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Hallo,
wir haben ein Problem beim Ausbau unseres Hauses mit der vorhandenen Hohlkörperdecke und vielleicht habt Ihr Ideen, wie wir diese lösen können. Der Nachweis für die Aufnahmen der Vertikallasten und für die Aussteifung ist schwierig. Wir wollen eine Doppelhaushälfte mit zwei Etagen und Speicher energetisch sanieren und noch ein Stockwerk dazu einbauen, also auch Nachverdichten. Die Baugenehmigung und die Förderung liegen vor. Im EG und Obergeschoss 1 sind Hohlkörperdecken eingebaut, mit Trägerabstand ca. 62 cm. Dazwischen sind Mauersteine mit Gewölbe eingehängt und alles ist mit Beton (ohne Querbewehrung) vergossen. Die Gesamthöhe von UK Träger (ca. 11 * 5 cm) bis OK Beton liegt bei 21 cm und die maximale lichte Spannweite beträgt 4,15 m. Darunter ist eine verputzte Schilfrohrdecke, die über Dachlatten an den Trägern befestigt ist, mit einer Gesamthöhe von 6 cm. Für die Decke über OG1 (aktueller Speicherboden, ca 80 m2) gibt es keine Angaben für die zulässige Belastung und auch nicht über die vorhandene Bewehrung. Damit ist unklar, ob die zukünftigen Vertikallasten (einschließlich neuer Fußbodenheizung) von der Decke abgetragen werden können und zusätzlich fehlt eine ausreichende Scheibenwirkung, wie unser Statiker betont hat. Folgende Sanierungsmöglichkeiten sind in der Diskussion: Zusätzliche Holzplattendecke: Der erste Vorschlag war, eine zusätzliche Holzplattendecke (Stärke ca 16 cm) mit Distanzhölzer auf die vorhandene Decke aufzusetzen und zu verbinden - mit Scheibenwirkung. Darüber könnten alle Vertikallasten auf die Außenwand, bzw. Mittelwand übertragen werden. Der neue Holzbau kann dann direkt auf die neue Holzplatte aufgebaut werden. Es gibt auch mehr Schallschutz, aber wir verlieren ca. 20 cm Raumhöhe. Diesen Vorschlag finden wir nicht gut, da dann die Raumhöhe im neuen Speicher zu stark reduziert wird. Vorhandene Decke überprüfen: Mein Vorschlag wäre vorab zu prüfen, ob die vorhandenen Träger nicht ausreichend dimensioniert für die Vertikallasten sind. Wie haben dazu einen Belastungstest mit 6 Personen in der Mitte eines Einzelträgers durchgeführt, mit einer Auflast von ca 420 kg (6 Personen) und nur 3 mm Durchbiegung gemessen. Zulässig wären wohl l/250 = 4150/250 =16,6 mm - da könnten noch Reserven sein. Wir könnten weitere Belastungstest durchführen, einen Träger ausbauen (der ohnehin im Treppenhaus ausgebaut werden muss) und die vorhandene Bewehrung untersuchen. Damit könnte ein Stahlbetonbalken dann berechnet werden. Die Scheibenwirkung könnte durch eine bewehrte Lage von Aufsatzbeton oder besser gewichtssparend durch diagonale Zugbänder hergestellt werden. Hat jemand Erfahrung damit? Neue Träger zwischen die vorhandenen Träger einbauen : Dazu müssten die Mauerhohlsteine vorsichtig ausgebaut werden, Auflagerbereiche hergestellt, vorhandene Träger in der Höhe gekürzt und alles mit neuem bewehrtem Aufbeton vergossen werden. Eine filigrane Arbeit, aber das darunterlegende Geschoss wäre bis auf Stützen weitgehend verschont von den Umbauarbeiten. Die an den alten Trägern gehängte Schilfrohrdecke könnte erhalten bleiben. Komplett neue Decke: Aus Holzfertigelementen (dann müsste wohl zusätzlich vorab ein Ringbalken erstellt werden) oder als Filigrandecke mit einer endgültigen konstruktiven Gesamtstärke von ca. 18 cm. Eine Radikallösung, aber bei der Variante mit Beton könnte auch ein Ringbalken eingebaut werden. Für das aktuell bewohnte Geschoss unter der Decke wäre dies eine Herausforderung, aber auch irgendwie machbar. Alles ist recht aufwendig und wir suchen die richtige Lösung. Speicherausbau und Hohlkörperdecken (ohne alte Statik) sind gewiss kein Einzelfall und ich kann mir nicht vorstellen, dass immer gleich eine neue Decke eingebaut wird. Meine Frage in die Runde, ob es hier gute Ideen gibt und wie diese umgesetzt werden können. Danke und viele Grüße Dieter Anhänge: |
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Wetten, du bekommst hier keine Antwort.
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Wieso sollte ich hier keine Antwort bekommen?
Das Problem mit den Hohlkörperdecken gibt es doch gewiss häufig und Lösungen muss es doch dazu geben. Bin extra in das Forum gegangen, um als Wasserbauingenieur mit wenig Hochbauerfahrung für unser Wohnhaus eine gute Lösung zu finden. Also liebe Gemeinschaft - wie würdet Ihr sanieren. Grüße Dieter |
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Hier schon die erste Antwort:
Alle vier Lösungen sind denkbar und ggf. findet man weitere. Daher mit Fachleuten vor Ort alles prüfen, durchrechnen lassen und umsetzen. Helmut |
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Faktisch sollte das heißen: "Das hier ist ein Forum von Statikern für Statiker und keine kostenlose Bauherrenberatung."
Beste Grüße |
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