Stahlbetondecken im Bestand EFH
- BW
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Stahlbetondecken im Bestand EFH
30 März 2026 07:25
Guten Morgen zusammen,
mich würde Eure Erfahrungen/Meinungen zu Stahlbetondecken im Bestand (EFH) interessieren und wie Ihr damit umgeht. Ich habe immer wieder Projekte im Raum Bayern wo beispielsweise das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, das Dach soll dabei energetisch saniert und mit PV versehen werden, außerdem sollen Stützen für die Mittelpfetten entfallen oder versetzt werden und der Fußbodenaufbau soll verändert werden. Die Zwischendecken sind dann meist aus Stahlbeton, die Häuser aus den 60er-90er Jahren und es ist keine Statik vorhanden, auch nicht beim Bauamt. Es ist auch nicht klar ob die darunterliegenden 11,5er Trennwände tragend sind oder nachträglich untermauert wurden.
Wenn zum Beispiel dann Dachstützen versetzt werden oder entfallen ändern sich die Punktlasten und erhöhen sich teilweise auch oder der Fußbodenaufbau verändert sich und es wird mehr Last in der Fläche eingebracht.
Die Stahlbetondecke ist eine Blackbox und eigentlich muss man diese untersuchen (Festigkeit/Bewehrung/etc.) und die darunterliegenden Wände und Auflagersituationen ebenso. Das ist natürlich dann ein größere Kostenfaktor für den Kunden und auch ein größerer Aufwand gerade wenn die darunterliegende Etage bewohnt ist und man dann im Kinderzimmer die Decke aufstemmen müsste. Ich hab dann Handwerker die tönen: "Das haben wir noch nie gemacht und die Decke hat immer gehalten." oder "Stützlasten bis zu einem Meter von einer darunterliegenden Trennwand, das hält doch" oder angeblich "Das hat noch kein Statiker von uns verlangt". Ich bestehe dann meist auf die Bauteiluntersuchungen, allerdings war das auch schon öfter der Grund wieso ich einen Auftrag nicht erhalten habe oder zu teuer war.
Was habt Ihr da für Erfahrungen gemacht oder wie ist Eure Herangehensweise dabei?
Ich danke schonmal!
mich würde Eure Erfahrungen/Meinungen zu Stahlbetondecken im Bestand (EFH) interessieren und wie Ihr damit umgeht. Ich habe immer wieder Projekte im Raum Bayern wo beispielsweise das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, das Dach soll dabei energetisch saniert und mit PV versehen werden, außerdem sollen Stützen für die Mittelpfetten entfallen oder versetzt werden und der Fußbodenaufbau soll verändert werden. Die Zwischendecken sind dann meist aus Stahlbeton, die Häuser aus den 60er-90er Jahren und es ist keine Statik vorhanden, auch nicht beim Bauamt. Es ist auch nicht klar ob die darunterliegenden 11,5er Trennwände tragend sind oder nachträglich untermauert wurden.
Wenn zum Beispiel dann Dachstützen versetzt werden oder entfallen ändern sich die Punktlasten und erhöhen sich teilweise auch oder der Fußbodenaufbau verändert sich und es wird mehr Last in der Fläche eingebracht.
Die Stahlbetondecke ist eine Blackbox und eigentlich muss man diese untersuchen (Festigkeit/Bewehrung/etc.) und die darunterliegenden Wände und Auflagersituationen ebenso. Das ist natürlich dann ein größere Kostenfaktor für den Kunden und auch ein größerer Aufwand gerade wenn die darunterliegende Etage bewohnt ist und man dann im Kinderzimmer die Decke aufstemmen müsste. Ich hab dann Handwerker die tönen: "Das haben wir noch nie gemacht und die Decke hat immer gehalten." oder "Stützlasten bis zu einem Meter von einer darunterliegenden Trennwand, das hält doch" oder angeblich "Das hat noch kein Statiker von uns verlangt". Ich bestehe dann meist auf die Bauteiluntersuchungen, allerdings war das auch schon öfter der Grund wieso ich einen Auftrag nicht erhalten habe oder zu teuer war.
Was habt Ihr da für Erfahrungen gemacht oder wie ist Eure Herangehensweise dabei?
Ich danke schonmal!
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- Galapeter97
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Re: Stahlbetondecken im Bestand EFH
30 März 2026 09:02 - 30 März 2026 09:16
Konsequent durchziehen oder den Auftrag erst garnicht annnehmen.
Letzte Änderung: 30 März 2026 09:16 von Galapeter97.
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- FischerH
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Re: Stahlbetondecken im Bestand EFH
30 März 2026 09:25
Das "das hält schon" kennt wohl jeder.....
Ich berechne immer "vorher-nachher", (meist mit FEM), dann kann ich ganz gut erläutern,
was drin sein müsste und wie sich die erf. Bew. erhöhen würde.
Dann kann ich gut erklären dass wir das aber nur wissen können, wenn wir die Bew. freilegen.
Ich hab den Bosch-Wallscanner, der ganz gut zeigt, wo Bewehrung liegt.
