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THEMA: Zulagebewehrung nicht kleiner zwei Stabdurchmesser

Zulagebewehrung nicht kleiner zwei Stabdurchmesser 17 Jul 2019 14:46 #65370

  • Havelman
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Hallo zusammen,

ich habe eine Platte, bei der ich 14/15 Längsbewehrung anordne. In einem Abschnitt benötige ich eine kleine Zulage, für die 8/15 längs ausreichen würde.
Nun wurde mir gesagt, dass die Zulagebewehrung nicht kleiner als zwei Stabdurchmesser der Hauptbewehrung sein sollte, d.h. 10/15.
Ich habe so etwas noch nie gehört. Kennt hier jemand diese Regel und kann mir a) sagen, wo ich die finde (Norm, Empfehlung, Literatur, ... etc.) und vielleicht b) welchen Hintergrund diese Regel hat?
Letzte Änderung: 17 Jul 2019 14:46 von Havelman.
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Zulagebewehrung nicht kleiner zwei Stabdurchmesser 17 Jul 2019 15:26 #65371

  • galapeter97
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Hallo,
ich bin sicher, dass wir die du 14 in diesem Bereich
einfach(ja) mit geringerem Abstand verlegt hätten.
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Zulagebewehrung nicht kleiner zwei Stabdurchmesser 17 Jul 2019 15:41 #65372

  • Havelman
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Ja, das ist mir schon klar, dass man das machen kann. Oder eben bei dem kleinen Abschnitt ein paar Eisen Durchmesser 10 zulegen.
Mir ging es jetzt nicht um das Projekt, sondern eher um die Frage, was das für eine Regel sein soll und wo ich die finde. Oder ob das nur irgendeiner mal gesagt hat und dieser Satz in den Köpfen rumspukt.
Letzte Änderung: 17 Jul 2019 15:44 von Havelman.
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Zulagebewehrung nicht kleiner zwei Stabdurchmesser 17 Jul 2019 15:45 #65373

  • ba
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diese Regel habe ich auch schon hin und wieder gehört,
hat ihren Sinn bei z.B. Grundbew. d25 keine d8 als Zulage zu verwenden

in deinem fall sehe ich das aber nicht so eng,
wenn gewollt könntest du aber auch Zul. d12/30 statt d8/15 verlegen

ba.
In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr als in einer übertrieben genauen Rechnung.[Gauß]
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Zulagebewehrung nicht kleiner zwei Stabdurchmesser 18 Jul 2019 09:42 #65378

  • Havelman
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Ja, das kann ich bei richtig krassen Durchmesserunterschieden ja sogar nachvollziehen. Aber mir ist da jetzt keine Abgrenzung bekannt wie "nicht über zwei Durchmesserstufen Unterschied". Daher hat es mich mal interessiert. Aber Sie scheinen jetzt auch keinen Passus oder Ähnliches zu kennen, oder?

Mir mangelt es nicht an Lösungsideen für das Problem. Mich hat die Regel selbst interessiert. Allerdings, wenn Sie jetzt schon den Vorschlag mit Ø12/30machen: muss man für die Zulagebewehrung die maximalen Verlegeabstände smax,labs = 250mm einhalten? Hier hätte ich gesagt, dass die durch die Hauptbewehrung im 15cm-Raster ja schon eingehalten ist. Aber wäre das zu beachten?
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Zulagebewehrung nicht kleiner zwei Stabdurchmesser 18 Jul 2019 12:28 #65381

  • ba
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...
nur so aus dem Bauch heraus, wenn die Zulage weniger als ca. 50% der Grundbew. ausmacht, ist mir persönlich der Stababstand der Zulagen egal.
Wenn z.B. an meiner unteren Grundbew. d14/15 lokal 1 cm²/m fehlt, dann hätte ich auch kein Problem Zul. d10/50 zu verlegen. Für die obere Bew. kann man ja so etwas ggf. mit Momentenausrundung, Anschnittsmoment, Momentenumlagerung weg argumentieren.

zurück zur Frage, in LEONHARDT Teil 3 Bewehren (Seite 23) wird etwas zum Hintergrund der Stababstände gesagt

>>3.4 Wahl der Stabdurchmesser und Stababstande
Bei den hohen Stahlspannungen, die bei Ausnutzung der Betonstahle B St III
und B St IV in Zugzonen entstehen, mussen die Stabdurchmesser (bar sizes)
so gewahlt werden, da13
1. durch die Verbundwirkung keine zu hohen Spaltspannungen entstehen,
2. die Ri13breiten auf das zulassige Ma13 beschrankt werden.
Deshalb sind die maximalen Stabdurehmesser in DIN 1045 mit z. B. 28 mm
bei B St III und 16 mm bei B St IV begrenzt, was fUr Zugstabe sinnvoll ist.
In dUnnwandigen Bauteilen sollten die Stabe mit ~
~
0,12 d gewiihlt werden
(d = Dicke des Bauteiles). In gro13en Druckgliedern k6nnen Stabe mit
~ > 28 bis etwa 40 mm zweekma13ig sein.
Grundsatzlich werden die Ri13abstande und Ri13breiten umso kleiner, je
kleiner die Stababstande (bar spacing) und Stabdurchmesser sind. Sicht-
bare Risse werden am besten vermieden mit Stiiben ~ 5 bis 10 mm in Ab-
standen von 5 bis 10 cm, wenn keine dickeren Stabe zur Aufnahme der
Lasten n6tig sind.<<

>>Die gr6J3ten Stababstande sollten in Zugzonen in der Regel 20 bis 30 cm,
in Druckzonen (fUr Stabe in Druckrichtung) 30 bis 40 cm nicht uberschrei-
ten. Die kleineren MaJ3e gelten fUr Bauwerke im Freien oder bei Korro-
sionsgefahr.<<


ba.
In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr als in einer übertrieben genauen Rechnung.[Gauß]
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