Anschluss Anbau an Bestand
- Jürgi
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Anschluss Anbau an Bestand
14 Apr. 2015 09:29 - 14 Apr. 2015 09:30
Hallo zusammen,
ich soll die Statik für einen kleinen Anbau 3,00m x 8,00m, eingeschossig mit Mauerwerk und Holzbalkenlage an ein bestehendes EFH rechnen.
Wie würdet ihr den Anschluss an den Bestand ausführen?
Ich habe mir überlegt, dass ich die neuen Ringbalken der Außen- und Innenwände bis in das Bestandsmauerwerk laufen lasse. Also Taschen ins Bestandsmauerwerk stemmen und dort rein betonieren. Der Ringbalken soll das Mauerwerk dann horizontal aussteifen. Ich möchte vor dem Bestand keine Stb.-Stütze oder so anordnen.
Gruß Jürgi
ich soll die Statik für einen kleinen Anbau 3,00m x 8,00m, eingeschossig mit Mauerwerk und Holzbalkenlage an ein bestehendes EFH rechnen.
Wie würdet ihr den Anschluss an den Bestand ausführen?
Ich habe mir überlegt, dass ich die neuen Ringbalken der Außen- und Innenwände bis in das Bestandsmauerwerk laufen lasse. Also Taschen ins Bestandsmauerwerk stemmen und dort rein betonieren. Der Ringbalken soll das Mauerwerk dann horizontal aussteifen. Ich möchte vor dem Bestand keine Stb.-Stütze oder so anordnen.
Gruß Jürgi
Letzte Änderung: 14 Apr. 2015 09:30 von Jürgi. Begründung: Ergänzung
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- Alsheimer
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Re: Anschluss Anbau an Bestand
14 Apr. 2015 10:20
Hallo Jürgi,
eine Bauwerksfuge ist und bleibt eine Bauwerksfuge. Was willst du mit dem Einbinden erreichen?
(Bitte: kein Überputzen der Fuge - sonst kommen der Architekt und der Bauherr und meinen, da sind "statische Risse", und fragen, ob das Bauwerk jetzt einstürzt...)
Welchen Ringbalken meinst du? Einen neuen oder einen Bestandsbalken?
Bei einem taschenförmigen Anschluß funktioniert der lokale horizontale Druckkontakt. Wie aber sieht's auf Zug aus? Per se: nein (vgl. Loch- und Stockverzahnung bei Mauerwerksanschlüssen)...
Grüße
eine Bauwerksfuge ist und bleibt eine Bauwerksfuge. Was willst du mit dem Einbinden erreichen?
(Bitte: kein Überputzen der Fuge - sonst kommen der Architekt und der Bauherr und meinen, da sind "statische Risse", und fragen, ob das Bauwerk jetzt einstürzt...)
Welchen Ringbalken meinst du? Einen neuen oder einen Bestandsbalken?
Bei einem taschenförmigen Anschluß funktioniert der lokale horizontale Druckkontakt. Wie aber sieht's auf Zug aus? Per se: nein (vgl. Loch- und Stockverzahnung bei Mauerwerksanschlüssen)...
Grüße
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- Jürgi
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Re: Anschluss Anbau an Bestand
14 Apr. 2015 10:36
Hallo Alsheimer,
vielen Dank für die Antwort.
Ich meine die neuen Ringbalken auf den Mauerwerkswänden des Anbaus. Ich möchte damit erreichen, dass der Ringbalken für Wind auf die Wand am Bestand horizontal gelagert ist. Der Bestand besitzt eine Stb.-Decke die aber höher liegt. Die neuen Ringbalken des Anbau liegen tiefer. Deshalb meine Idee diese in die Bestandswände einzustemmen.
Es geht mir nur um horizontale Lasten rechtwinklig zum Ringbalken. Für Lasten in Richtung des Ringbalkens sind die neuen Mauerwerkswände vorhanden.
Sollte ich die Ringbalken lieber vor dem Bestand enden lassen? Ich möchte aber keine eingespannte Stb.-Stütze dort vor der Bestandswand anordnen.
