Stabilitätsnachweise von U-Profilen ?
- prostab
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Re: Aw: Stabilitätsnachweise von U-Profilen ?
01 Aug. 2012 16:34
bonov schrieb:
wenn keine planmäßige Torsion vorhanden ist, bzw. durch konstruktive Maßnahmen ausgeschlossen wird, dann denke ich, daß man es nach Lindner (Erläuterungen) nachweisen kann.
Zu Bed. (30) schreibt Lindner:
"Die im Abschn. 3.4.3 gemachten Ausführungen gelten auch hier". 3.4.3 bezieht sich auf Bed. (27).
Dort steht dann:
"Die Anwendung auf U- und C-Profile ist nur dann erlaubt, wenn dabei keine planmäßige Torsion auftritt".
Fazit: Torsion ausschliessen und nach Bed. (30) nachweisen geht.
Mit Gruß
E.S.
Hallo,Jetzt aber nochmal zur DIN Element 323.
wenn keine planmäßige Torsion vorhanden ist, bzw. durch konstruktive Maßnahmen ausgeschlossen wird, dann denke ich, daß man es nach Lindner (Erläuterungen) nachweisen kann.
Zu Bed. (30) schreibt Lindner:
"Die im Abschn. 3.4.3 gemachten Ausführungen gelten auch hier". 3.4.3 bezieht sich auf Bed. (27).
Dort steht dann:
"Die Anwendung auf U- und C-Profile ist nur dann erlaubt, wenn dabei keine planmäßige Torsion auftritt".
Fazit: Torsion ausschliessen und nach Bed. (30) nachweisen geht.
Mit Gruß
E.S.
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- GustavGans
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Re: Aw: Stabilitätsnachweise von U-Profilen ?
02 Aug. 2012 07:13 - 02 Aug. 2012 07:16
Hallo Prostab 
deine Auslegungen sind sicher auf der Hochschule sehr gefragt.
Die Praktischen Anwendungsfälle auf der Baustelle sind z. B.
-Treppenwange
-Bühnenrandträger
Die Treppenwange wird definitiv durch die in sehr enger Folge eingeschraubten Gitterroststufen nahezu über die ganze Länge kontinuierlich torsionssteif eingespannt.
Die seitliche Halterung ist dagegen nahezu null!
Dass du das bezweifelst lässt mich schmunzeln.
Der Bühnenrandträger MUSS durch sehr starke Torsionsbeanspruchung immer durch Biegesteife Quertträgeranschlüsse im Feld gehalten werden. Zusätzlich Torsionssteif am Anfang/Ende. Auch hier ist eigendlich keine Biegedrillknickbeanspruchung vorhanden sondern NUR planmäßige, sehr starke Torsion.
Deine Auslegungen passen nicht zu den typischen Anwendungsfällen im Stahlbau
Gruß Gustav
deine Auslegungen sind sicher auf der Hochschule sehr gefragt.
Die Praktischen Anwendungsfälle auf der Baustelle sind z. B.
-Treppenwange
-Bühnenrandträger
Die Treppenwange wird definitiv durch die in sehr enger Folge eingeschraubten Gitterroststufen nahezu über die ganze Länge kontinuierlich torsionssteif eingespannt.
Die seitliche Halterung ist dagegen nahezu null!
Dass du das bezweifelst lässt mich schmunzeln.
Der Bühnenrandträger MUSS durch sehr starke Torsionsbeanspruchung immer durch Biegesteife Quertträgeranschlüsse im Feld gehalten werden. Zusätzlich Torsionssteif am Anfang/Ende. Auch hier ist eigendlich keine Biegedrillknickbeanspruchung vorhanden sondern NUR planmäßige, sehr starke Torsion.
Deine Auslegungen passen nicht zu den typischen Anwendungsfällen im Stahlbau
Gruß Gustav
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Letzte Änderung: 02 Aug. 2012 07:16 von GustavGans.
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- prostab
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Re: Aw: Stabilitätsnachweise von U-Profilen ?
02 Aug. 2012 11:41 - 02 Aug. 2012 11:42
GustavGans schrieb:
Und was heisst definitiv, wer entscheidet das, rechnen ist angesagt; Zungenmuskeln helfen nicht weiter.
