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Carport Baugrundgutachten, übertrieben oder in diesem Fall doch sinnvoll 25 Mär 2026 16:01 #85934

Hallo Kollegen,
ich plane derzeit privat für mich selber (bin Statiker) einen Carport. Skizze und Baugrundthematik ist im Angang dargestellt/ beschrieben. Über Meinungen zum Thema würde ich mich freuen.....Fundamente wesentlich größer machen, dass die Pressung schon fast gleichmäßig ist.......Gewicht reduzieren, eigentlich ungern, jedoch viel Dachlast da Gründach mit Clt.....Baugrundgutachten machen lassen, jedoch Pfahlgründung und Bodeaustausch oder ähnliches kommt nicht in Frage.......

 

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Letzte Änderung: von Maxl Bau.

Carport Baugrundgutachten, übertrieben oder in diesem Fall doch sinnvoll 25 Mär 2026 16:30 #85935

Du planst für dich privat selber als Statiker einen Carport und willst ein Bodengutachten machen lassen ?
Entweder bist du überarbeitet oder betrunken oder beides :P

Da ist doch im Schnitt ein KG eingezeichnet, was spricht dagegen mit Magerbeton das bis auf die FUUK vom Bestand zu führen ?
Selbst wenn du den Betonmischer kommen lässt und Mindermengenzuschlag und/oder Restbetonentsorgung zahlen musst, wird es weniger ausmachen das die Kosten fürs BG

Oder du rechnest mit ca. Sigma_zul 50 - 80 kN/m² (je nachdem wie schlecht der Boden tatsächlich ist und wie Setzungsempflindlich die Konstruktion ist) .. dann wird der Patschen wahrscheinlich etwas mehr als 2m breit .... ist auch billiger als der BG 


 

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Carport Baugrundgutachten, übertrieben oder in diesem Fall doch sinnvoll 26 Mär 2026 05:52 #85937

  • Sebastian Fellner
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  • Beiträge: 189
Guten Morgen,

das ist also ein versetztes Kragarmdach mit CLT-Decke und Gründach für einen Carport. Da ist schon ein bißchen Spielerei drin oder?

Nimm doch die Setzungen in Kauf, ist nur ein Carport. Die Wand rechts unten gehört auch zu deinen Grundstück? Belastbar? Ansonsten hat der Kollege schon viel geschrieben, einfach großes Fundament. Oder Fundament+Bodenaustausch mit 50cm für ein gutes Polster, da würde ich mich halt mit der Baufirma kurzschließen, was günstiger ist.
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Carport Baugrundgutachten, übertrieben oder in diesem Fall doch sinnvoll 26 Mär 2026 07:52 #85938

@Cebudom
"Da ist doch im Schnitt ein KG eingezeichnet, was spricht dagegen mit Magerbeton das bis auf die FUUK vom Bestand zu führen ?"
Das eine Fundament grenzt an einen gemeinsamen befahrenen Garagenhof an. Das andere an eine 1,80 m Hohe Gartenmauer, welche direkt an den öffentlichen Raum grenzt. Aushub bis auf FUUK Bestandshaus ist daher nicht ohne Verbau möglich und daher ausgeschlossen.
"Oder du rechnest mit ca. Sigma_zul 50 - 80 kN/m²"
Hast du gelesen dass in der geplanten Grüdungstiefe eventuell Torfböden anstehen? 

@Sebastian Fellner
Da ist schon ein bißchen Spielerei drin oder?
Weniger Spielerei als Notwendigkeit. Ein normales Carport (4 Stützen) würde die Möglichkeit nehmen das Auto weiter von der Hauswand (teils auf Grünstreifen der Gemeinde) zu parken um einen entspannteren Durchgang zu haben. Die Kragstützen nur an der Hauswand würden ebenfalls den Durchgang einschränken. Das Clt-Dach würde ich auch machen, damit Bewegungen der diagonal gegenüberstehenden Kragarme in der Dachabdichtung keinen Schaden anrichten können.
Die Wand rechts unten gehört auch zu deinen Grundstück? Belastbar?
Ja das ist meine Wand, diese ist aus Stahlbeton und in WU-Bauweise (2001) gebaut. Da mache ich mir keine Sorgen.
Oder Fundament+Bodenaustausch mit 50cm für ein gutes Polster
Polster müsste ja mindestens seitlich ebenfalls 50 cm ausgebreitet werden, damit es einen Nutzen hat. Dann bekomme ich riesen Löcher und auch wieder Problem mit Verbau.

