|
Willkommen,
Gast
|
|
Ich hadere derzeit mit einer Herangehensweise.
Gegeben ist eine Fläche, auf der Stapler mit 700kN Radlast umherfahren. Die Fläche selbst ist nicht Thema. In diese kommt eine 14m lange Ablaufrinne, quasi wie eine große Drainrinne. Diese Rinne wird eingepasst in einen Stb-Balken und wird durch die genannten Radlasten (bzw. Achslast 1200 kN) beansprucht. Es liegt mir dazu eine Vorlagestatik für eine vergleichbare Situation vor, allerdings für deutlich geringere Radlasten. Toll gerechnet, alles gut. Wenn ich dieser Statik folgend vorgehe, dann wird aus dem U-förmigen Balken (b/h = 1.50/1.1m) ein umgedrehtes Pi. Breite ca. 3.0m, Tendenz noch mehr. Das ist schon hart. In der Fläche gehen diese Radlast direkt über Pflasterung + Bodenaufbau (Summe h ca. 50cm) in den Grund. Die Verteilungsbreite der Radlasten ist in der Fläche somit erheblich kleiner als das was unter dem Balken ansteht, die Bodenpressungen entsprechend höher. Ist es überhaupt zielführend den Balken über statische Berechnungen (Setzung, Pressung) so massiv auszuführen? – Oder anders gefragt, welches könnten die maßgebenden Kriterien für die Bemessung des Balkens sein? Der Objektplaner (ein durchaus sehr! renommiertes Büro der Region) stellt in der Baubeschreibung und den Plänen dazu keine Anforderung bzw. gibt keine Hinweise. Einzig, dass keine Lasterhöhungsfaktoren (vermutl. sind Schwingbeiwerte gemeint) zu berücksichtigen sind. Man könnte auch sagen, dass man einen robusten Balken ausbildet, der die Rinne stark einfasst und damit war es das. |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Letzte Änderung: von DeO.
|
|
Es gibt Vorschriften zu Entwässerungsrinnen und zum anderen FT-Hersteller von Beton-Entwässerungsrinnen.
Nach meinem Dafürhalten sind Nachweise für den Traglast- und den Gebrauchszustand unter Berücksichtigung des Baugrundverhaltens zu führen, wenn es sich nur um einen statische Berechnung handelt. inwieweit noch eine Biegezugprüfung erforderlich ist, keine Ahnung. Die Frage ist, ob Fertigteile oder Ortbeton eingesetzt werden sollen. Im ersten Fall ist man als Statiker raus, es sei denn, hier will wieder jemand eine selbstgestrickte Geschichte, aus welchen Gründen auch immer. |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Die Rinne selbst ist ein
kräftiges Fertigteil
. Alles vom Objektplaner sorgfältig vorgegeben und ausgeschrieben.
Bei dem Beton geht es "nur" um die lagesichernde Einfassung. In der bereits ausgeführten Fläche darf man sich das so vorstellen. Die Bemessungs-Radlast betrug 162 kN. Und jetzt kommen halt besagte 700 kN aufmarschiert. Das klappt mit der Konstruktion oben nicht mehr, wenn man streng statisch loslegt. Dann würde die Platte unten (unsinnig?) breit werden müssen. Anhänge: |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
"Ist es überhaupt zielführend den Balken über statische Berechnungen (Setzung, Pressung) so massiv auszuführen? –
Oder anders gefragt, welches könnten die maßgebenden Kriterien für die Bemessung des Balkens sein?" Ich würde da "fast" gar nix machen. Den Beton unterhalb der Rinne würde ich eher 30 - 35 cm dick machen und keine 50 cm. Dafür würde ich die Sauberkeitsschicht dicker machen (so. ca. 30 cm) und seitlich ca. 20 - 30 cm überstehen lassen, ggf. noch eine konstrktive Bewehrung, Beton C25/30. Ich würde das dann nicht Sauberkeitsschicht nennen sondern Unterbeton.. Dann würde ich die Achslast mal rechts neben die Rinne setzen und mittels Lastverteilung im beton und im Unterbeton die Bodenpressung abschätzen. Wenn das paßt Mindestlängsbewehrung rein und fertig. Wenn die gepflasterte Pfläche funktioniert warum soll der Beton unter Radlasten nicht funktionieren?
Folgende Benutzer bedankten sich: DeO
|
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Ja, so in die Richtung sehe ich das auch. Das beruhigt mich schon mal.
Eine sinnhafte stat. Berechnung mit sinnvollen Ergebnissen bringt man m.E nicht zustande. Allenfalls lassen sich Querkräfte für die Dorne berechnen. Aber alles was mit Setzung / Bodenpressung zu tun hat, führt m.E. ins Nirwana. Nur der Objektplaner hat die Lieferung einer Statik für ebendiesen Gründungsbalken mit ausgeschrieben und es existiert eine durchaus beachtliche Statik für beschriebenene geringer belasteten Rinne. Naja, mal sehen was mein AG zu den Gedanken sagt. Den Baugrundgutachter kann man ja auch noch mal mit an den Tisch nehmen. |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Ich frage mich, um welches Monster von Gabelstapler es sich hier handelt, auch im Vergleich zum Gewicht eines Leopard-Panzers von ca 60 Tonnen oder der Radlast eines Großraumflugzeuges von geschätzt 400 kN.
Aber ganz ohne Nachweis, irgendwie nach Gutdünken, werden Entwässeungsrinnen auf Flugplätzen auch nicht gemacht. |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Letzte Änderung: von Megapond.
|
Copyright © 2022 diestatiker.de | ein Service von Planungsbüro Uhrmacher | Schmerlerstraßer 36 - D-90768 Fürth
Telefon: 0171 / 935 57 50 | E-Mail: office[@]diestatiker.de | Alle Rechte vorbehalten