Zeige das Anschlussdetail Deiner besonderen Stufen, dann kann man besser argumentieren.
Wenn ich mir handelsübliche Gitteroststufen anschaue, dann kann ich nicht erkennen, dass deren Anschlüsse ein nennenswertes Moment My übertragen können, denn die Schrauben sind in der Höhe nicht versetzt und die Bleche sind dünn.
In horizontaler Richtung dagegen sind die Schrauben versetzt und in Verbindung mit den gegeneinander gestellten U-Profilen ergibt sich eine gewisse Seitensteifigkeit (Virendeelträger). Betrachtet man dann noch das Gesamtsystem, bestehend aus 2 gegeneinander gestellten U-Profilen, die mit einem Zwischenstab verbunden sind:
]
[
dann erkennt man, dass bei den U-Profilen keine freien Drillachsen sondern Zwangsdrillachsen vorliegen (wo liegen sie wohl?).
Diese beiden Punkte wirken günstig, nicht willkürlich angenommenene Einspannungen in die Gitterroststufen.
Gegen die Konstruktion - verbunden mit einem vereinfachten Nachweis - ist nichts einzuwenden nur sehe ich in den Ausführungen einen Widerspruch, eineiseits wird behauptet, dass die Stufen Einspannungen darstellen, andererseits wird von starker Torsion gesprochen.
Auch ist es nicht schlüssig BDK mit dem Argument "sehr starke Torsion" wegzudiskutieren.
Mit Gruß
E.S.
Zunächst würde ich es begrüßen, wenn Du unsachliche Bemerkungen unterlassen würdest.Die Treppenwange wird definitiv durch die in sehr enger Folge eingeschraubten Gitterroststufen nahezu über die ganze Länge kontinuierlich torsionssteif eingespannt.
Die seitliche Halterung ist dagegen nahezu null!
Dass du das bezweifelst lässt mich schmunzeln.
Und was heisst definitiv, wer entscheidet das, rechnen ist angesagt; Zungenmuskeln helfen nicht weiter.
Zeige das Anschlussdetail Deiner besonderen Stufen, dann kann man besser argumentieren.
Wenn ich mir handelsübliche Gitteroststufen anschaue, dann kann ich nicht erkennen, dass deren Anschlüsse ein nennenswertes Moment My übertragen können, denn die Schrauben sind in der Höhe nicht versetzt und die Bleche sind dünn.
In horizontaler Richtung dagegen sind die Schrauben versetzt und in Verbindung mit den gegeneinander gestellten U-Profilen ergibt sich eine gewisse Seitensteifigkeit (Virendeelträger). Betrachtet man dann noch das Gesamtsystem, bestehend aus 2 gegeneinander gestellten U-Profilen, die mit einem Zwischenstab verbunden sind:
]
[
dann erkennt man, dass bei den U-Profilen keine freien Drillachsen sondern Zwangsdrillachsen vorliegen (wo liegen sie wohl?).
Diese beiden Punkte wirken günstig, nicht willkürlich angenommenene Einspannungen in die Gitterroststufen.
Das ist ein neues Fass.Der Bühnenrandträger MUSS durch sehr starke Torsionsbeanspruchung immer durch Biegesteife Quertträgeranschlüsse im Feld gehalten werden. Zusätzlich Torsionssteif am Anfang/Ende. Auch hier ist eigendlich keine Biegedrillknickbeanspruchung vorhanden sondern NUR planmäßige, sehr starke Torsion.
Gegen die Konstruktion - verbunden mit einem vereinfachten Nachweis - ist nichts einzuwenden nur sehe ich in den Ausführungen einen Widerspruch, eineiseits wird behauptet, dass die Stufen Einspannungen darstellen, andererseits wird von starker Torsion gesprochen.
Auch ist es nicht schlüssig BDK mit dem Argument "sehr starke Torsion" wegzudiskutieren.
Mit Gruß
E.S.
Letzte Änderung: 02 Aug. 2012 11:42 von prostab.
