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THEMA: Rissbreitennachweis allgemein - Verlegungsrichtung

Rissbreitennachweis allgemein - Verlegungsrichtung 22 Aug 2019 11:30 #65634

  • statiker99
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galopp123 schrieb:
@Statiker99:

Trennen wir uns mal gedanklich von der Situation Bodenplatte. Da gäbe es ja sowieso eine konstante Reibung (entweder direkt auf der Sauberkeitsschicht oder über Folie oder oder). Bei der Deckenplatte die auf einem Stahlbau aufliegt und konstruktiv über Kopfbolzendübel verbunden ist, gibt es im Grunde eine Festhaltung.

dann machen Sie mal :laugh:
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Rissbreitennachweis allgemein - Verlegungsrichtung 22 Aug 2019 11:57 #65635

  • mmue
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Hallo Galopp,
Es ist aber ja nicht so, dass ich in die Querrichtung der einachsig gespannten Decke eine Druckzone unterstellen kann.
Natürlich nicht, ich dachte da eher an die Oberseite deiner 1Feldplatte.

Aber bei XC1 und zul w = 0.4 mm dürften wir nicht über allzuviel Bewehrung reden (wenn überhaupt).

Außerdem: Wie soll die Stb-Decke denn hergestellt werden? Oft wird die Platte als sog. Filigrandecke (Fertigteil + Ortbeton) erstellt. Wenn sich der Ortbeton zusammenzieht (Hydratation + Schwinden), dann erhält die vorgefertigte Plattenunterseite Druck. Also gar nicht so schlecht (wenngleich die Lastspannungen in Hauptrichtung dafür sorgen, daß dort im Resultat eher Zug auftritt).

Aber warum Kopfbolzendübel? Soll das ein Verbundtragwerk sein?

Gruß
mmue
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Rissbreitennachweis allgemein - Verlegungsrichtung 22 Aug 2019 12:00 #65636

  • galopp123
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der Antwort nach zu urteilen, würden Sie es also nicht tun, nehme ich an. Gehe ich richtig in der Annahme, dass sie beurteilen, dass die Kopfbolzen die H-Kraft nicht aufnehmen würden/können?

Im vorliegenden Bsp. habe ich sogar keine Kopfbolzen vorliegen, sondern auf den Stahlträgern des Bestands sind in regelmäßigen Abständen kleine Untersützungen (stehende HEA-Profile) als Aufständerungen angeschweißt. Auf den Obergurten der Träger werden nun in einem Zuge mit der Betondecke "Auflagerbänke" betoniert, d.h. bis Oberkante dieser Aufständerungen wird über die gesamte Trägerlänge und über die Trägerbreite (30cm) Beton eingebracht. D.h. der Stahlbau ist über diese Aufständerungen mit der Betondecke verbunden. Denke da lässt sich der Ansatz bringen oder nicht?
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Rissbreitennachweis allgemein - Verlegungsrichtung 22 Aug 2019 12:09 #65637

  • galopp123
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Die Platte ist in dem Fall 60cm stark. Das ist die Gesamtdicke. Aufbau ist 10cm Trapezblechschale und 50cm Beton darauf, also 50cm sind statisch tragende Betondecke. Bei C35/45 und 0,4mm ergibt sich hier schon 32cm² für den Gesamtquerschnitt. Gemäß Berechnung mit mb ergibt sich hieraus eine erf. Bewehrung von Durchmesser 16 alle 12,5cm oben und unten.
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Rissbreitennachweis allgemein - Verlegungsrichtung 22 Aug 2019 12:25 #65638

  • mmue
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Hallo,

da tun sich ja div. Fragestellungen auf.

a) 50 cm dicke Platte bei 7 m Spannweite? Was steht denn da drauf? Für die Bewehrung in Tragrichtung hast du ja H= 60 cm. Eine solche Plattendicke würde man noch nicht mal bei einer Einfeldbrücke (!) und einem 60 to. Fahrzeug drauf machen.

b) Warum C35/45 bei XC1? Was spielt da eine Rolle, was wir nicht wissen?

d) Trapezbleche als verlorene Schalung? Wie rechnest du die denn im Bauzustand bei rd. 0.55 * 26 = 14.3 kN/m2 + Verkehrslast aus Betoniervorgang? Welche Abstände hast du denn bei den Montageunterstützungen des Trapezblechs? Beulen des Blechs infolge Frischbeton schon nachgewiesen? Ist da nicht die Sinnhaftigkeit der gesamten Konstruktion in Frage zu stellen?

e) Bei unterseitig sichtbarem Trapezblech mußt du dir doch bei XC1 überhaupt keine Gedanken zur unterseitig sichtbaren Rissen machen. Warum?

Fazit: Die Konstruktion (soweit hier beschrieben) ist grundsätzlich zu hinterfragen.

Gruß
mmue
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Rissbreitennachweis allgemein - Verlegungsrichtung 22 Aug 2019 12:38 #65639

  • ba
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hier kann doch etwas nicht stimmen
10 cm hohes Trapezblech mit weiteren 50 cm Aufbeton?????
inkl. der Sicken ca. g = 13,8 kN/m² (Frischbetonlast)

unabhängig davon klingt das sehr nach einer Additiv Decke,

außerdem für spezielle Baukörper (große Deckendicke) sind wesentlich detailliertere Betrachtungen (Erfassung der Zwänge) notwendig!

ba.



Ergänzung: den Ausführungen des Kollegen mmue ist nichts hinzu zu fügen
In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr als in einer übertrieben genauen Rechnung.[Gauß]
Letzte Änderung: 22 Aug 2019 12:40 von ba.
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