Kelleraußenwand in Mauerwerk mit Stahlbeton-Aussteifung
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Kelleraußenwand in Mauerwerk mit Stahlbeton-Aussteifung
25 Mai 2026 06:15
Hallo zusammen!
Durch eine unglückliche Verkettung von Umständen ist jetzt folgende Situation entstanden:
Bodenplatte ist gebaut, die geplante 30cm HFT- Stb-Wand kann nicht gebaut werden. Statt in Ortbeton zu bauen hat der AN in meiner Abwesendheit 24cm KS Steine bestellt und möchte mit denen bauen.
Natürlich soll auch ohne nennenswerte Auflast nach der Herstellung der Kellerdecke verfüllt werden (Verfüllung bis OK FFB EG), lichte Höhe Keller 2,67m.
Von vornherein planen würde ich das nicht, aber technisch möglich ist es, durch den Einsatz von Aussteifungsstützen, zusätzlich noch einen Ringbalken ringsum in Höhe Fensterbrüstung (Lichtschächte).
Gibt es Kollegen, die sowas routiniert umsetzen, die noch Tipps haben? Stoßfugen vermörteln, zugelassene Mauer-Sperrschicht ist noch zu beachten.
Sollten noch Maueranker zum Einsatz kommen im Stoß MW-Stb?
Für Tipps wäre ich dankbar!
Gruß Max
Durch eine unglückliche Verkettung von Umständen ist jetzt folgende Situation entstanden:
Bodenplatte ist gebaut, die geplante 30cm HFT- Stb-Wand kann nicht gebaut werden. Statt in Ortbeton zu bauen hat der AN in meiner Abwesendheit 24cm KS Steine bestellt und möchte mit denen bauen.
Natürlich soll auch ohne nennenswerte Auflast nach der Herstellung der Kellerdecke verfüllt werden (Verfüllung bis OK FFB EG), lichte Höhe Keller 2,67m.
Von vornherein planen würde ich das nicht, aber technisch möglich ist es, durch den Einsatz von Aussteifungsstützen, zusätzlich noch einen Ringbalken ringsum in Höhe Fensterbrüstung (Lichtschächte).
Gibt es Kollegen, die sowas routiniert umsetzen, die noch Tipps haben? Stoßfugen vermörteln, zugelassene Mauer-Sperrschicht ist noch zu beachten.
Sollten noch Maueranker zum Einsatz kommen im Stoß MW-Stb?
Für Tipps wäre ich dankbar!
Gruß Max
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- Dan_Statik
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Re: Kelleraußenwand in Mauerwerk mit Stahlbeton-Aussteifung
25 Mai 2026 08:14
Ist Grundwasser/aufstauendes Sickerwasser ein Thema?
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- mstockm
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Re: Kelleraußenwand in Mauerwerk mit Stahlbeton-Aussteifung
25 Mai 2026 08:59
Weder noch HGW ist drunter, Boden ist nicht bindig (Brandenburg).
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- Statiker_LS
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Re: Kelleraußenwand in Mauerwerk mit Stahlbeton-Aussteifung
26 Mai 2026 09:34
Meine Erfahrungen zu diesem Thema sind:
Die Stoßfugen sind m.E. zwingend zu vermörteln.
Eine Verzahnung Stb-Mauwerk würde ich konstruktiv immer ausführen.
Maßgebend waren folgende Nachweise:'
-Stahlbetonstütze an der Ecke mit der Belastung aus Gewölbeschub. Die erforderliche Bewehrung war damals deutlich größer als bei der Innenstütze
-Bei Lichtschächten sollte man auch bei den inneren Stahlbetonstützen den Lastabtrag überprüfen. Lichtschächte hatte ich bei der o.g. Konstruktion aber noch nicht.
-Nachweis Endverankerung der Stahlbetonstützenbewehrung
-Nachweis Fuge Stahlbetonstütze - Bodenplatte, da ja die Bodenplatte schon betoniert ist.
Gruß
Die Stoßfugen sind m.E. zwingend zu vermörteln.
Eine Verzahnung Stb-Mauwerk würde ich konstruktiv immer ausführen.
Maßgebend waren folgende Nachweise:'
-Stahlbetonstütze an der Ecke mit der Belastung aus Gewölbeschub. Die erforderliche Bewehrung war damals deutlich größer als bei der Innenstütze
-Bei Lichtschächten sollte man auch bei den inneren Stahlbetonstützen den Lastabtrag überprüfen. Lichtschächte hatte ich bei der o.g. Konstruktion aber noch nicht.
