Brandschutz R60 Zugstabsystem
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Brandschutz R60 Zugstabsystem
07 Okt. 2025 06:02
Grüß euch Kollegen,
Eine kurze Frage zu o.a. Thema: Forderung R60 Zugstäbe/Zugstabsystem.
reaktive Brandschutzsysteme:
Fa. Hensel hat ein zugelassenen System (Hensotherm 421 KS, Z-19.51.2349)
Neues Technische Merkblatt von HENSOTHERM® 421 KS für Anwendung auf Zugprofilen - Rudolf Hensel GmbH
kennt jemand andere hersteller/andere Möglichkeiten (außer Verkleidung bzw. Wahl von anderer Querschnittsform wie Flachstähle etc.) zum Brandschutz von Zugstäben?
weiters: Heißbemessung wäre ja grundsätzlich kein Problem. Wie sieht es jedoch mit den Gabelköpfen Heißbemessung etc. aus?
Bzw. beim "Selbstbauzugstabsystem" habe ich ja auch Spannschlösser drinnen -> wie siehts da mit einer Heißbemessung aus?
vielleicht hat jemand erfahrung damit?
danke und bg
Eine kurze Frage zu o.a. Thema: Forderung R60 Zugstäbe/Zugstabsystem.
reaktive Brandschutzsysteme:
Fa. Hensel hat ein zugelassenen System (Hensotherm 421 KS, Z-19.51.2349)
Neues Technische Merkblatt von HENSOTHERM® 421 KS für Anwendung auf Zugprofilen - Rudolf Hensel GmbH
kennt jemand andere hersteller/andere Möglichkeiten (außer Verkleidung bzw. Wahl von anderer Querschnittsform wie Flachstähle etc.) zum Brandschutz von Zugstäben?
weiters: Heißbemessung wäre ja grundsätzlich kein Problem. Wie sieht es jedoch mit den Gabelköpfen Heißbemessung etc. aus?
Bzw. beim "Selbstbauzugstabsystem" habe ich ja auch Spannschlösser drinnen -> wie siehts da mit einer Heißbemessung aus?
vielleicht hat jemand erfahrung damit?
danke und bg
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- cebudom
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Re: Brandschutz R60 Zugstabsystem
07 Okt. 2025 08:06Hallo KollegeGrüß euch Kollegen,
Eine kurze Frage zu o.a. Thema: Forderung R60 Zugstäbe/Zugstabsystem.
reaktive Brandschutzsysteme:
Fa. Hensel hat ein zugelassenen System (Hensotherm 421 KS, Z-19.51.2349)
Neues Technische Merkblatt von HENSOTHERM® 421 KS für Anwendung auf Zugprofilen - Rudolf Hensel GmbH
kennt jemand andere hersteller/andere Möglichkeiten (außer Verkleidung bzw. Wahl von anderer Querschnittsform wie Flachstähle etc.) zum Brandschutz von Zugstäben?
weiters: Heißbemessung wäre ja grundsätzlich kein Problem. Wie sieht es jedoch mit den Gabelköpfen Heißbemessung etc. aus?
Bzw. beim "Selbstbauzugstabsystem" habe ich ja auch Spannschlösser drinnen -> wie siehts da mit einer Heißbemessung aus?
vielleicht hat jemand erfahrung damit?
danke und bg
Andere Möglichkeit: Bis sagen wir mal R15 - R30 gibt es noch die Möglichkeit von "Heißbemessung für feuer-verzinkte Stähle" ... das funktioniert aber nur für ganz bestimmte Stahlsorten. Man darf das aber nicht mit Brandschutzanstrichen kombinieren, und man darf es auch nicht übermalen (sonst geht die positive Wirkung der feuer-verzinkung verloren) .... also alles in allem eher eine Sondergeschichte mit Zulassung im Einzelfall
Andere Hersteller: Gibt wie Sand am Meer, einfach "Brandschutzanstrich" googlen. Alle Großen aus der Bauzulieferindustrie haben was (Sika, Würth, Hilti etc....). Wir geben bei uns in Österreich oft Leitprodukte von Promat vor, einfach weil die eine sehr gute technicshe Hotline haben.
Zugstab-Systeme: Die sind ja oft so ausgelegt das eigentlich die Zugstange das schwächste Glied ist. Man muss nur aufpassen, manchmal werden die Zugstangen und Gabelköpfe etc in einem System aus unterschiedlichen Materialien hergestellt (Verschiedene Stahlsorgen, Stahlguß etc). Worst case für Gesamtsystem die niedrigsten Materialkennwerte verwenden. Brandschutztechnisch gibt es bei Brandschutzanstrichen so Mindestabstände damit das Zeugs aufschäumen kann, die sollte man soweit möglich einhalten.
Zugstangen-Selbstbau-System: Naja hier müsste man theoretisch jede Komponente extra händisch überprüfen ... habe ehrlich gesagt noch nie gemacht (Bleche usw. konstruktiv massiver gewählt und gut is)
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- statik_xx
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Re: Brandschutz R60 Zugstabsystem
07 Okt. 2025 09:05 - 07 Okt. 2025 09:06Hallo Kollege
Servus Cebudom, danke für deine (wie immer) profunde rückmeldung (anbei meine hinweise....)
