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THEMA: Hilfe beim selbsterstellten Statikprogramm

Hilfe beim selbsterstellten Statikprogramm 24 Jul 2020 06:42 #68168

  • DeO
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statiker99 schrieb:
"...und dann muss nicht jeder seine eigenen Nachweise in Excel programmieren..."

na ja, ich bin ein großer Fan vom "selbst gemachten EXCEL" :)

Dadurch war ich gezwungen micht mit den jeweiligen Themen im Detail
zu beschäftigen und nicht blind den mitunter fehlerhaften Nachweisen
der Standardhersteller zu beschäftigen (war verstärkt ein Thema bei der Umstellung
der Normen).

Fremden EXCEL - Dateien traue ich erst mal nur bedingt, den eigenen teilweise :)

letztlich hat man ja noch seine Erfahrung ("kann das passen?")
Aber Excel ist schon toll. Ich habe mir ein programminternes "Excel" zugelegt.
Damit kann ich Daten aus regulären Programmodulen ziehen, per "Excel" bearbeiten und machen und tun und diese wiederum in reguläre Programmodule zurückgeben. Sei es, dass man Auflagerkräfte zieht und Damit was auch immer macht, oder aber das man Geometrien zieht, diese bearbeitet und an andere Module gibt oder Lastaufteilungen durchführt und weiterreicht.

Das ist aber alles im Programmsystem enthalten und echtes Excel importieren geht leider nicht. Dafür sind etliche statische Grundfunktionieren (Betonbemessung, Erddruck, statische Werte, Materialkennwerte...) schon als Variablen enthalten.

Die Bedienung ist teilweise ... naja.

Macht er dennoch Spaß, weil man eben keine Insellösungen baut, sondern etwas was sich ins System einpasst.
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Hilfe beim selbsterstellten Statikprogramm 05 Aug 2020 11:27 #68306

  • BerndHahnebach
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Ich wäre jetzt mal grundsätzlich nicht skeptisch gegenüber einem OpenSource statik tool. Es braucht halt entweder eine Community oder eine Firma oder eine Institution, die das tool pflegt und weiterentwickelt. Dann funktioniert OpenSource auch.

Python ist eine sehr sehr einfach zu erlernende Programmiersprache.

Im Bereich statische Nachweise sehe ich aktuell nur die Comunity. Im Bereich FEM gibt es duzende OpenSource solver. Die meisten sogar besser als zehntausende euronen teure FEM programme. Problem bei den OpenSource solvern ist Pre-/ und Postprocessing. Für letzteres gibt es Paraview. Bleibt noch das Preprocessing. Da gibt es nicht viel. Wer doch Interesse hat sollte ein Blick auf FreeCAD werfen. In Bezug auf modellierung is es sehr sehr gut. Im 3D solid FEM auch. Heisst für Detailnachweise, auch gern nicht linear bestens geeignet. Aber für gesamte Gebäude wird es schwierig. Der 2D und 1D support ist nur eingeschränkt.

Achse BIM-Modelle kann man mit FreeCAD auch sehr gut erstellen. IFC importieren und exportieren. Sogar hochgradig parametrisierend mit constraintsolver (Sketcher) und vollständig mit Python programmierbar. Da können Allplan, ArchiCAD, Revit und co eine Scheibe abschneiden. Leider ist das Erstellen von Plänen aus den Modellen nicht sehr robust und kompfortabel. Auch bei Projekten mit mehreren zehntausen Objekten geht die Performance in die Knie. Darauf ist FreeCAD aktuell nicht optimiert.

gruss bernd
Letzte Änderung: 05 Aug 2020 11:29 von BerndHahnebach.
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Hilfe beim selbsterstellten Statikprogramm 08 Aug 2020 09:40 #68318

  • markus
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hi,
BerndHahnebach schrieb:
Im Bereich FEM gibt es duzende OpenSource solver
hast du eine idee, ob die unter linux schneller sind als unter windows?
BerndHahnebach schrieb:
Auch bei Projekten mit mehreren zehntausen Objekten geht die Performance in die Knie
das dürfte systembedingt sein - ich glaube nicht an den sich programm-plattformübergreifend wiederholenden vorführeffekt ;)

typischer einzelfall war zB der zweite teil eines (schwachen) BIM-seminars mit endlich mal dem versuch, eine BIM-struktur zu zeigen. wenn billige prismenkonvolute (fensterprofile, lisenen, poly-qu. und ähnliche nettigkeiten waren noch nicht mal eingebaut) auf einem i7 mit ssd nicht ansatzweise flüssig gedreht oder verschoben werden können, zeigt das eine gravierende schwäche beim versuch BIM einzuführen. andere sagen "it´s not a bug, it´s a feature" - ich sag "nö".

