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THEMA: Angewandte Hochbaustatik FH Hilfeee

Angewandte Hochbaustatik FH Hilfeee 26 Aug 2019 19:08 #65675

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Guten Abend,

ich bin gerade dabei meine letzte Bachelor-Hausübung zu erledigen.
Es geht um ein Einfamilienhaus, hierfür müssen zuerst Positionspläne für Decke über KG;EG;OG und ein Positionsplan vom Dachstuhl erstellt werden.
Bevor jetzt jemand meckert wie meine Positionspläne aussehen, es ist ja nur ungefähr mal eine grobe Richtung. (Siehe Anhang)
Und zwar habe ich im Dachstuhl das Problem das die Firstpfette sowie die Mittelpfette nur auf dem Außenmauerwerk aufliegen, was bei einer Spannweite von 12,64 m eindeutig zu viel ist.
An der Mittelpfette hängt das Gewicht des Spitzbodens(Kehlbalken+ Aufbau Spitzboden).
Die Kehlbalken sind in den Architektenplänen unterhalb der Mittelpfette angebracht, was aber kein muss für uns ist bei der Berechnung. Wir dürfen die Gestaltung ausführen wie wir wollen.
Bei der Eingabe der Firstpfette bei MB-Statik war die Durchbiegung wesentlich zu groß selbst bei großen BSH-Querschnitten.
Heute war ich bei der Assistentin des Professors (Statikerin), diese meinte ich könnte die 11,5 er Wände tragend ausführen, allerdings trägt die Wand dann die Lasten der Kehlbalken ab, was wiederum bedeutet das ich immer noch eine Lastabtragung von der Firstpfette auf durch Ständerfachwerke auf die Kehlbalken benötige. Die Kehlbalken habe ich jetzt senkrecht zur Mittelpfette ausgeführt, jedoch ist eine parallele Führung der Kehlbalken zur Mittelpfette auch möglich. Was ist sinnvoller?
Wie kann ich das System möglichst unkompliziert ausführen?


Dann zur Decke über EG:

Im Bereich der Treppe würde ich einen Wechsel mit einer Stütze ausführen (siehe Pos-Plan und Beschreibung Word-Tabelle Pos-Plan). Wie kann ich das ganze möglichst ohne Stütze ausführen mit den vorhandenen Wänden in diesem Bereich (17,5 er und 24 er Mauer).

Auch weiß ich nicht, ob mein Kellergeschoss so Sinn macht.
Und was mir jetzt noch beim Schreiben des Textes aufgefallen ist...das ganze soll ein Pfettendach sein und kein Kehlbalkendach.
Wie sieht ein Pfettendach mit Spitzboden aus?

Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen würde.

Mit freundlichem Gruß

Florian
Letzte Änderung: 26 Aug 2019 19:44 von Flo95.
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Angewandte Hochbaustatik FH Hilfeee 27 Aug 2019 07:11 #65676

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soweit ich es nach kurzer ! Einsicht beurteilen kann, existieren nicht wirklich Probleme

Die Firstpfette muss vermutlich nicht mal tragend sein. Richtpfette, Firstlaschen und gut.
Sage ich mal so. Die Sparren werden ja kaum das Problem sein. Zur Dachaussteifung in Längsrichtung was sagen.

Die Stützweiten der Mittelpfetten kurz halten. Auf die Lage achten. Also mit echten Daten in den Schnitt zeichnen, messen wie weit von der Firstlinie entfernt und dann wieder in den Grundriss und die Statik übertragen. Die Pfetten rutschen weiter nach innen je höher sie sind und landen ggfs. auf einer Tür. Geht auch, muss man halt nur rechtzeitig merken.

Lastabtragung per Stiele in die Zangenlage. Einzelne Zangenbalken dann entsprechend kräftiger ausbilden. Eventuell ergibt sich daraus auch die Höhe der ganzen Zangenlage. Stahlträger gehen auch.

Die Decke ü. EG wird lustig, geht aber. Soll das wirklich eine Holzbalkenlage sein?
Vor der Treppe lang auswechseln und sehen was passiert. Für der Berechung der Deckenbalken das richtige Modul nehmen: S202.de, nicht die einfache Balkendecke.

Durchbiegungen beachten und die Anschlüsse rechnerisch zeigen, wenn da richtig Kräfte durchlaufen.