Zusammenfassend
Torf könnte ca. 1,2 bis 3,0 m unter GOk anstehen (Bohrung Nachbargrundstück). Schwere Rammsondierung N10 Schlagzahl zwischen 0 und 3. 
Mein Gedanke wäre ein großes Fundament bzw. Umplanung auf Trapezblech und nicht mehr begrünt wenn es der Boden nicht anders ermöglicht und Pressungen reduzieren.
Aber welche Pressungen sind auf Torf vertretbar, vermutlich wenig z.B. Pressung zul. 5-20 kN/m² bei ca. 2 cm Setzung? 

Danke euch beiden für eure Beteiligung!



 

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Letzte Änderung: von Maxl Bau.

Carport Baugrundgutachten, übertrieben oder in diesem Fall doch sinnvoll 26 Mär 2026 09:28 #85939

Das eine Fundament grenzt an einen gemeinsamen befahrenen Garagenhof an. Das andere an eine 1,80 m Hohe Gartenmauer, welche direkt an den öffentlichen Raum grenzt. Aushub bis auf FUUK Bestandshaus ist daher nicht ohne Verbau möglich und daher ausgeschlossen.
Wenn du meinst dass der Aushub auf FUUK nicht möglich ist, auch  nicht abschnittsweise, dann soll es so sein. 
Mich würde mal interessieren, wie die "Gartenmauer" fundiert ist, und ob diese sich gesetzt hat.

Torf könnte ca. 1,2 bis 3,0 m unter GOk anstehen (Bohrung Nachbargrundstück). Schwere Rammsondierung N10 Schlagzahl zwischen 0 und 3. 
Mein Gedanke wäre ein großes Fundament bzw. Umplanung auf Trapezblech und nicht mehr begrünt wenn es der Boden nicht anders ermöglicht und Pressungen reduzieren.
Aber welche Pressungen sind auf Torf vertretbar, vermutlich wenig z.B. Pressung zul. 5-20 kN/m² bei ca. 2 cm Setzung?

Schlagzahlen sind für bindige Böden wenig aussagekräftig, für organische gar nicht. 
Ja ein großes Fundament wäre sicher, auch eine Möglichkeit. Man könnte auch gleich eine durchgehende StB-Bodenplatte bauen auf die man die StaKo schraubt, die Pressungen werden wahrscheinlich nicht viel größer sein als die von dir genannten Pressungen

Ich fasse zusammen:
Du willst keine Tiefenfundierung,  keine Bodenauswechslungen, einen Schurf bis 3m wahrscheinlich auch nicht (obwohl für Begutachtung Boden wahrscheinlich erforderlich wäre), und sonstige Bodenverbesserungsmaßnahmen wahrscheinlich auch nicht. Du willst aber einen Bodengutachter finden, der Erfahrung mit Torfböden als tragender Baugrund hat und dir für so einen Torfboden entsprechende Bodenparameter und/oder zulässige Pressungen angibt. Ich nehme mal an das Bodengutachten soll nicht teurer sein als der Carport, am bessten billig bis gratis.
Eins kann ich dir versichern: gratis gibt es in der Baubranche gar nichts, aber dafür vieles umsonst.

Ich bin raus
 

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Letzte Änderung: von cebudom.

Carport Baugrundgutachten, übertrieben oder in diesem Fall doch sinnvoll 26 Mär 2026 10:30 #85940

Hallo,

Aber welche Pressungen sind auf Torf vertretbar, vermutlich wenig z.B. Pressung zul. 5-20 kN/m² bei ca. 2 cm Setzung? 

Das ist bei Torf keine Frage der zulässigen oder vertretbaren Pressung. Der Torf (wenn er denn in nennenswerter Dicke auftritt) verringert sein Volumen über die Jahre durch Zersetzung, und zwar ziemlich unabhängig von der Auflast oder Pressung. Es ist also weniger eine Frage nach der (Anfangs-)Standsicherheit, sondern ob du bei deinem Carport über die Jahre kontinuierlich Setzungen vertragen kannst. Und das hört nicht auf.

Also, vielleicht auch über eine Brunnenringgründung bis auf tragfähigen Boden nachdenken. Wobei sich das umliegende Pflaster natürlich weiter setzt. Das musst du dann später mal anpassen.

Gruß
mmue

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