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THEMA: Grundlegende Überlegung: 3t Kranbahn in Garage?

Grundlegende Überlegung: 3t Kranbahn in Garage? 05 Jun 2019 16:24 #65131

  • EinMarc
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Hallo allerseits,

ich hoffe, ich bin hier jetzt richtig bzw trete nicht in ein Fettnäpfchen...
Ich suche nach ein paar grundlegenden Meinungen/Ideen zum Thema einer Verbringungsmöglichkeit von schweren Maschinen durch ein Bodenloch in einen Keller.

Detaillierter:
Wir stehen vor dem Bau eines freistehenden EFH und mein Hobby ist Fräs- und Drehmaschinen zu restaurieren. Dementsprechend habe ich einige kleinere Industriemaschinen (max. 1,5t schwer) angesammelt, die ich in den Keller des Neubaus einbringen, bei Gelegenheit aber auch wieder hinaus befördern können möchte. Idealerweise ohne diese zu zerlegen.

Dafür suche ich nun nach der idealsten Lösung im Verhältnis Kosten/Nutzen (wie vermutlich die meisten bei ihren Problemen).

Meine erste Idee (auch favorisiert durch den Architekten) war, in der (mit 50% Fläche innerhalb des Kellergrundrisses liegenden) Garage ein 2,5m x 2,5m großes Loch vorzusehen, durch das man die Maschinen per Ketten-/Hebezug hinablassen oder auch heraufziehen kann.

Leider wurde uns der Garagenstandort nicht genehmigt, weswegen die maximale Höhe der Garage nun 3m nicht überschreiten darf und auch ein schräg aufsteigendes Dach als Raum für einen ordentlichen Träger nicht mehr möglich ist.

Durch das Flachdach und die Deckenstärke verbleiben nach derzeitiger Planung nur noch 2,645m Innenhöhe. Minus Träger (x mm), Minus Laufkatze (140mm), Minus Kettenzug (700mm), Minus Anschlagmittel (x mm) bleibt nicht mehr viel Raum. Der höchste Anschlagpunkt meiner größten Maschine ist derzeit 1,7m vom Boden und die Maschine muss mehr als wenige Centimeter angehoben werden wegen des Schwerpunktes. Und ich hätte schon gerne ein wenig mehr Reserve, weil sich der Kipp-/Abhebepunkt nicht einschätzen lässt.

Die Maschinen wiegen derzeit max. 1,5t, aber ich hätte auch da gerne ein wenig Reserve, da so ein Kettenzug auch einiges auf die Waage bringt und ich gerne Sicherheitsreserven hätte.
Mein laienhafter Wunsch wären 3t statische Belastbarkeit gewesen.

Das Loch muss im Alltag natürlich abgedeckt bleiben, damit ein Auto dort geparkt werden kann. Ein entsprechend dimensionierter Deckel wäre, evtl mit hydraulischer Öffnung, rein fertigungstechnisch, nicht das Problem.


Nun hatte ich mehrere Ideen, möchte aber gerne eure Meinungen oder Ergänzungen dazu hören. Eventuell übersehe ich etwas oder es gibt einfach bessere/einfachere Lösungen.


1. Großer Träger über die volle Breite der Doppelgarage (5,75m) auf Auflagern oder Stützen. Problem: Sehr hoher Träger notwendig und damit vermutlich die verbleibende Hubhöhe zu gering, da alles unter den Träger gehängt werden muss.

2. Zwei Träger parallel über die volle Breite der Doppelgarage auf Auflagern oder Stützen. Damit könnte die Laufkatze AUF den Trägern fahren, der Kettenzug hinge zwischen den Trägern, das würde den Hubhöhenverlust mindern.

3. Einen ausreichend dimensionierten Oberzug AUF der Garagendecke vorsehen. Von Deckenoberkante bis umlaufende Attika sind es 400mm, Decke mit Attika ist derzeit mit 620mm eingezeichnet. Dann INNEN einen entsprechenden Träger direkt in Decke und Oberzug schrauben. Durch die mehrfache Befestigung könnte der Träger deutlich schwächer dimensioniert werden, was auch Höhe sparen würde. Da kann dann aber Laufkatze usw wieder nur unten drunter laufen.
Und ich vermute, der Raum von Deckenoberkante bis Attika ist eigentlich für Dämmung/Abdichtung vorgesehen. Ob das einfach mit einem Oberzug "geschnitten" werden kann/sollte, weiß ich nicht.

Bis hierher geht es immer darum, die Maschine neben dem Loch anzuheben, am Träger über das Loch zu fahren, und dort abzusenken. Alternative Idee:

4. Einen Portalkran auf Rollen kaufen, den man genau bis unter die Garagendecke dimensioniert. Dieser könnte bzgl Träger bedeutend kürzer dimensioniert werden, da man Kran samt angehobener Maschine über das Loch rollen könnte und somit nicht so einen langen Träger benötigen würde, um die Maschine von "neben dem Loch" nach "über das Loch" zu bekommen.
Hier wäre wieder ein Doppelträger schön um den Kettenzug etc weiter nach oben und zwischen die Träger zu bekommen. Einen Doppelträgerkran konnte ich aber aus Stahl nicht finden, und aus Alu ist er sehr teuer (über 7k€)
Wobei mir hier auch das Wissen fehlt, was die anderen Lösungen an (bauseitigen) Kosten verursachen würden. Stahlpreise und Hebezeug kenne ich und da habe ich auch Beziehungen.