-Nachweis Endverankerung der Stahlbetonstützenbewehrung
-Nachweis Fuge Stahlbetonstütze - Bodenplatte, da ja die Bodenplatte schon betoniert ist.
Gruß
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Re: Kelleraußenwand in Mauerwerk mit Stahlbeton-Aussteifung
26 Mai 2026 11:58 - 26 Mai 2026 11:59
Danke für die Hinweise!
Tatsächlich kommt am Stützenfuß einiges an Last zusammen, v.a.bei den Eckstützen aus Gewölbeschub wie von dir geschrieben.
Aktuell stecke ich beim Nachweis der Verbundfuge Bodenplatte-Stützenfuß.
Die Fischer Software lässt hier erstmal nur Vrdc zu.
Frage wäre, ob (bzw ab welcher Verankerung) ich die eingeklebte Bewehrung als "normale" Bewehrung für den Schubnachweis vrdi (Gl. 6.25 EC2) ansetzen kann.. falls jemand etwas weiß, gern einen Hinweis geben!
Tatsächlich kommt am Stützenfuß einiges an Last zusammen, v.a.bei den Eckstützen aus Gewölbeschub wie von dir geschrieben.
Aktuell stecke ich beim Nachweis der Verbundfuge Bodenplatte-Stützenfuß.
Die Fischer Software lässt hier erstmal nur Vrdc zu.
Frage wäre, ob (bzw ab welcher Verankerung) ich die eingeklebte Bewehrung als "normale" Bewehrung für den Schubnachweis vrdi (Gl. 6.25 EC2) ansetzen kann.. falls jemand etwas weiß, gern einen Hinweis geben!
Letzte Änderung: 26 Mai 2026 11:59 von mstockm.
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- Statiker_LS
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Re: Kelleraußenwand in Mauerwerk mit Stahlbeton-Aussteifung
26 Mai 2026 12:17
Hallo,
meines Erachtens kann man die eingeklebte Bewehrung als Längsbewehrung ansetzen.
Vorraussetzungen:
-Der Nachweis der Endverankerung (indirekte Lagerung!) wird erbracht. Ich weiß nicht wie dick Deine Bodenplatte bzw. Deine möglich Bohrlochtiefe ist. Das ist ein häufiges Problem bei zu kurzen Endauflagerlängen.
-Die Auflagerkraft ist in die Bodenplatte zuzückzuhängen, weil indirekte Lagerung vorliegt. Dann muss Du prüfen,
welche horizontale Bewehrung vorhanden ist und ob diese schlaufenartig ausgeführt wurde. Die Bodenplatte ist ja schon fertig.
-Die Bewehrung ab OK Bodenplatte wird nach oben mit der Übergreifungslänge verankert.
Im Detail must Du Dir die Zulassung/Eta zwingend durchlesen.
u.a. z.B. in Hinblick auf Mindestbohrlochtiefen, Mindestrandabstand eingeklebten Bewehrung.
Das Kleingedruckte kenne ich nicht auswendig.
Gruß
meines Erachtens kann man die eingeklebte Bewehrung als Längsbewehrung ansetzen.
Vorraussetzungen:
-Der Nachweis der Endverankerung (indirekte Lagerung!) wird erbracht. Ich weiß nicht wie dick Deine Bodenplatte bzw. Deine möglich Bohrlochtiefe ist. Das ist ein häufiges Problem bei zu kurzen Endauflagerlängen.
-Die Auflagerkraft ist in die Bodenplatte zuzückzuhängen, weil indirekte Lagerung vorliegt. Dann muss Du prüfen,
welche horizontale Bewehrung vorhanden ist und ob diese schlaufenartig ausgeführt wurde. Die Bodenplatte ist ja schon fertig.
-Die Bewehrung ab OK Bodenplatte wird nach oben mit der Übergreifungslänge verankert.
Im Detail must Du Dir die Zulassung/Eta zwingend durchlesen.
u.a. z.B. in Hinblick auf Mindestbohrlochtiefen, Mindestrandabstand eingeklebten Bewehrung.
Das Kleingedruckte kenne ich nicht auswendig.
Gruß
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