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Belastungsversuche Geländer

Belastungsversuche Geländer

27 Feb. 2026 11:13 - 27 Feb. 2026 11:16
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Hat sich jemand zufällig schon mal mit Belastungsversuchen bei Geländern auseinander gesetzt?

Unabhängig von weiteren Möglichkeiten / Randbedingungen ist es aktuell Fakt, das ein bestehendes schmiedeeisenes Geländer (Denkmal) bezüglich Absturzsicherung eine "kleine" Erhöhung erhält. Unabhängig was man hier hätte vorab klären/abstimmen können, sind die Urbeteiligten nicht zu vernünftigen Lösungen zu bewegen. Daher bleibt faktisch nur, dass Geländer in einem Abschnitt testweise aufzubauen und es zu beproben... (fürs erste, ist mir sonst nix mehr eingefallen)

Jetzt die magische Fragen:
  • Hat schonmal jemand?
  • Hat wer ein Blatt Papier auf dem man hierzu was finden kann?
  • Wie sieht sowas aus?
  • Welche Lastfaktoren sollte man hier ansetzen. (Holmlast 1,00 kN/m)
Für Input wäre ich äußerst dankbar!
Beste Grüße

Ps: Ein wenig gegoogelt habe ich schon, da wird immer schön beschrieben, aber etwas "handfestes" konnte ich bisher nicht finden.
Letzte Änderung: 27 Feb. 2026 11:16 von ql2/99.

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Re: Belastungsversuche Geländer

27 Feb. 2026 12:34
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Ich habe gerade einen ähnlichen Fall. 
Bestehende Unterkonstruktio weitgehend "unklar" mit alten Geländer + Aufstockung.

Bauleitung/Architekt  lehnt Bestandsuntersuchungen ab... und ich mache keine Statik ohne Kenndaten vom Bestand. 
Habe dem Architekten dann auf diese Internetseite verwiesen
=10.0pt www.iexb.de/referenzen/nachweis-von-hori...n-bestandsbauwerken/

Habe bis dato noch keine Rückmeldung wie weiter vorgegangen wird. 


 
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Re: Belastungsversuche Geländer

27 Feb. 2026 12:51
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Wir hatten Ähnliche vor langer Zeit. Der PI ist bei dem Vorschlag, aus der Verformung bei definierter Last die Schnittkräfte und die Ausnutzung rückzurechnen, mitgegangen. Von der Baustelle habe ich gehört, die Prüfkonstruktion sei ziemlich komplex gewesen, weil nur Zugmessdosen verfügbar waren und Abstrebung gegen die nächstgelegene Wand nicht möglich war. Die Handlauferhöhung war wohl wegen begrenzer Schweißeignung nicht einfach. Ich war nicht auf der Baustelle, das Bestandsgeländer war eher so eine Sekundär-/Tertiärleistung. Ob das Verfahren realitätsnahe und/oder erfolgreiche Ergebnisse bringt, kommt auf den Einzelfall an.
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
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Re: Belastungsversuche Geländer

27 Feb. 2026 20:44
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Hat sich jemand zufällig schon mal mit Belastungsversuchen bei Geländern auseinander gesetzt?

Unabhängig von weiteren Möglichkeiten / Randbedingungen ist es aktuell Fakt, das ein bestehendes schmiedeeisenes Geländer (Denkmal) bezüglich Absturzsicherung eine "kleine" Erhöhung erhält. Unabhängig was man hier hätte vorab klären/abstimmen können, sind die Urbeteiligten nicht zu vernünftigen Lösungen zu bewegen. Daher bleibt faktisch nur, dass Geländer in einem Abschnitt testweise aufzubauen und es zu beproben... (fürs erste, ist mir sonst nix mehr eingefallen)

Jetzt die magische Fragen:
  • Hat schonmal jemand?
  • Hat wer ein Blatt Papier auf dem man hierzu was finden kann?
  • Wie sieht sowas aus?
  • Welche Lastfaktoren sollte man hier ansetzen. (Holmlast 1,00 kN/m)
Für Input wäre ich äußerst dankbar!
Beste Grüße