Andere Möglichkeit: Bis sagen wir mal R15 - R30 gibt es noch die Möglichkeit von "Heißbemessung für feuer-verzinkte Stähle" ... das funktioniert aber nur für ganz bestimmte Stahlsorten. Man darf das aber nicht mit Brandschutzanstrichen kombinieren, und man darf es auch nicht übermalen (sonst geht die positive Wirkung der feuer-verzinkung verloren) .... also alles in allem eher eine Sondergeschichte mit Zulassung im Einzelfall
danke - (hab gesehen, dass du auch das webinar am.2609 besucht hast - was recht lehrreich.) im vorliegenden fall benötige ich leider R60, daher feuerverz. nicht ansetzbar.
Andere Hersteller: Gibt wie Sand am Meer, einfach "Brandschutzanstrich" googlen. Alle Großen aus der Bauzulieferindustrie haben was (Sika, Würth, Hilti etc....). Wir geben bei uns in Österreich oft Leitprodukte von Promat vor, einfach weil die eine sehr gute technicshe Hotline haben.
danke, aber speziell für Zugstäbe als Kreisvollprofil habe ich bei promat nichts gefunden bzgl. brandschutzanstrich...hast du da etwaige Infos?
Zugstab-Systeme: Die sind ja oft so ausgelegt das eigentlich die Zugstange das schwächste Glied ist. Man muss nur aufpassen, manchmal werden die Zugstangen und Gabelköpfe etc in einem System aus unterschiedlichen Materialien hergestellt (Verschiedene Stahlsorgen, Stahlguß etc). Worst case für Gesamtsystem die niedrigsten Materialkennwerte verwenden. Brandschutztechnisch gibt es bei Brandschutzanstrichen so Mindestabstände damit das Zeugs aufschäumen kann, die sollte man soweit möglich einhalten.
Zugstangen-Selbstbau-System: Naja hier müsste man theoretisch jede Komponente extra händisch überprüfen ... habe ehrlich gesagt noch nie gemacht (Bleche usw. konstruktiv massiver gewählt und gut is)
danke. prüfe da im brandfall statisch immer alle komponetnen (bleche und schweissnähte und schrauben), beim spannschloß tu ich mir halt schwer...aber so wie du schreibst - wenn der zugstab selbst das schwächste glied ist müsste das spannschloß doch auch im brandfall bemessungstechnisch "günstiger" sein.
bg
Letzte Änderung: 07 Okt. 2025 09:06 von statik_xx.
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Re: Brandschutz R60 Zugstabsystem
07 Okt. 2025 11:40 - 07 Okt. 2025 11:49
Ja ist richtig, für Kreisvollquerschnitt gibt es da nichts ... weil nicht geprüft wurde
Aber für RD-Zugstange kann man ja U/A Verhältnis ja trotzdem rechnen, und die Kritische Temperatur hat man ja aus der Bemessung auch.
Kann sein, dass man da von U/A Verhältnis vielleicht nicht ganz in die Tabellenwerte hinkommt. Wort Case halt übredimmensionieren.
Ich schicke solche Sachen an Promat und bekomme frühre oder später von der Technischen Hotline eine entsprechende Antwort.
Kann dir jetzt keine Vorlage schicken, weil so ein Fall schon länger her ist und ich nicht mehr weiß bei welchem Projekt das war.
Selbstgemachtes Zugverbindung:
Jaein, das mit schwächstes Glied gilt jetzt für die Kaltbemessung
Wenn du zb so ein DIN 148 Spannschloss hast, und der Spannschloss-Querschnitt gleich wie Zugstange ist, aber auf zwei Teile aufgeteilt, dann haben die Spannschloss-Teile andere A/V Verhältnisse als die Zugstange selber. Hab das aber selber bis jetzt nie selber nachgerechnet.
Für 0815 Bauten mit selbstgestrickten Verbänden steht bei mir "R60 Brandschutzanstrich bauseits", und beim großen Stahlbau gibt es bei mir nix selbstgestricktes sondern zu "zugelassene Systeme"
Aber für RD-Zugstange kann man ja U/A Verhältnis ja trotzdem rechnen, und die Kritische Temperatur hat man ja aus der Bemessung auch.
Kann sein, dass man da von U/A Verhältnis vielleicht nicht ganz in die Tabellenwerte hinkommt. Wort Case halt übredimmensionieren.
Ich schicke solche Sachen an Promat und bekomme frühre oder später von der Technischen Hotline eine entsprechende Antwort.
Kann dir jetzt keine Vorlage schicken, weil so ein Fall schon länger her ist und ich nicht mehr weiß bei welchem Projekt das war.
Selbstgemachtes Zugverbindung:
Jaein, das mit schwächstes Glied gilt jetzt für die Kaltbemessung
Wenn du zb so ein DIN 148 Spannschloss hast, und der Spannschloss-Querschnitt gleich wie Zugstange ist, aber auf zwei Teile aufgeteilt, dann haben die Spannschloss-Teile andere A/V Verhältnisse als die Zugstange selber. Hab das aber selber bis jetzt nie selber nachgerechnet.