grüsse, markus
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
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Hilfe beim selbsterstellten Statikprogramm 08 Aug 2020 10:28 #68319

  • Baumann
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Überblich zu Theorie und Freeware
www.ing-hanke.de/know-how/link-sammlung-fem-berechnung/


es gibt auch preiswerte kommerzielle Lösungen:
www.accasoftware.com/de/statik-software-stahlbeton
Letzte Änderung: 08 Aug 2020 10:32 von Baumann.
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Hilfe beim selbsterstellten Statikprogramm 08 Aug 2020 11:56 #68320

  • Jens01
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@Markus
auf einem i7 mit ssd nicht ansatzweise flüssig gedreht oder verschoben werden können
Das wird aber eher an der Grafikkarte gelegen haben. Die ist fürs Drehen und Schieben zuständig. Für die Dinger kann man viel Geld ausgeben.
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Hilfe beim selbsterstellten Statikprogramm 10 Aug 2020 18:01 #68335

  • WMFlord
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Ich habe seit 2 Wochen die Vision, dass ich Detailnachweize in Excel programmiere und diese Open Source hochlade. Ich habe mir das Programmpaket von Harzer Statik angeschaut und gesehen, dass die Ausgabe doch ziemlich billig ist und dachte mir, das kann ich in Excel besser.

Viele Statikhersteller wissen nicht, wie man in RTF eine Linie zeichnen, sie können nur Pixel. Nur bei MB sitzen kluge Leute, die nicht nur funxional programmieren, sondern auch Ahnung von vektorbasierter Ausgabe haben.

WMF-Balken war ja ein totaler erfolg und hat inzwischen viele Anwender.

Meine GLP-Exceldetailz stelle ich mit so vor:
In Excel ist ganz klassisch die billige Buchstabenkolonne links und die Zahlenkolonne rechts. Natürlich als Massennachweis, sodass spaltenweise mehrere ähnliche Details nebeneinander gerechnet werden. Man hat also eine riesige Matrix an Zahlen.
Die Zellen sollen tauschbar sein und Einschübe erlauben, aber die Formelzeichen sind fest für das Makro.
Nun kommt aber der Clou. Statt nur die Zahlenkolonne zu füllen, soll es auch ein Formular geben, über das man auch die Zahlen ändern kann. Wie beim Querschnittsformular beim WMF-Balken, soll hier jedes Detail auch eine WMF-Grafik assamblieren, die sich dem Inhalt anpasst. Also keine allgemeinen Formelzeichen, sondern richtig mit Maßen und Längenverhältnissen. Nur an solchen Grafiken sieht man, ob eine Schraube aus dem Blech liegt - zum Prüfen ist das Lebensnotwendig.
Ich dachte erstmal an Fahnen, Rippen, Kopfplatten und dann auch noch Holzbau, sowie Recycling meiner Arbeiten: Plattenbeulen, Kampfkrafttheorie und Hörstings Arbeits. Gute Literatur für Rechenbeispiele in Detailz umsetzen.
Der Assamblercode für die WMF-Grafik wird wie beim WMF-Balken über VBA-Funktionen generiert. Der Vorteil von Assambler ist die immens hohe Performance: 80% Datenreduxion gegenüber Frilo, 99,9% Datenreduxion gegenüber Rstab. Flüssiges Scrollen in Word und PDF aufm uralten Rechner.
Meine Vision umfasst auch ein kurzes RTF zum einfügen in Word, wo man den Rechenweg mit eingesetzten Zahlen gut dokumentiert nachvollziehen kann.

Warumm ich diese Idee habe:
Mein Beruf als Konstruktör suckt und als Statiker kann ich niemand von den Vorteilen der Assambler-Grafik überzeugen. 1/3 der Statiker weiß ja noch nicht mal, wie man automatische Seitenzahlen in Word generiert, da bin ich geitig in einer völlig anderen Sphäre. Bei solchen Dummköpfen wie Binnewies und Krone will ich nicht arbeiten.
Mir schwebt vor, dass ich nächstes Jahr im Frühling kündige und meine Vision in die Tat umsetze. Geld habe ich dann genug, ein paar Jahre kann ich ohne auskommen.
Ich glaube, dass in Open Source meine WMF-Grafiken gut aufgehoben sind und eine konkurrenzfähige Alternative bieten.

Aber diese Idee muss ich erstmal sacken lassen...
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