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Bewehrungsauswertung bzw. Zulagendefinition im Öffnungsbereich mittels FEM

Re: Bewehrungsauswertung bzw. Zulagendefinition im Öffnungsbereich mittels FEM

22 Aug. 2025 13:22
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Die Aussage bzgl. der wissenschaftlichen Abhandlung halte ich für kritisch.
Bitte auch mal bedenken, wie mit Änderungen im Bauprozess umgegangen werden soll z.B, nachträgliche Durchbrüche für Lüftungsleitungen etc.

Wenn du gerne mit Gesamtmodellen arbeiten möchtest. Empfehle ich dir das Buch "Finite Elemente in der Baustatik" von Christian Barth. 
Er zeigt in dem Buch an praktischen Beispielen, wo die Knackpunkte bei Finite Element Systemen liegen. Aus meiner Sicht ein sehr gut gemachtes Buch für die Thematik.

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Re: Bewehrungsauswertung bzw. Zulagendefinition im Öffnungsbereich mittels FEM

22 Aug. 2025 15:53
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Die Kernfrage ist, ob diese "Singularität" abbewehrt werden muss. 
Die Antwort ist nicht 42, sondern ja.
Warum?
Weil der Erstriss von der Ecke ausgeht - und den Erstriss woll´ma ned (und wenn doch, dann möglichst klein, damit viele andere Bereiche möglichst ungerissen bleiben).
Weil Bewehrung, die im Bereich des Lochs nicht eingebaut werden kann, an anderer Stelle - an den Lochrändern - ihren Platz findet.
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde

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Re: Bewehrungsauswertung bzw. Zulagendefinition im Öffnungsbereich mittels FEM

22 Aug. 2025 18:26 - 22 Aug. 2025 18:28
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Zumal geschossübergreifend an den gegenüberliegenden Fensterecken eine vergleichbare Beanspruchung erkennbar ist.

Sinnvoll ist es, die erforderliche Bewehrung angemessen über die betroffene Fläche zu integrieren oder die vermutlich ungleichmäßigen Verformungen im Gründungsbereich zu reduzieren, damit die Zugspannungen in den Ecken abgebaut werden.

Allgemein ist es Hilfreich, sich die Hauptspannungstrajektorien darstellen zu lassen und daraus ein geeignetes Stabwerksmodell abzuleiten. Die daraus resultierenden Zugstäbe sind entsprechend über Bewehrung abzudecken.
Letzte Änderung: 22 Aug. 2025 18:28 von Vaerdir.

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Re: Bewehrungsauswertung bzw. Zulagendefinition im Öffnungsbereich mittels FEM

23 Aug. 2025 08:03
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Hallo zusammen,

bezüglich der Literatur: Barth/Rustler wurde schon genannt, empfehlenswert sehe ich auch Rombach: Anwendung der Finite Elemente Methode im Betonbau, und Werkle: Finite Elemente in der Baustatik, oder Hartmann, Katz: Statik mit finiten Elementen. Wichtiger finde ich aber an dieser Stelle Leonhardt: Vorlesungen über Massivbau.

Nun aber zum eigentlichen Problem: Aus dem Bauch raus hätte ich gesagt eine normale Randeinfassung mit S-Bü D8-15 und je 2D12 in den Rändern der Öffnung sollte das Problem erschlagen.
Mein Problem ist die Modellbildung als solches... Es gibt hier einen Sturzbereich innerhalb der Wandscheibe der vieleicht 20cm unterhalb der Decke (welche auch eine gewisse Dicke aufweisst) endet. Warum werden nicht die ungestörten Wandbereiche (bis zur Öffnung modelliert, der Sturz und die Brüstung weggelassen, bzw. durch deren schlaffe Lasten ersetzt -> erf. Bewehrung dort geht in die Decke, Lasten aus Schiefstellung oder Wind hängen sich in den Scheibenrändern auf. Die Brüstung und der Sturz werden konstr. bewehrt. Wenn der Bauherr nun plötzlich merkt, dass er für den sommerlichen Wärmeschutz Rolläden benötigt musst das ganze 3D Teil neu rechnen... was für ein Wahnsinn.

Die erforderliche Bewehrung am Wandfuß (siehe Eingangsthread) liegt bei normaler Bewehrungsweise als Zugband im Bereich der Decke und kann mit meinetwegen 2D12 Randlängsbewehrung, der oberen und unteren parallel zur Scheibe laufenden Bewehrung in Decke abgedeckt werden.
Der Ingenieur wählt das Modell, und diese gewählte Modell wird berechnet und bewehrt - mit allen sich ergebeneden Kompromissen.
Wenn Es rein um die Singularitäten (Methodisch bedingter Fehler der FEM) geht kann man einzelne Bauteile auch mal mit BE-Platte oder BE-Scheibe von Prof. Hartmann nachrechnen, aber nur wenn man die Randbedingungen des Einzelbauteils kennt -> ist BEM (Randelementemethode).

Ich glaube manchmal die Fachwerkmodelle im Betonbau werden gar nicht mehr gelehrt...
Planung ist die Substitution des Fehlers durch den Irrtum.
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