Für 0815 Bauten mit selbstgestrickten Verbänden steht bei mir "R60 Brandschutzanstrich bauseits", und beim großen Stahlbau gibt es bei mir nix selbstgestricktes sondern zu "zugelassene Systeme"
Letzte Änderung: 07 Okt. 2025 11:49 von cebudom.
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Re: Brandschutz R60 Zugstabsystem
07 Okt. 2025 15:36
...mit PCAE Stahlbau Detailbemessung Brandschutz nachrechnen!
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Re: Brandschutz R60 Zugstabsystem
04 Dez. 2025 18:33 - 04 Dez. 2025 18:39
Update:
Habe gerade so einen Fall auf dem Tisch, da Ausführung im Bestand d12 und d16 Zugstangen S355, folgende Info
Habe bei mehreren Firmen angefragt, generell ist das Problem dass die EN die Brandschutzanstriche regelt sich nur auf Druck und Biegeglieder bezieht, für Vollquerschnitt-Zugglieder gibt es noch keine Einführung der entsprechenden EN in Deutschland, die ist gerade im entstehen.
Hintergrund: Große Stahldehnung im Brandfall erzeugt Risse im Anstrich/Schaum die die Erwärmung rapide verschlächtern
Fa. Promat-Etex:
Es gibt noch keine Zulassung für Zugglieder, es wird empfohlen Aufgrund der Stahldehnung für die Zugglieder mit 350°C in die Bemessung reinzugehen
Allerdings ist man bei D12 komplett und bei D16 geringfügig ausserhalb der geprüften Tabellenwerte für 350°C
Fa. Hensel:
Gestern zu Mittag die Anfrage gestellt, paar Studen später die Antwort vom Österreich-Vertrieb bekommen, heute hatte ich vor paar Stunden Besuch... die Kollegen sitzen vis-a-vis im Büro auf der anderen Strassenseite
Die EN 13381-10 "Brandschutzmaßnahmen für Stahl-Vollstäbe unter Zugbeanspruchung" wurde in Österreich kommentarlos übernommen (etwas anderes hätte mich auch gewundert), entsprechend ist eine ZiE bei uns nicht erforderlich (die gibt es in der Form auch gar nicht, bzw. komplett unüblich)
Für Vollquerschnitte die nicht in der Zulassung abgedeckt sind, bzw. nicht gregelt sind, rechnet die Anwendung intern angeblich mit einem äquivalenten Hohlprofil plus Sicherheitszuschlag ... falls ich es richtig verstanden habe.
Ich muss das jedoch gegenchecken, dazu muss ich mir jedoch die EN holen.
Die Zugstangen sind im kalten Zustand so wenig ausgenutzt, dass ich ingenieurmäßig mit beiden Lösungen leben könnte.
Habe gerade so einen Fall auf dem Tisch, da Ausführung im Bestand d12 und d16 Zugstangen S355, folgende Info
Habe bei mehreren Firmen angefragt, generell ist das Problem dass die EN die Brandschutzanstriche regelt sich nur auf Druck und Biegeglieder bezieht, für Vollquerschnitt-Zugglieder gibt es noch keine Einführung der entsprechenden EN in Deutschland, die ist gerade im entstehen.
Hintergrund: Große Stahldehnung im Brandfall erzeugt Risse im Anstrich/Schaum die die Erwärmung rapide verschlächtern
Fa. Promat-Etex:
Es gibt noch keine Zulassung für Zugglieder, es wird empfohlen Aufgrund der Stahldehnung für die Zugglieder mit 350°C in die Bemessung reinzugehen
Allerdings ist man bei D12 komplett und bei D16 geringfügig ausserhalb der geprüften Tabellenwerte für 350°C
Fa. Hensel:
Gestern zu Mittag die Anfrage gestellt, paar Studen später die Antwort vom Österreich-Vertrieb bekommen, heute hatte ich vor paar Stunden Besuch... die Kollegen sitzen vis-a-vis im Büro auf der anderen Strassenseite
Die EN 13381-10 "Brandschutzmaßnahmen für Stahl-Vollstäbe unter Zugbeanspruchung" wurde in Österreich kommentarlos übernommen (etwas anderes hätte mich auch gewundert), entsprechend ist eine ZiE bei uns nicht erforderlich (die gibt es in der Form auch gar nicht, bzw. komplett unüblich)
Für Vollquerschnitte die nicht in der Zulassung abgedeckt sind, bzw. nicht gregelt sind, rechnet die Anwendung intern angeblich mit einem äquivalenten Hohlprofil plus Sicherheitszuschlag ... falls ich es richtig verstanden habe.
Ich muss das jedoch gegenchecken, dazu muss ich mir jedoch die EN holen.
Die Zugstangen sind im kalten Zustand so wenig ausgenutzt, dass ich ingenieurmäßig mit beiden Lösungen leben könnte.
Letzte Änderung: 04 Dez. 2025 18:39 von cebudom.
Folgende Benutzer bedankten sich: statik_xx, ql2/99
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