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THEMA: Brandschutz im Massivholzbau

Brandschutz im Massivholzbau 26 Sep 2019 09:06 #65949

  • ThomasS
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..ich möchte dem Bauherren/Architekten ungern ein anderes
Büro für Tragwerksplanung vorschlagen und damit den Auftrag zurückgeben. :(
Verständlich oder?
Es geht darum, dass ich das auch können möchte.. :laugh:
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Brandschutz im Massivholzbau 26 Sep 2019 09:12 #65950

  • We-Ing
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Ich glaube das hat hierr auch keiner Vorgeschlagen :P!
Aber ein Gebäude der Gebäudeklasse 5 braucht ein objektbezogenes Brandschutzkonzept, welches Anforderungen und Randbedingungen festlegt.

z.B. muss eine nichttragende Holzfassade als raumabschließendes Bauteil feuerhemmend ausgeführt werden und aus schwer entflammbaren Baustoffen bestehen (was sich ggf. ausschließt). Für solche Punkte wird ggf. ein zusätzlicher Fachplaner, der objektspezifische Bauarten entwickelt, als Ergänzung eingeschalten. Du als TWP kannst erstmal keine mangelfreie Leistung abliefern, sofern die rechtlichen Randbedingungen und die Konstruktionsrandbedingugnen nicht klar sind. Der erste Punkt ist schonmal, dass feuerbeständig bedeutet, dass das Tragwerk im wesentlichen aus nichtbrennbaren Baustoffen (F90-AB) besteht. Holz ist brennbar und damit F90-B und damit nicht gleich mit feuerbeständig zu setzen.
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Brandschutz im Massivholzbau 26 Sep 2019 09:27 #65951

  • ThomasS
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..der Architekt und der Bauherr gehen das ganze etwas hemdsärmlig an.
Eingabeplan gezeichnet, Baugenehmigung erwirkt und den Rest soll ich jetzt machen.
Es hat schon gedauert bis ich einen Bodengutachter ins Spiel bringen konnte,
für Bauteiluntersuchungen schickte der Bauherr 2 Arbeiter mit nem Hammer in den Keller
und meinte ich solle denen sagen wo sie mal eben etwas stemmen können.
Selbstredend gibt es außer einem Fundamentplan keinerlei statische Unterlagen.
Dass ich einen Brandschutzgutachter brauche ist mir jetzt klar.
Außerdem einen Bauphysiker, da ich mit 35 cm Deckendicke wie vom Architekten gezeichnet
wohl nicht hinkomme (ca. 22cm Holzdicke bei 5,4m Spannweite).
Normal müsste man bei diesen Randbedingungen davonlaufen, aber mich interessiert das Thema.
Ihr habt mir auf jeden Fall fürs erste weitergeholfen.

Grüße
Thomas.
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Brandschutz im Massivholzbau 26 Sep 2019 09:38 #65952

  • FischerH
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nein, Du sollst natürlich die TWP machen.
Aber das ist vom Brandschutz ein sehr komplexes Thema!
Prof. Winter und sein Team hat da über Jahre viel
entwickelt (und sicher einiges an Lehrgeld gezahlt)
Sehr viel in der Literatur war vor einigen Jahren das
Pilotprojekt "8-Geschoss in Bad Aibling. z.B.
www.forum-holzbau.com/pdf/fbc12_eitner.pdf

Das Büro übernimmt ja auch "nur" Brandschutz.
Selber lernen ist besser, aber halt auch zeitintensiv.

PS: Ich hab nichts mit dem Büro "bauart" zu tun, es gibt sicher
auch andere Büros.... (oder eben "selber")
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Brandschutz im Massivholzbau 26 Sep 2019 09:46 #65953

  • Sebastian Fellner
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1. Schallschutz muss bei mehreren Nutzern auch noch beachtet werden.
2. Zuerst die vorh. Fundamente überprüfen und Aussteifung für das Gesamtgebäude beachten. Dafür ist ein Lastansatz erforderlich, der auf der sicheren Seite liegt (Brandschutz, Schallschutz).
Das ist bei einer Aufstockung von 5 auf 7 Stockwerke (Oder?) nicht ohne.

Ohne weitere Fachplaner musst du selbst viel in Vorleistung gehen, ob das sinnvoll ist...
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Brandschutz im Massivholzbau 26 Sep 2019 11:05 #65954

  • Sebastian Fellner
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PS:
- Kosten+Zeit für Laboruntersuchungen Bestandsgebäude einplanen
- Fundamente mit Schürfen bestimmen, evtl. Radar und dgl. Kommt auf die Ausnutzung an.
- mit Prüfer abstimmen, evtl. Machbarkeitsstudie machen
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