08:20
#
/ot:
kennt wer den Aufsatz "wu-Konstruktionen im Zerrbild der Juristerei"?
Der erst Teil ".. - eine Chronologie" würde mir schon reichen.
Falls jemand Zugriff hat?

Erscheinen wird das in B+StbBau 2032-02 und 2032-03.
ot/

OK, jetzt im Ernst. Ich greife eine Randbedingung raus: den (angeblichen) Wasserstand. Die Angabe "Wasser bis GOK" kann richtig sein, ich habe vielfach anderes erlebt, entweder (und in den Fällen gab´s sogar Brunnen und Messungen) viel tiefer oder (bei Gebäude in Muldenlage) waren ganz andere Probleme zu thematisieren. Wenn das Wasser dauerhaft tiefer ansteht und nur eine Angstbemessung für einen vielleicht sogar hypothetischen Fall erfolgen würde, wäre die Festlegung zulässiger Trennrissbreiten nicht zielführend, weil Risse in der meist trockenen Bodenplatte keine Selbstheilung kennen. Daraus abgeleitet die Frage und die Aufklärung an den Objektplaner, wie zu planen ist.

Meist schmerzarmes Prozedere, wenn "Weiße Wanne nach Statik" gewünscht wird: Checkliste (s. DeO) an den OP schicken. Der wird dann möglicherweise auf 0,3mm+Abdichtung umschwenken.

Da auch nach FBV gefragt wurde: FBV ist nicht aRdT als Abdichtung (Aachen, BauSV-Tage 2017)

Bellestristik zur Chronologie: früher (c) konnte man ziemlich problemlos einigermaßen vernünftig (Lit/Sem: Ebeling, früher Pfefferkorn oder Lohmeyer) geplante Bopl ohne zu große Überschussbewehrung ausführen lassen, gute Konstruktionen und Betontechnologie vorausgesetzt. BU (entweder kompetenzbefreit oder mit fitter juristischer Beratung) machen das heute noch, so lassen sich Nachträge generieren. Als Planer sollte man bei allem jenseits des geplant feuchten Kartoffelkellers auf der Hut sein.
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
Letzte Änderung: 16 Juli 2024 08:20 von markus.
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