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Brandschutz Stahlbau - Beschichtung

  • FeldmannD
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Brandschutz Stahlbau - Beschichtung

20 Juni 2026 13:44
#
Hallo, ich hätte eine praktische Einsteigerfrage bezüglich Brandschutzbeschichtungen für Stahlträger.
Ich muss einen Unterzug aus Stahl bemessen. Anforderung F30. Der Kunde wünscht sich keine Verkapselung. Die I-Trägerkontur soll erhalten bleiben. Ich hätte nun gedacht, ich führe den Nachweis analog zur Verkapselung (Kasten) mit Gipsplatten, wofür ich ja folgende Daten des Materials brauche:
  • Rohdichte 
  • Wärmeleitfähigkeit 
  • Spezifische Wärmekapazität
Jetzt habe ich bei der ausführenden Beschichtungsfirma diese Daten für den Anstrich erfragt. Dort wurde mir jedoch mitgeteilt, dass die  Schichtdicken und U/A-Werte für eine F30-Beschichtung vom Hersteller/Beschichtungslieferanten kommen.

Jetzt frage ich mich, wie bzw. ob ich den Nachweis für die Heißbemessung überhaupt führen muss. Die Firma kennt ja weder statisches System, noch Schnittgrößen. Wie können diese dann festlegen das der Unterzug F30 standhält oder nicht?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mich hier jemand aufklären könnte. Vielen Dank.
 

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Re: Brandschutz Stahlbau - Beschichtung

20 Juni 2026 15:03
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Stichwort
Reaktives Brandschutzsystem
bei uns im Industriebereich wird Chartek 7 verwendet,
ist für F30 sicher etwas übertrieben
aber zum verständnis hilft das lesen der Zulassung trotzdem
www.dibt.de/pdf_storage/2017/Z-19.11-2109(1.19.11-27!17).pdf

beachte, chartec ist eine mehrfachbeschichtung mit gewebeeinlage, die trägt ziemlich dick auf,
auch zu beachten ob Innen- oder außenbauteil, die schicken bildchen die man im internet sieht sind immer innenbauteile, da ist die schichtdicke gering und die profilform immer schön scharfkantig, bei außenbauteilen und höheren anforderungen sieht das dann aber aus, als wenn ein kindergartenkind den träger/stütze mit knete ummantelt hat

der feuertrutz ist auch immer eine gute erkenntnisquelle
www.feuertrutz.de/reaktive-brandschutzbe...d-brandschutzsysteme

ba
In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr als in einer übertrieben genauen Rechnung.[Gauß]

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  • FeldmannD
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Re: Brandschutz Stahlbau - Beschichtung

20 Juni 2026 16:14
#
Ok. Vielen Dank. Schau ich mir mal an. 
Soviel ich vom Beschichter weiß, wird die Oberfläche nach der Behandlung nochmal lackiert, so dass es die Ursprungsoptik beibehält. 

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  • Sebastian Fellner
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Re: Brandschutz Stahlbau - Beschichtung

22 Juni 2026 04:43
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Morgen,

F30 kriegst du auch mit Verzinkung hin. Träger ist ein paar Nummern größer, kommt drauf an. Haben wir jetzt schon öfters gemacht.

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  • FeldmannD
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Re: Brandschutz Stahlbau - Beschichtung

22 Juni 2026 10:48
#
Funktioniert nicht, der Querschnitt wird zu groß. Habe ich schon versucht.

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  • cebudom
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Re: Brandschutz Stahlbau - Beschichtung

22 Juni 2026 15:33
#
Jetzt habe ich bei der ausführenden Beschichtungsfirma diese Daten für den Anstrich erfragt. Dort wurde mir jedoch mitgeteilt, dass die  Schichtdicken und U/A-Werte für eine F30-Beschichtung vom Hersteller/Beschichtungslieferanten kommen.

Jetzt frage ich mich, wie bzw. ob ich den Nachweis für die Heißbemessung überhaupt führen muss. Die Firma kennt ja weder statisches System, noch Schnittgrößen. Wie können diese dann festlegen das der Unterzug F30 standhält oder nicht?
Ja Unterlagen für Brandschutz-Beschichtungssystem bekommst du vom System-Hersteller nicht vom Applizierer
Für die Auslegung benötigt man: A/V-Verhältnis, Querschnitt, Ned/Nrd oder Ausnutzung im klaten Zustand, Beflammung (all-seitig, 3-seitig, usw), Unterscheidung: Biegeträger, Druck-Stütze, Zug-Glied, Anforderung an Feuerwiderstand: R30/R60/90 usw, Rechnerische-Design-Temperatur --> Aus dem ganzen wird die Hersteller-abhängige Schichtdicke ermittelt

Entweder schickt man das an die Technische Hotline vom System-Hersteller, oder man muss sich soweit zugänglich die Tabellen selber durchackern

Auf der Statik-Seite gehst du in die Bemessung mit der Design-Temperatur rein. Verkürzt:
Kleine Schichtdicken, hohe rechnerische Desing-Temperatur
Große Schichtdicken, geringe rechnerische Design-Temperaturen

Nachweis wie Ummantelung vergiss, man bekommt keine Wärmeleitfähigkeiten usw vom Hersteller, sondern geprüfte Schichtdicken-Werte für gewisse Schichtdicken-A/V-Temperatur-Querschnittstyp-R_Zeit Kombinationen ... gängige Schichtdicken sind irgendwo ein paar tauschend µm (2-6 mm) 

Vorsicht: um das Beschichtungssystem müssen ein paar Zentimeter Luft/Platz bleiben für das Aufschäumen vom System ... da gibt es durchaus Brandschutz-Experten die auf sowas schauen ;)



 

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