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THEMA: Kantenpressung Kragarm HEA-Profil

Kantenpressung Kragarm HEA-Profil 27 Mai 2019 19:10 #65068

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Hallo Statiker,

vielleicht sehe ich den Wald auch vor lauter Bäumen nicht, aber vielleicht könnt ihr mir helfen. Wenn ich einen Stahlträger, sagen wir mal einen HEA 160 als Kragträger in eine Wand einmauere, muss ich ja damit rechnen, dass er unter Belastung eine Kantenpressung erzeugt und weiterhin noch über den so entstehenden Hebel das Mauerwerk weiter innen anheben könnte. Nun würde ich einen Kellenschnitt vorsehen und die Eigenlast der abhebenden Last entgegenstellen. Das statische Modell würde ich sagen ist dann ein Einfeldträger im Bereich des Mauerwerks mit Kragarm der wiederum außerhalb des Mauerwers liegt.

Wie würdet ihr die Kantenpressung ausrechnen, um nachzuweisen, dass das Mauerwerk am Kragarmbeginn nicht gespalten wird. Die Auflagerlast kriegt man ja raus, die Breite des Profils ist auch vorhanden. Aber welche Tiefe setzt ihr für die Pressung des Mauerwerks dann weiter an? Die Pressung ist ja an der Auflageraußenkante am höchsten und nimmt nach innen hin ab.

Beste Grüße und schon vielen Dank für eure Antworten im Voraus.
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Kantenpressung Kragarm HEA-Profil 27 Mai 2019 19:34 #65069

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Hallo Detlef,
wenn man das so wie du betrachtet, die Tiefe des Stahlträgers im Mauerwerk als Einfeldträger, dann würde ich aus dem Einspannmoment, das sich in der Mitte des "Einfeldträgers" bildet, über die Tiefe an den Kanten die Zug -und Druckkräfte berechnen und darauf die Pressung des Mauerwerks nachweisen (ob nach oben oder nach unten) bzw. die erforderliche Tiefe berechnen, sodass die zulässige Pressung des gewählten Mauerwerks nicht überschritten wird oder halt auch die abhebende Last aus dem Moment mit den ständigen aufliegenden Lasten vergleichen.


VG
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Kantenpressung Kragarm HEA-Profil 27 Mai 2019 20:10 #65070

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Hallo Mr. Statik,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Nur ist hierbei die Frage, wie groß ich die Fläche ansetze, mit welcher ich die Spannung (Auflagerkraft des Einfeldträgers durch Auflagerfläche) berechne, da diese ja eigentlich dreiecksförmig ist? Die Pressung beschränkt sich ja in Wirklichkeit nur auf einen sehr kleinen Linienstreifen (fasst schon eine Linienlast). Und so ensteht ja eigentlich eine Art Singularität. Mit welcher Fläche würdest du denn die Spannung der Belastung ermitteln? Oder hast du noch eine andere Herangehensweise? Hab schon überlegt, die zulässige Spannung des Mauerwerks mit der Breite des Trägers zu multiplizieren, um so die zulässige Linienlast unter dem Stahlträger herauszubekommen, war mir aber nicht sicher, ob man das so rechnen kann?
Letzte Änderung: 27 Mai 2019 20:13 von detlef.
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Kantenpressung Kragarm HEA-Profil 27 Mai 2019 20:34 #65071

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Oder man rechnet es über die Kernweiten - was hältst du davon?
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Kantenpressung Kragarm HEA-Profil 27 Mai 2019 20:34 #65072

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Da du ja von Auflast sprichst, gehe ich davon aus, dass die Einbindetiefe des Stahlträgers von allen Seiten vom Mauerwerk umschlossen ist, so kann die Situation die du erwähnst, dass die Kante des Trägers gegen das aufliegende Mauerwerk drückt, nicht eintreten. Einfach betrachtet, würde ich die Auflagerkraft nehmen, die ebenso nach oben zeigt, wie die Kraft aus dem Einspannmoment im "Einfeldträger" und darauf meine Pressung gegen das Mauerwerk berechnen, indem ich die Kraft durch die Einbindetiefe und die Breite des Trägers teile + gegen das Abheben mit der ständigen Auflast gegenüberstellen. Eine punktuelle Last gibt es eh nicht, es ist immer eine Spannung die als Belastung auftritt und ein Auftreten der rechnerischen Singularität ist in dem Fall, meiner Meinung nach, unwahrscheinlich.

Oder sind besondere Randbedingungen/Bemessungssituationen vorhanden?
Wofür ist das auskragende Bauteil gedacht?
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Kantenpressung Kragarm HEA-Profil 27 Mai 2019 20:41 #65073

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Der Kragarm ist als Auflager für einen davorgelagerten Träger gedacht, ich häng dir mal ne kleine Skizze an. Wenn ich die gesamte Fläche des unteren Flansch ansetze, wird die Spannung aber zu niedrig, meinst du nicht? Einen klassischen Hebel haben wir bei diesem System ja, ob wir wollen oder nicht, es geht jetzt nur um die Frage, wie geht man mit der dreiecksförmigen Spannungsverteilung rechnerisch um? Da eine gleichmäßige Verteilung meines Erachtens zu zu niedrigen Spannungswerten führen würde.

Die Maße muss man jetzt nicht zu genau nehmen, das lässt sich alles ändern. Es soll nur kurz das Prinzip darstellen
Anhang:
Letzte Änderung: 27 Mai 2019 20:53 von detlef.
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