Gruß Jürgi
vielen Dank für die Antwort.
Ich meine die neuen Ringbalken auf den Mauerwerkswänden des Anbaus. Ich möchte damit erreichen, dass der Ringbalken für Wind auf die Wand am Bestand horizontal gelagert ist. Der Bestand besitzt eine Stb.-Decke die aber höher liegt. Die neuen Ringbalken des Anbau liegen tiefer. Deshalb meine Idee diese in die Bestandswände einzustemmen.
Es geht mir nur um horizontale Lasten rechtwinklig zum Ringbalken. Für Lasten in Richtung des Ringbalkens sind die neuen Mauerwerkswände vorhanden.
Sollte ich die Ringbalken lieber vor dem Bestand enden lassen? Ich möchte aber keine eingespannte Stb.-Stütze dort vor der Bestandswand anordnen.
Gruß Jürgi
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- prostab
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Re: Anschluss Anbau an Bestand
14 Apr. 2015 11:01Drei Scheiben im Grundriss in kraftschlüssiger Verbindung mit einer als Scheibe ausgebildeten Decke steifen den Baukörper aus.Jürgi schrieb: ich soll die Statik für einen kleinen Anbau 3,00m x 8,00m, eingeschossig mit Mauerwerk und Holzbalkenlage an ein bestehendes EFH rechnen.
i
Vom System her ist man auf eine Verbindung mit dem Bestand (den ich eher vermeiden würde) also nicht angewiesen.
Es kommt halt auf die Zahlenwerte an.
Gruß
E.S.
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- Jürgi
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Re: Anschluss Anbau an Bestand
14 Apr. 2015 11:06
Hallo prostab,
vielen Dank für die Antwort.
Eine Deckenscheibe ist nicht vorgesehen, da das Dach in Eigenleistung geschalt wird. Ich möchte gerne den Massivbau für sich aussteifen.
Oder ich ordne Windrispenbänder an und schließe die Ringbalken an das Dach an. Nur frage ich mich, was ist dann mit den horizontalen Verformungen. Zwischen dem Anbau und dem Bestand werden diese dann auftauchen. Eine Verbindung durch die Ringbalken scheint mir doch in der Hinsicht sinnvoller oder?
Gruß Jürgi
vielen Dank für die Antwort.
Eine Deckenscheibe ist nicht vorgesehen, da das Dach in Eigenleistung geschalt wird. Ich möchte gerne den Massivbau für sich aussteifen.
Oder ich ordne Windrispenbänder an und schließe die Ringbalken an das Dach an. Nur frage ich mich, was ist dann mit den horizontalen Verformungen. Zwischen dem Anbau und dem Bestand werden diese dann auftauchen. Eine Verbindung durch die Ringbalken scheint mir doch in der Hinsicht sinnvoller oder?
Gruß Jürgi
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- Alsheimer
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Re: Anschluss Anbau an Bestand
14 Apr. 2015 11:22Jürgi schrieb: ... Nur frage ich mich, was ist dann mit den horizontalen Verformungen. Zwischen dem Anbau und dem Bestand werden diese dann auftauchen. Eine Verbindung durch die Ringbalken scheint mir doch in der Hinsicht sinnvoller oder? ...
Wie bereits gesagt: Eine Bauwerksfuge ist und bleibt eine Bauwerksfuge! Du bekommst an der Stelle immer Differenzen in den horizontalen Verformungen zwischen dem Bestand und dem neuen Anbau. Eine richtig ausgeführte Fugenausbildung nimmt diese Differenzen schadfrei auf. Eine irgendwie geartete Einbindung führt immer (zumindest in den allermeisten Fällen) zu "unkontrollierten" (oder undefinierten) Rissbildungen, d.h. das Bauwerk (bzw. deren Teile) schaffen sich diese Fuge selbst (und mit unerwünschten Verlauf...).
Wie schon Prostab sagte: Bauwerke definiert trennen und den Anbau für sich aussteifen.
Grüße
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