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- mmue
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Re: Aw: Stabilitätsnachweise von U-Profilen ?
02 Aug. 2012 12:41
Hallo,
Zitat:
Hab ich auch mal in eine Statik geschrieben, worauf der Prüfer einen entspr. Nachtrag verlangte. Ein Nachweis scheitert schon an den dünnen Anschlußblechen der Standard-Treppenstufen, zumal wenn noch ein planmäßiges Torsionsmoment aus Horizontalkraft aufs Geländer hinzukommt. Das ist m.E. so nicht nachweisbar.
Gruß
mmue
Zitat:
Die Treppenwange wird definitiv durch die in sehr enger Folge eingeschraubten Gitterroststufen nahezu über die ganze Länge kontinuierlich torsionssteif eingespannt.
Hab ich auch mal in eine Statik geschrieben, worauf der Prüfer einen entspr. Nachtrag verlangte. Ein Nachweis scheitert schon an den dünnen Anschlußblechen der Standard-Treppenstufen, zumal wenn noch ein planmäßiges Torsionsmoment aus Horizontalkraft aufs Geländer hinzukommt. Das ist m.E. so nicht nachweisbar.
Gruß
mmue
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- Mario
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Re: Aw: Stabilitätsnachweise von U-Profilen ?
02 Aug. 2012 14:47
Hallo,
U-Profile lassen sich bei Belastung in Stegebene (also Biegung + Torsion) hiermit nachweisen:
www.ruhr-uni-bochum.de/stahlbau/mam/rb02_1.pdf
Läßt sich auch leicht in Excel programmieren, dann hat man das immer griffbereit.
GG hat eine seltsame Auffassung von Biegung, Torsion, oder beidem zusammen.
Gruß
U-Profile lassen sich bei Belastung in Stegebene (also Biegung + Torsion) hiermit nachweisen:
www.ruhr-uni-bochum.de/stahlbau/mam/rb02_1.pdf
Läßt sich auch leicht in Excel programmieren, dann hat man das immer griffbereit.
GG hat eine seltsame Auffassung von Biegung, Torsion, oder beidem zusammen.
Gruß
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- GustavGans
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Re: Aw: Stabilitätsnachweise von U-Profilen ?
03 Aug. 2012 09:38
prostab schrieb:
Hallo Prostab
Dachte ichs mir doch.
Du hast nichts verstanden!
Bühnenrandträger und Treppenwangen erhalten fast immer ein Geländer. Durch dieses Geländer wird eig. immer auch eine relativ starke Torsionskraft in die U-Profile eingeleitet.
Eingeschraubte Gitterroststufen bei Treppenwangen wirken so torsionsbehindernd, dass eher die Geländerpfosten abbrechen, als das sich das U auch nur 1mm verdreht!!!
Bei Bühnenrandträgern mußt du die sehr torsionssteif anschließen. Sonst wackelt das Randgeländer!!!!
Und jezt wollt ihr einen Bgdk führen....Guten Morgen!
Gruß Gustav
Das ist ein neues Fass.
Gegen die Konstruktion - verbunden mit einem vereinfachten Nachweis - ist nichts einzuwenden nur sehe ich in den Ausführungen einen Widerspruch, eineiseits wird behauptet, dass die Stufen Einspannungen darstellen, andererseits wird von starker Torsion gesprochen.
Auch ist es nicht schlüssig BDK mit dem Argument "sehr starke Torsion" wegzudiskutieren.
Hallo Prostab
Dachte ichs mir doch.
Du hast nichts verstanden!
Bühnenrandträger und Treppenwangen erhalten fast immer ein Geländer. Durch dieses Geländer wird eig. immer auch eine relativ starke Torsionskraft in die U-Profile eingeleitet.
Eingeschraubte Gitterroststufen bei Treppenwangen wirken so torsionsbehindernd, dass eher die Geländerpfosten abbrechen, als das sich das U auch nur 1mm verdreht!!!
Bei Bühnenrandträgern mußt du die sehr torsionssteif anschließen. Sonst wackelt das Randgeländer!!!!
Und jezt wollt ihr einen Bgdk führen....Guten Morgen!
Gruß Gustav
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