Attika in Mauerwerksbauweise
- mstockm
-
Autor
- Offline
- Beiträge: 37
Attika in Mauerwerksbauweise
22 März 2022 12:32
Hallo zusammen!
Ich wollte mal die Meinung zur Ausbildung der Attika in Mauerwerk einholen.
Randbedingungen: Mehrfamilienhaus, Dachdecke Höhe ca. 20m ü. GOK. Architekt/AN bestehen auf MW-Attika.
(Bei MfH) hat sich mir die Frage nie gestellt, da die Attika schon von vornherein in Stahlbeton geplatwar seitens Architekt.
Grundsätzlich bin ich kein Freund von der Vorstellung, da oben auf Biegung/Zug beanspruchte "lose aufgemauerte" Steine am Deckenrand zu haben. Ich will mich aber dem ganzen nicht verwehren, und habe daher recherchiert, ob es Lösungen gibt.
Ytong selber gibt als Lösung für Deutschland Schalungssteine vor (U-Schalen und die Schalungssteine mit kreisrundem Loch).
Für Österreich gibt der Hersteller auch 2 Lösungen (könnte man ja äquivalent für Dtl. nachweisen):
1) Eingeklebter Bolzen im Abstand X (ich denke für Bogentragwirkung im dazwischenliegenden Mauerwerk) und
2) Lagesicherung mit an der Decke angefübelten Blechwinkeln.
D.h. nicht mal der MW-Hersteller hat eine Lösung in der Schublade, mit der eine Attika in reiner MW-Lösung (bei gängiger Windbeanspruchung) funktioniert.
Habt ihr hier Erfahrungen, gibts evtl. eine (wirtschaftliche) Idee, wie das in MW ausgeführt werden kannß
Danke schonmal und
VG
Max
Ich wollte mal die Meinung zur Ausbildung der Attika in Mauerwerk einholen.
Randbedingungen: Mehrfamilienhaus, Dachdecke Höhe ca. 20m ü. GOK. Architekt/AN bestehen auf MW-Attika.
(Bei MfH) hat sich mir die Frage nie gestellt, da die Attika schon von vornherein in Stahlbeton geplatwar seitens Architekt.
Grundsätzlich bin ich kein Freund von der Vorstellung, da oben auf Biegung/Zug beanspruchte "lose aufgemauerte" Steine am Deckenrand zu haben. Ich will mich aber dem ganzen nicht verwehren, und habe daher recherchiert, ob es Lösungen gibt.
Ytong selber gibt als Lösung für Deutschland Schalungssteine vor (U-Schalen und die Schalungssteine mit kreisrundem Loch).
Für Österreich gibt der Hersteller auch 2 Lösungen (könnte man ja äquivalent für Dtl. nachweisen):
1) Eingeklebter Bolzen im Abstand X (ich denke für Bogentragwirkung im dazwischenliegenden Mauerwerk) und
2) Lagesicherung mit an der Decke angefübelten Blechwinkeln.
D.h. nicht mal der MW-Hersteller hat eine Lösung in der Schublade, mit der eine Attika in reiner MW-Lösung (bei gängiger Windbeanspruchung) funktioniert.
Habt ihr hier Erfahrungen, gibts evtl. eine (wirtschaftliche) Idee, wie das in MW ausgeführt werden kannß
Danke schonmal und
VG
Max
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- IB Herzogenaurach
-
- Offline
- Beiträge: 495
Re: Attika in Mauerwerksbauweise
22 März 2022 14:06 - 22 März 2022 14:10
Ich würde diese in Mauer in einen Ringanker einpacken.
Querschnitt Ringanker mindestens 20/20cm.
Querschnitt Ringanker mindestens 20/20cm.
Letzte Änderung: 22 März 2022 14:10 von IB Herzogenaurach.
Folgende Benutzer bedankten sich: mstockm
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- mstockm
-
Autor
- Offline
- Beiträge: 37
Re: Attika in Mauerwerksbauweise
22 März 2022 14:46
Ja da gehe ich mit, das wäre dann bspw. einen Steinreihe Mauerwerk und darauf eine U-Schale mit Ringanker. Ergibt eine Attika h~50cm.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- DeO
-
- Offline
- Beiträge: 2629
Re: Attika in Mauerwerksbauweise
22 März 2022 15:48
und dann noch alle paar Meter eine kleine Stb-"Stütze" bis in Decke und alles ist gut.
MW, egal mit oder ohne RA, ist ohne Auflast ja immer so eine Sache. Attika sind üblicherweise eingepackt, MW also unsichtbar, dennoch rissempfänglich. Mit der Verbindung zur Decke wird eine kraftschlüssige Anbindung erwirkt und nicht legomäßig Steine nur aufeinander gestapelt und auf die Schwerkraft gehofft. So zumindest wird es hier gehandhabt, ohne zu murren.
MW, egal mit oder ohne RA, ist ohne Auflast ja immer so eine Sache. Attika sind üblicherweise eingepackt, MW also unsichtbar, dennoch rissempfänglich. Mit der Verbindung zur Decke wird eine kraftschlüssige Anbindung erwirkt und nicht legomäßig Steine nur aufeinander gestapelt und auf die Schwerkraft gehofft. So zumindest wird es hier gehandhabt, ohne zu murren.
Folgende Benutzer bedankten sich: mstockm, C30/37
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- ba
-
- Offline
- Beiträge: 608
Re: Attika in Mauerwerksbauweise
22 März 2022 17:17und dann noch alle paar Meter eine kleine Stb-"Stütze" bis in Decke und alles ist gut.
MW, egal mit oder ohne RA, ist ohne Auflast ja immer so eine Sache. Attika sind üblicherweise eingepackt, MW also unsichtbar, dennoch rissempfänglich. Mit der Verbindung zur Decke wird eine kraftschlüssige Anbindung erwirkt und nicht legomäßig Steine nur aufeinander gestapelt und auf die Schwerkraft gehofft. So zumindest wird es hier gehandhabt, ohne zu murren.
da muss ich sagen DOCH
Kippnachweis der Attika über Eigengewicht und Windmoment
meist mit ausbetonierten U-Schalen als oberer Abschluss wegen dem Gewicht (bei PP-MW),
kann dann auch mal eine 36,5 cm dicke Attika werden - na und!
bis jetzt keine Schäden (hier in Brandenburg) bekannt
natürlich sollte die Länge der Attika ein bisschen im Auge behalten werden und ggf. eine vertikale Fuge angeordnet werden
hab aber natürlich auch schon bei einer 1m hohen Attika den oberen Ringbalken (U-Schale) mit kleinen Kragstützen (in vertikale U-Schale betoniert) in die Dachdecke verankert, die Stützen dann aber in großzügigem Abstand angeordnet!
ba.
In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr als in einer übertrieben genauen Rechnung.[Gauß]
Folgende Benutzer bedankten sich: mstockm
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- DeO
-
- Offline
- Beiträge: 2629
Re: Attika in Mauerwerksbauweise
22 März 2022 18:16
Hier hat schon ein Prüfer grün Anschlüsse reingemalt.
Stichwort "Druck- und zugfeste Verbindungen"
Stichwort "Druck- und zugfeste Verbindungen"
Folgende Benutzer bedankten sich: mstockm
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