Vielen Dank schon einmmal an diejenigen, die sich das Thema bis hierher durchgelesen haben.
Ich hoffe, ich konnte das Problem einigermassen brauchbar darstellen. Meine Fragen wären jetzt:
Hat jemand eine Meinung/Einschätzung zu den vorgestellten Ideen?
Hat jemand evtl noch weitere Ideen oder Vorschläge, wie man das umsetzen könnte?
Übersehe ich gewichtige Gründe, die gegen eine der Möglichkeiten sprechen?
Oder gibt es einfach sonstige Anregungen, die jemand beitragen möchte?

Selbstverständlich wird der Bau und damit auch dieses Thema schlussendlich auch vor Ort vom ansässigen Statiker betreut werden, aber ich möchte gerne ein wenig brainstorming betreiben, bevor ich dort mit halbgaren Ideen aufschlage.

Sollten solche Fragestellungen wie die meine hier nicht erwünscht sein, bitte ich um Entschuldigung und ziehe die Frage natürlich zurück.

Vorab schon einmal vielen herzlichen Dank in der Hoffnung auf ein wenig Unterstützung!

Viele Grüße,

Marc
Letzte Änderung: 05 Jun 2019 16:25 von EinMarc.
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Grundlegende Überlegung: 3t Kranbahn in Garage? 05 Jun 2019 17:03 #65132

  • sebwhite
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Hallo Marc,

um mal in eine gänzlich andere Richtung zu gehen:

Hast du schonmal über einen Scherenhubtisch im Keller nachgedacht? Kann man auch in einer Grube versenken...
Und die Maschinen könnten, wenn es die Große erlaubt mit nem Hubwagen transportiert werden.
Bei Dreh und Fräsmaschinen kann ich nicht mitreden, aber bei einem Lufthammer (ca. ca. 2t 75kg Bär) funktioniert das mit dem Hubwagen noch.

Grüße aus Dresden
Planung ist die Substitution des Fehlers durch den Irrtum.
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Grundlegende Überlegung: 3t Kranbahn in Garage? 05 Jun 2019 17:09 #65133

  • EinMarc
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Guter Hinweis, danke!
Müsste ich mal skizzieren, wie die Größenverhältnisse aussehen müssen um auf die Hubhöhe zu kommen. Wird aber wahrscheinlich etwas teurer bzgl Auslegung und Berechnung werden, oder täuscht das?
Evtl gibt es so etwas ja auch fertig/vorgefertigt, muss ich mal recherchieren.
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Grundlegende Überlegung: 3t Kranbahn in Garage? 05 Jun 2019 21:29 #65134

  • Fantomas
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Da hat der seb aber eine wirklich gute Idee!

Der Hubtisch steht in einer Unterfahrt unter der Bodenplatte.

Tiefe dieser und Abmessungen sind baurechtlich irrelevant.

Wenn eine hydraulische Einrichtung zum Anheben der Verschlußplatte des Deckendurchbruchs für dich "Fertigungstechnisch kein Problem" ist, bekommst Du das Ding auch in den Griff.

Vorteil: Kein Hebezeug, kein Anschlagpunkt, kein Nivellieren des Schwerpunktes, kein Pendeln der Maschine im Hebevorgang etc.

Rauf auf den Hubwagen, auf die Hebebühne, hochfahren, rausfahren, Bier trinken. (oder umgekehrt).
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Grundlegende Überlegung: 3t Kranbahn in Garage? 07 Jun 2019 12:29 #65152

  • EinMarc
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OK, nach ersten Skizzen komme ich nur mit Doppelschere auf die erforderliche Hubhöhe, und das wird a) aufwendig, b) wackeliger und c) teurer.
ABER:
Das hat mich auf eine spitzen Idee gebracht. Hydraulisch bleibt es, nur wird es ein linearer Heber werden, wenn das klappt.
Ich dachte dabei an ein Hubgerüst eines Gabelstaplers. Hat dieser einen sogenannten "Freihub" fährt der Gabelschlitten zuerst ganz nach oben, bevor der Teleksopausleger ausgefahren wird.
Einziger Wermutstropfen: Ich muss eine Art Auflage zum Einschwenken einbauen, da die Gabeln (und damit auch der darauf befestigte Hubtisch) bei 1,5t sicher 1-3cm nach unten gebogen werden. Das würde einen kleinen Absatz beim Befahren mit dem Hubwagen verursachen, was ich vermeiden möchte.

Vielen Dank, so schnell kann es gehen :D
Letzte Änderung: 07 Jun 2019 12:30 von EinMarc.
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