Anpralllasten aus Straßenfahrzeugen, Weiterleitung auf Fundamente
- mmue
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Anpralllasten aus Straßenfahrzeugen, Weiterleitung auf Fundamente
11 Apr. 2026 14:09
Hallo,
Lt. DIN EN 1991-1-7/NA, NDP zu 4.1(1) ist eine Weiterleitung der Anpralllasten in die Fundamente in der Regel nicht maßgebend. Aber was heißt 'in der Regel'? Und z.B. für den Anprall auf eine eingespannte Kragstütze? Bemessung der Stütze für Anprall und was das Fundament mit der enormen Last macht ist egal? Wo ist die Abgrenzung, wann Fundamentnachweise erforderlich sind?
Habe bislang keine zufriedenstellende Literatur dazu gefunden.
Ich weiß, wir hatten das Thema hier schon mal. Aber die v.g. Frage wurde da auch nicht beantwortet.
Gruß
mmue
Lt. DIN EN 1991-1-7/NA, NDP zu 4.1(1) ist eine Weiterleitung der Anpralllasten in die Fundamente in der Regel nicht maßgebend. Aber was heißt 'in der Regel'? Und z.B. für den Anprall auf eine eingespannte Kragstütze? Bemessung der Stütze für Anprall und was das Fundament mit der enormen Last macht ist egal? Wo ist die Abgrenzung, wann Fundamentnachweise erforderlich sind?
Habe bislang keine zufriedenstellende Literatur dazu gefunden.
Ich weiß, wir hatten das Thema hier schon mal. Aber die v.g. Frage wurde da auch nicht beantwortet.
Gruß
mmue
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- diego
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Re: Anpralllasten aus Straßenfahrzeugen, Weiterleitung auf Fundamente
11 Apr. 2026 14:31 - 11 Apr. 2026 14:34
Hallo,
ich fürchte, eine klare Abgrenzung wirst du nicht finden.
Und ich denke, die reine Kragstütze ist nicht die Regel. Aber zwischen dieser und der Stütze an der Hausecke, die noch 5 Stockwerke trägt, wirst du bestimmt eine schöne Grauzone finden, in der man sich überlegen muss, wie man vorgeht.
PS.: ich bin nur Hochbauplaner. Die Ingenieurbauer hier werden bestimmt eine ZTV oder sonstige Regel der öffentlichen Aufttraggeber kennen, die da genauer ist...
ich fürchte, eine klare Abgrenzung wirst du nicht finden.
Und ich denke, die reine Kragstütze ist nicht die Regel. Aber zwischen dieser und der Stütze an der Hausecke, die noch 5 Stockwerke trägt, wirst du bestimmt eine schöne Grauzone finden, in der man sich überlegen muss, wie man vorgeht.
PS.: ich bin nur Hochbauplaner. Die Ingenieurbauer hier werden bestimmt eine ZTV oder sonstige Regel der öffentlichen Aufttraggeber kennen, die da genauer ist...
Letzte Änderung: 11 Apr. 2026 14:34 von diego. Begründung: PS
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Re: Anpralllasten aus Straßenfahrzeugen, Weiterleitung auf Fundamente
12 Apr. 2026 14:50 - 12 Apr. 2026 14:51
Bei Hallenstützen wird die Anpralllast häufiger mal maßgebend.
Bei Innenstützen von Tiefgaragen mit einer hohen Auflast ist meist die "ständig-vorübergehende Bemessungssituation" maßgebend.
Ich bin überwiegend im Hallenbau unterwegs und dort wird von den Prüfern in der Regel, der Nachweis inkl. Anpralllast gefordert.
Bei Innenstützen von Tiefgaragen mit einer hohen Auflast ist meist die "ständig-vorübergehende Bemessungssituation" maßgebend.
Ich bin überwiegend im Hallenbau unterwegs und dort wird von den Prüfern in der Regel, der Nachweis inkl. Anpralllast gefordert.
Letzte Änderung: 12 Apr. 2026 14:51 von Dan_Statik.
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- mmue
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Re: Anpralllasten aus Straßenfahrzeugen, Weiterleitung auf Fundamente
12 Apr. 2026 17:02
Hallo,
Bei geringen Geschwindigkeiten im Hallenbau mag das gehen, aber bei der Sanierung eines beschädigten Gebäudepfeilers nach einem PKW-Anprall aus dem öffentlichem Straßenraum sieht das schon anders aus. Bei einem kleinen Gebäude wie im vorliegenden Fall gibt es gar nicht genug Eigengewicht, um einen Nachweis gegen Fundamentgleiten zu führen. Für ein entspr. großes Fundament gibt es nicht genug Platz. Aber das Gebäude ist nun mal da und die Straße auch. Also, was tun?
Gruß
mmue
D.h. Nachweis der Fundamente incl. Gleiten, Kippen, Grundbruch etc.?Ich bin überwiegend im Hallenbau unterwegs und dort wird von den Prüfern in der Regel, der Nachweis inkl. Anpralllast gefordert.
Bei geringen Geschwindigkeiten im Hallenbau mag das gehen, aber bei der Sanierung eines beschädigten Gebäudepfeilers nach einem PKW-Anprall aus dem öffentlichem Straßenraum sieht das schon anders aus. Bei einem kleinen Gebäude wie im vorliegenden Fall gibt es gar nicht genug Eigengewicht, um einen Nachweis gegen Fundamentgleiten zu führen. Für ein entspr. großes Fundament gibt es nicht genug Platz. Aber das Gebäude ist nun mal da und die Straße auch. Also, was tun?
Gruß
mmue
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- Dan_Statik
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Re: Anpralllasten aus Straßenfahrzeugen, Weiterleitung auf Fundamente
13 Apr. 2026 06:57
Leider ja. Ich habe es zweimal gehabt, dass der Prüfer es nachträglich gefordert hat, vorher habe ich die Fundamentnachweise auch ohne Anprall geführt.
Das Eigengewicht des Anprallfahrzeuges nehme ich dann aber auch mit. Fürs Gleiten habe ich auch schon argumentiert, dass die Fundamente nicht gleiten können, weil sie sich an der Sohle festhalten, sofern diese nicht schwimmend ausgeführt wird.
Das Eigengewicht des Anprallfahrzeuges nehme ich dann aber auch mit. Fürs Gleiten habe ich auch schon argumentiert, dass die Fundamente nicht gleiten können, weil sie sich an der Sohle festhalten, sofern diese nicht schwimmend ausgeführt wird.
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