Damit bleiben dann auch die Löcher (und Schäden) sehr klein.
Diese Vorgehen verstehen die meisten....
Ich berechne immer "vorher-nachher", (meist mit FEM), dann kann ich ganz gut erläutern,
was drin sein müsste und wie sich die erf. Bew. erhöhen würde.
Dann kann ich gut erklären dass wir das aber nur wissen können, wenn wir die Bew. freilegen.
Ich hab den Bosch-Wallscanner, der ganz gut zeigt, wo Bewehrung liegt.
Damit bleiben dann auch die Löcher (und Schäden) sehr klein.
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- HerrLehmann
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Re: Stahlbetondecken im Bestand EFH
30 März 2026 11:30
Solche Maßnahmen hatte ich schon häufig. Bei der Planung blieben die Stützen fast immer unverändert. Bei Dachböden wurde normalerweise eine Nutzlast von 2,0 KN/m2 berücksichtigt. Für Fußboden und Belag + x so das gerade Trockenbauwände und Trockenestrich möglich war.
Häufig waren die alten STB-Decken nur 14 cm dick. Notfalls Wand über Wand. Die Sparren wurden aus energetischen Gründen seitlich verstärkt. Wenn die Sparren nicht ausreichend dimensioniert sind, die Verstärkung nachweisen. Die Pfetten wurden mit Holz oder U-Profilen verstärkt.
Allgemein sollte sich der Bauherr den Gegebenheiten anpassen. Das ist die günstigste Variante.
Häufig waren die alten STB-Decken nur 14 cm dick. Notfalls Wand über Wand. Die Sparren wurden aus energetischen Gründen seitlich verstärkt. Wenn die Sparren nicht ausreichend dimensioniert sind, die Verstärkung nachweisen. Die Pfetten wurden mit Holz oder U-Profilen verstärkt.
Allgemein sollte sich der Bauherr den Gegebenheiten anpassen. Das ist die günstigste Variante.
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- mmue
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Re: Stahlbetondecken im Bestand EFH
30 März 2026 15:16
Hallo,
Ein Scanner kann helfen, um Anzahl und Lage der Bewehrung festzustellen. Bei der Bestimmung der Durchmesser klappt das nicht immer. Problematisch ist naturgemäß die Feststellung einer oberen Bewehrung.
Es gibt Firmen, die die Bewehrung über Radar orten können. Aber billig ist das auch nicht.
Gruß
mmue
Nicht nur eigentlich. Entweder du hast Unterlagen aus der Bauzeit, die vertrauenswürdig sind, oder du lässt die Decke öffnen zumindest an den Stellen, die nach dem Umbau höher beansprucht werden. Wenn du nix weißt klannst du nix rechnen.Die Stahlbetondecke ist eine Blackbox und eigentlich muss man diese untersuchen (Festigkeit/Bewehrung/etc.) und die darunterliegenden Wände und Auflagersituationen ebenso.
Ein Scanner kann helfen, um Anzahl und Lage der Bewehrung festzustellen. Bei der Bestimmung der Durchmesser klappt das nicht immer. Problematisch ist naturgemäß die Feststellung einer oberen Bewehrung.
Es gibt Firmen, die die Bewehrung über Radar orten können. Aber billig ist das auch nicht.
Ja.Das ist natürlich dann ein größere Kostenfaktor für den Kunden und auch ein größerer Aufwand gerade wenn die darunterliegende Etage bewohnt ist und man dann im Kinderzimmer die Decke aufstemmen müsste.
Gruß
mmue
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- sabok
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Re: Stahlbetondecken im Bestand EFH
30 März 2026 15:44
Ja, ja die vier Weisheiten der Baustelle:
- Das haben wir schon immer so gemacht
- Das haben wir noch nie so gemacht
- Wo soll es denn auch hin und
- Das sieht man nachher eh nicht mehr
Ich mache es auch wie "FischerH". FEM im Bestand, FEM Neu mit Verkehrslasten 1,5 kN/m2 für Dachgeschoss.
Dann entweder dem Bauherrn vorlegen und bestätigen lassen, daß er dafür haftet daß das As drin ist oder eben in Teilbereich öffnen lassen.
Scan mit Durchmesserbestimmung ist für EFH meist zu teuer.
Oft muss ja auch noch eine Treppenöffnung geschnitten werden, da sieht man dann evtl. mehr.
- Das haben wir schon immer so gemacht
- Das haben wir noch nie so gemacht
- Wo soll es denn auch hin und
- Das sieht man nachher eh nicht mehr
Ich mache es auch wie "FischerH". FEM im Bestand, FEM Neu mit Verkehrslasten 1,5 kN/m2 für Dachgeschoss.
Dann entweder dem Bauherrn vorlegen und bestätigen lassen, daß er dafür haftet daß das As drin ist oder eben in Teilbereich öffnen lassen.
Scan mit Durchmesserbestimmung ist für EFH meist zu teuer.
Oft muss ja auch noch eine Treppenöffnung geschnitten werden, da sieht man dann evtl. mehr.
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