Den Positionsplan auf jeden Fall mit Leben füllen. Das Auge isst mit. Bemessung in externen Tabellen anzugeben ist doof. Schraffuren, gerne verschiedenartigen Wandaufbau. Balken- und Sparrenlinien strichpunktiert, nicht als durchgehende Linie. Dicke Querschnitte, z.B. Pfetten aucn mit dickerer Strichstärke (aber nicht übertreiben). Wenn geht, die Decke leicht grau-transparent hinterlegen, damit klar ist wo ggf. Freiräume sind oder Treppenlöcher. Ist kein Muss, macht sich aber ganz gut.

Insgesamt mal eine Aufgabe aus der Realität. Hat was. Nicht so ein pseudowissenschaftlicher Zauberkram.


Viel Erfolg.
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Angewandte Hochbaustatik FH Hilfeee 27 Aug 2019 09:09 #65678

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aus eigener Erfahrung:
falls im Studium bis jetzt vernmieden - mal in die Bibliotheke gehen - und nach Dächern bzw. Dachtragwerken recherchieren
für den Anfang fallen mir die kleinen (A6) roten WIT Bücher ein

ansonsten siehe Ausführungen Kollege Deo

ba.
In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr als in einer übertrieben genauen Rechnung.[Gauß]
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Angewandte Hochbaustatik FH Hilfeee 27 Aug 2019 18:48 #65689

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Ich habe am Montag in der Bibliothek der Hochschule nachgeschaut, leider habe ich fast garnichts zu Dachkonstruktionen finden können, wenn schon unbrauchbares. Was heißt WIT-Bücher, damit ich im Internet danach suchen kann?
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Angewandte Hochbaustatik FH Hilfeee 27 Aug 2019 18:54 #65690

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Hallo DeO, danke dir für deine Antwort!
Ja es ist halt eine realistische Aufgabe, Hochschulen sind ja meist praxisbezogener.

Die Fußpfette endet ja am Fenster in der Dachgaube in der Mitte des Gebäudes wenn ich das richtig sehe?
Ich bräuchte mal mögliche Konstruktionen für ein Pfettendach mit Dachboden, ich hatte leider ein Kehlbalkendach im Kopf...aber wir sollen ja ein Pfettendach mit Dachboden berechnen.

Meiner Meinung kommt hier nur ein Pfettendach mit zweifach stehendem Stuhl infrage wenn ein Dachboden rein soll.....

Gruß

Florian
Letzte Änderung: 27 Aug 2019 18:57 von Flo95.
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Angewandte Hochbaustatik FH Hilfeee 27 Aug 2019 20:46 #65692

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Flo95 schrieb:
Die Fußpfette endet ja am Fenster in der Dachgaube in der Mitte des Gebäudes wenn ich das richtig sehe?

Dein Problem ist der hohe Drempel. Da kommen H-Lasten an und die wegzubekommen ist mal so eine Sache. Scheibe in Zangenlage, vielleicht?
Ich bräuchte mal mögliche Konstruktionen für ein Pfettendach mit Dachboden, ich hatte leider ein Kehlbalkendach im Kopf...aber wir sollen ja ein Pfettendach mit Dachboden berechnen.

Kehlbalkendach mit Gauben wäre auch etwas ungewöhnlich.
Der Unterschied ist erst einmal nur der, dass das Pfettendach Pfetten hat. Ach was? B)
Diese Pfetten müssen irgendwo aufliegen.
Meiner Meinung kommt hier nur ein Pfettendach mit zweifach stehendem Stuhl infrage wenn ein Dachboden rein soll.....

naja ... solange sich die Zangenlage für alle Lasten mit allem nachweisen lässt, reichen die beiden Pfetten. Die werden halt so bemessen wie es sein muss. So viel ist ja in dem Spitzboden lastmäßig nicht mehr möglich. Die Decke ü, EG hat bedingt durch den Drempel erst einmal mit dem Dach nichts mehr zu tun.

Gehe einfach den Lastfluss durch.
- Sparren + Zangelage auf Mittelpfette
- Mittelpfetten auf irgendwelche Wände (Einbaulängen beachten, ggfs. Gerbergelenke, Querschnittssprünge vermeiden)
- alles in Decke ü. EG bringen, möglichst direkt auf Wände. Sonst halt ein paar breite Balken in der Deckenebene.

und dann weiter Richtung Gründung.

Deine Positionspläne verwirren Dich. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Kommt aber, mit den Jahren. Schön systematisch von oben runterdenken. Sparren, Pfetten ...
Windrispen reinzudenken ist auch ganz nett.

Deine hauptaufgabe wird der hohe Drempel auf einer Holzbalkendecke sein und damit die Abtragung der H-Lasten aus dem Dach. Der Rest ist nur Arbeit.
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