Ps: Ein wenig gegoogelt habe ich schon, da wird immer schön beschrieben, aber etwas "handfestes" konnte ich bisher nicht finden.
Wir haben dies letztes Jahr an einem denkmalgeschützten Treppengeländer, das um ca. 10 cm erhöht werden muss, machen lassen. Keiner der Beteiligten hat auch nur den Hauch einer Chance gesehen, die Geländerkonstruktion rechnerisch nachzuweisen.
Durchgeführt wurde das ganze von einem entsprechend spezialisierten Büro. Das Ganze lief im Prinzip unter dem Stichwort "experimenteller Nachweis der Standsicherheit". Die Belastungsversuche wurden in Anlehnung an DAfStb-Richtlinie "Belastungsversuche an Betonbauwerke" durchgeführt, auch wenn sowohl das Geländer als auch der Treppenlauf aus Stahl waren.
Der Versuch wurde so durchgeführt, dass die Ziellast stufenweise aufgebracht wurde, wobei jede Stufe für eine gewisse Zeit gehalten werden musste. Abbruchkriterium für jede Stufe war eine vom Büro definierte Verformung. In einem zweiten Schritt wurde dann nochmal eine Last aufgebracht und über eine längere Zeit gehalten um Kriecheinflüsse zu erfassen. Wenn sowohl die Maximallast erreicht wurde als auch die Verformungen unter "Dauerlast" unter dem definierten Grenzwert blieben und vor allem nicht weiter anstiegen, galt der Nachweis der Standsicherheit als erbracht.
Ergebnis war, dass die Geländerkonstruktion auch nach der zukünftigen Erhöhung die maßgebender Geländerlast von 1,0 kN/m aufnehmen kann. 
Sowohl das zunächst aufgestellte Prüfkonzept als auch der Belastungsversuch selbst wurden vom Prüfingenieur (wie auch immer) geprüft. Weitere Nachweise sind somit nicht mehr erforderlich, auch wie auch immer ausgeführte Verstärkungen werden nicht benötigt. Lediglich die Fußpunkte, bei denen einige Schrauben fehlen - was seltsamerweise keinen Einfluss auf den Belastungsbesuch hatte - müssen im Rahmen der eigentlichen Sanierung des Gebäudes instandgesetzt werden, wobei die Instandsetzung analog zum Bestand erfolgen darf.
Formal hatte ein Geländerlauf den Belastungsversuch nicht bestanden, allerdings hatte hier weder das Geländer selbst noch der Fußpunkt versagt, sondern eine Fuge im Treppenbelag aus Holz, an dem das Geländer festgeschraubt ist. Da der Treppenbelag allerdings ebenfalls erneuert wird und dabei gewährleistet wird, dass die Schrauben des Fußpunktes zukünftig nicht mehr in einer Fuge liegen, sind auch hier nach der Instandsetzung keine Verstärkungen notwendig geworden.

Zum Einlesen wäre also die genannte DAfStb-Richlinie "Belastungsversuche an Betonbauwerken" von Interesse oder man sucht sich ein entsprechend spezialisierte Büro unter dem Stichwort "Durchführung von Belastungsversuche" oder "Durchführung von experimentellen Untersuchengen an Bauelementen".
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Re: Belastungsversuche Geländer

05 März 2026 12:59
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in DIN EN ISO 14122-3 ist ein Prüfverfahren für Stahlgeländer beschrieben
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Re: Belastungsversuche Geländer

13 März 2026 11:01 - 13 März 2026 11:04
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Schmiedeeisen hat eine Zugfestigkeit von ca. 70-75N/mm².
Damit kann man versuchen einen Nachweis anzugehen.

Belastungsversuche sind mit Vorsicht durchzuführen. Je nach Alter des Geländers, wurden damals Kombinationen aus geschmiedeten Stahlteilen und gegossenen Gußeisenverzierungen (Füllung des Geländers unterhalb vom Handlauf) ausgeführt.
Die Füllungen reagieren nicht gut auf solche Versuche und brechen.
MCS - Ingenieurbüro für Bauwesen
Christian Marx
Fasanenweg 2, 66129 Saarbrücken
FON: +49 (0) 6805/943 145
FAX: +49 (0) 6805/943 146
www.mcs-info.de
Letzte Änderung: 13 März 2026 11:04 von ChristianMarx.
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