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THEMA: Fußpunktschwelle 12/24 hochkant

Re: Fußpunktschwelle 12/24 hochkant 02 Dez 2003 22:06 #1305

  • Andreas aus Braunschweig
  • Andreas aus Braunschweigs Avatar
Hallo Kollege Sollacher,<br />
=>> Sollacher: gut wäre das schon, aber wie geht das?<br />
=>> Andreas: meine Stellungnahme für den Bauherrn bzw. Zimmermann lautet bis jetzt:<br />
Die Einwirkungen aus dem Dachstuhl die die Verdrehung der Schwelle erzeugen müssen reduziert werden. Hierzu muß die Schwelle entlastet werden. <br />
1. Der gesamte Dachstuhl ist im Bereich der Mittelpfetten an den End- und Mittelauflagern so anzuheben bis die verdrehungserzeugenden Kräfte am Fußpunkt abgebaut sind. Ggf. ist das Mauerwerk über den Pfettenendauflagern freizustemmen.<br />
2. Danach ist die aussteifende Scheibe in Kehl- balkenebene und die zusätzlichen aussteifenden Holzständerständerwände herzustellen. <br />
3. Zur Zentrierung der Sparrenauflager im Bereich der Fußpunkte sind Knaggen auf der Sparrenunterseite an jeden Sparren anzunageln.<br />
Habe allerdings auch dazugeschrieben:<br />
Wenn der Lösungsvorschlag fachlich oder technisch Probleme bereitet, ist die Schwelle auszubauen, der massive Drempel aus Beton zu erhöhen und eine Schwelle b/d = 12/8 cm einzubauen. Hierzu sind dann weitere Angaben erforderlich !!! <br />
<br />
=>> Sollacher: sind die pfeten am first verblattet oder besteht druckkontakt ?<br />
=>> Andreas: First mit Druckkontakt, konstruktives Firstholz 10/10 mit darunterligenden Laschen <br />
"Fußpunkte trotzdem mit Knaggen zentrieren"<br />
=>> Sollacher: was bringt´s? wie löst du die probleme mit der verbindungsmittelnachgiebigkeit?<br />
ob das überhaupt zielführend sein kann, s.o.?<br />
=>> Andreas: sehe ich auch so, bringt meiner Meinung nach auch nicht´s. Wenn ich die Verdrehung wegbekomme bringen die zusätzlichen Knaggen nichts weil die H-Last infolge der V-Last (s. vorher = 0,57 KN) relativ klein. Angst-Knaggen geben dem Bauherrn aber ein gutes Gefühl.<br />
<br />
Im Holzrahmenbau ist der Drempel alltäglich und die Windlasten werden häufig komplett über die Kehlbalkenscheibe abgleitet wenn mit der Drempelschwelle kein L/300 eingehalten werden kann oder keine aussteifenden Wände vorhanden sind. <br />
Vielen Dank für eure Anregungen u. Mithilfe.<br />
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Re: Fußpunktschwelle 12/24 hochkant 03 Dez 2003 10:33 #1306

  • ML Sollacher
  • ML  Sollachers Avatar
na gut - du hast die ursachen erkannt. über die "behebung" könnte man diskutieren ;-)<br />
<br />
in deinem initialbeitrag schriebst du:<br />
"wurde ... ein neuer Dachstuhl mit einem 45 ° Pfettendach aufgestellt"<br />
genau das ist die krux: es ist kein reiner pfettendachstuhl! wenn nicht die verbindungsmittel sehr weich sind, ist das ein kehlbalkendach!<br />
<br />
wer mal in die situation kam, solche gebilde (wegen schäden oder allfälligen sanierungen) mit erheblichen aufwand nachrechnen zu "dürfen" (3-d.), der kennt die drastische wirkung der kehlriegel.<br />
stell dir das dach ohne pfetten vor: was soll passieren? ich denke nicht an rechnerische überlastung der stäbe u. anschlüsse, sondern an verformungen?<br />
vertikal in kehlebene 2cm? OHNE pfetten? :-)<br />
horizontal am fuss 1/2cm?<br />
das sind verformungen, die bei diesem system sowieso kommen. <br />
wenn´s dich interessiert, rechne das wenigstens komplett 2-d, mit stützensenkung. <br />
ist vielleicht auch besser, als ärger bei der "sanierungskostenumlegung" :-)<br />
<br />
viel spass, markus <br />
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