Windlasten
- Tschonni
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Windlasten
16 Juni 2016 13:21
Hallo an alle.
ich bin neu hier und würde mich freuen wenn ihr mir bei einer Frage fachlich helfen könnt.
Ich bin als Berechnungsingenieur im Anlagen und Maschinenbau fast ausschließlich im FE Bereich tätig, von daher habe ich eigentlich nichts mit Windlasten zu tun. Jetzt habe ich aber fachwertartiges Krangestell auf den Tisch bekommen und habe eine Frage bezüglich der anzusetzenden Windlast.
Im Bautabellenbuch Schneider gibt es Angaben zu Basisgeschwindigkeitsdrücken und zu Böengeschwindigkeitsdrücken, was haben die gemein oder besser wann setze ich die einen oder die anderen an ?
Wenn ich mich recht entsinne gab es früher einen Staudruck mit dem die Berechnung durchgeführt wird.
Vielen Dank für eure Unterstützung
Tschonni
ich bin neu hier und würde mich freuen wenn ihr mir bei einer Frage fachlich helfen könnt.
Ich bin als Berechnungsingenieur im Anlagen und Maschinenbau fast ausschließlich im FE Bereich tätig, von daher habe ich eigentlich nichts mit Windlasten zu tun. Jetzt habe ich aber fachwertartiges Krangestell auf den Tisch bekommen und habe eine Frage bezüglich der anzusetzenden Windlast.
Im Bautabellenbuch Schneider gibt es Angaben zu Basisgeschwindigkeitsdrücken und zu Böengeschwindigkeitsdrücken, was haben die gemein oder besser wann setze ich die einen oder die anderen an ?
Wenn ich mich recht entsinne gab es früher einen Staudruck mit dem die Berechnung durchgeführt wird.
Vielen Dank für eure Unterstützung
Tschonni
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- zeemann
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Re: Windlasten
16 Juni 2016 14:34
Windlasten siehe Eurocode 1 (DIN EN 1991 Teil 4)
Der Böengeschwindigkeitsdruck ist für dich relevant.
Bis zu einer Höhe von 25 m (über Gelände) darfst du auch vereinfachte Werte annehmen.
Windzone nach Aufstellort
z.B Windzone 1-Binnenland, Kranhöhe < 10 m => q= 0,50 kN/m²
Du mußt aber noch die Druck- und Sogbeiwerte und beim Kran den "Völligkeitsbeiwert" (Winddurchlässigkeit) berechnen.
Beispielhaft: (vereinfacht): Druck = 0,80, Sog = 0,50, Völligkeit = 1,0 (geschlossen, sichere Seite)
=> anzustzende charakteristische Windlast = (0,80+0,50) x 0,50 x 1,00 = 0,65 kN/m²
(Druck und Sog wirken gleichzeitig)
ACHTUNG: Druck und Sogbeiwerte können höher sein !
Das kommt auf die Bauform deines Kranes an, bei einem schlanken Baukran würde ich einen "Schornstein" ansetzen.
Der Völligkeitsbeiwert ist aber max. 1,00, niemals größer, ist ja logisch.
Gilt auch alles streng genommen nur für Bauwerke !
Der Böengeschwindigkeitsdruck ist für dich relevant.
Bis zu einer Höhe von 25 m (über Gelände) darfst du auch vereinfachte Werte annehmen.
Windzone nach Aufstellort
z.B Windzone 1-Binnenland, Kranhöhe < 10 m => q= 0,50 kN/m²
Du mußt aber noch die Druck- und Sogbeiwerte und beim Kran den "Völligkeitsbeiwert" (Winddurchlässigkeit) berechnen.
Beispielhaft: (vereinfacht): Druck = 0,80, Sog = 0,50, Völligkeit = 1,0 (geschlossen, sichere Seite)
=> anzustzende charakteristische Windlast = (0,80+0,50) x 0,50 x 1,00 = 0,65 kN/m²
(Druck und Sog wirken gleichzeitig)
ACHTUNG: Druck und Sogbeiwerte können höher sein !
Das kommt auf die Bauform deines Kranes an, bei einem schlanken Baukran würde ich einen "Schornstein" ansetzen.
Der Völligkeitsbeiwert ist aber max. 1,00, niemals größer, ist ja logisch.
Gilt auch alles streng genommen nur für Bauwerke !
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- FischerH
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- Beiträge: 778
Re: Windlasten
16 Juni 2016 14:42
schau z.B. mal hier:
sttools.is.tu-braunschweig.de/index.php?id=237
sttools.is.tu-braunschweig.de/index.php?id=237
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- Tschonni
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- Beiträge: 2
Re: Windlasten
17 Juni 2016 06:33
Vielen Dank für die schnelle Unterstützung an Zeemann und FischerH,
ich glaube damit komme ich zurecht.
Ich war hauptsächlich verwirrt vom Umfang der DIN EN 1991, aber letztendlich hat sich vom Grundansatz nicht soviel geändert. Druck, Sog und die jeweiligen Teilwerte ansetzteb. Ich hatte das von früher nur deutlich einfacher im Erinnerung gehabt.
Vielen Dank
Tschonni
ich glaube damit komme ich zurecht.
Ich war hauptsächlich verwirrt vom Umfang der DIN EN 1991, aber letztendlich hat sich vom Grundansatz nicht soviel geändert. Druck, Sog und die jeweiligen Teilwerte ansetzteb. Ich hatte das von früher nur deutlich einfacher im Erinnerung gehabt.
Vielen Dank
Tschonni
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