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THEMA: Querkraftnachweis Schrägstäbe

Querkraftnachweis Schrägstäbe 06 Dez 2018 08:35 #64167

  • rbergerson
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Hallo alle,

ich rechne gerade eine Trägerrostdecke mit Stützen nach. Weiterhin will ich den Querkraftnachweis in dem Unterzug führen. Bei dem Bauwerk wurde eine veraltete Bauweise verwendet, wobei die Hauptbiegebewehrung nach der Momentennulllinie aufgebogen waren. Rechnerisch ist bis Feldmitte Bügelbewehrung erforderlich. Da die vorhandenen Bügel an der Stelle der VEd,max nicht ausreichen, würde ich diese Schrägstäbe auch als Querkraftbewehrung für den Nachweis einsetzen. Ich beziehe ich mich auf die Gleichung 4.3.2.4.4 (3)*P in DIN FB 102 (siehe Anhang 1). Da die Stäbe nicht in regelmäßigem Abstand eingelegt waren, und das die Stäbe oft unterschiedliche Fläche haben, tut es mir schwer diese Formel für meinen Nachweis umzusetzen bzw. ob die Formel hier überhaupt anwendbar ist. Ein typischer Längsschnitt von einem Unterzug habe ich auch angehängt. Vielleicht habt ihr schon mal Erfahrungen mit solchen Konstruktionen gemacht und könnt mir helfen.

Vielen Dank im Voraus.
RB
Anhang:
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Querkraftnachweis Schrägstäbe 06 Dez 2018 11:29 #64168

  • ThomasS
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..wir haben früher (d.h. vor EC-Zeiten) Schubkraftdeckungslinien gezeichnet.
Und auch noch Schrägeisen verwendet. Macht heute keiner mehr, obwohl man sich dabei jede Menge Bügel sparen kann.
Dies empfiehlt sich auch hier. Gute Angaben dazu in DIN 1045, z.B. 07.1988.
Sehr schön auch beschrieben im Leonhardt Teil 3, falls dir das was sagt.
Das letzte was dieser Balken hat sind Schubkraft-Probleme.
Grüße
Thomas
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COM_KUNENA_THANKYOU: rbergerson

Querkraftnachweis Schrägstäbe 07 Dez 2018 12:44 #64171

  • rbergerson
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Danke ThomasS für deine Antwort. Wenn ich es richtig verstehe, du meinst dass Schub bei so einem Balken fast nie maßgebend ist, und nicht unbedingt näher anzugucken ist? Die Besonderheit bei diesem Projekt ist, obwohl die Trägerrostdecke nach DIN 1045 bemessen wurde, sollte es aktuell als eine Brücke nachgerechnet werden -- sollte auch Brückenlasten angesetzt werden (d.h. LM1). Das Komische ist wie sich die Anwendungsbereiche des Hochbaus und Brückenbaus überschneiden müssen, um eine Aussage zu treffen. Vielleicht ist der von mir beschriebene Bemessungsansatz einfach nicht gültig.

Leonhardt Teil 3 habe ich nicht bei mir, aber ich schau mir in die alte DIN 1045 rein.
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Querkraftnachweis Schrägstäbe 07 Dez 2018 14:45 #64172

  • cebudom
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  • Was nicht passt - wird passend gemacht !
Die Formel aus dem DIN-FB ist doch die gleich im wie im EuroKot 1992-1-1 Kap. 6.2.3

Theta ist die Druckstrebenneigung und Alpha ist der Winkel der Querkraftbewehrung (Bügel oder Aufbiegungen)

Das Einzige was ich jetzt aus dem Stegreif nicht sagen kann ist:
Inwieweit man die Spannungen aus Querkraft mit den Spannungen aus Biegezug im aufgebogenen Eisen berücksichtigen muss (ausser du rechnest die Schrägeisen NUR auf Querkraft, dann sollte das klar sein)
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Querkraftnachweis Schrägstäbe 07 Dez 2018 18:20 #64173

  • galapeter97
  • galapeter97s Avatar
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Hallo und guten Abend,

wenn ich mir den Auszuzg aus dem Bewehrungsplan ansehe habe
ich den Eindruck, es könnte sich hier um Bewehrung in St I
handeln. Die Endhaken deuten darauf hin, die Art der Darstellung
ist dementsprechend.
Diese Art der Darstellung (Endhaken an den Stabenden) war
seinerzeit üblich und auch nötig, da der Stahl I keine
Rippen hatte, auch die Zugfestigkeit war erheblich geringer.

Guten Abend u. freundl. Grüße
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