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So wieder mal eine Stahlbaufrage:
Örtlich begrenzte Plastifizierung nach DIN 18800 T1 El. (749) - 10% Überschreitung von Sigma_vNun die Fragen: - Gibt es so etwas im Eurocode auch, wenn ja wo steht das ? - Worauf bezieht sich diese örtliche Überschreitung, und was heißt hier örtlich? Kann man das mit dem Nachweis EL-PL kombinieren? - Gilt das nur für rein statisch beanspruchte Tragwerke, oder kann man es auch bei dynamisch beanspruchten anwenden. (Stichwort Kranhalle) - Gibt es sowas auch in den alten österreichischen Normen: ÖNorm B-4300 und ÖNorm B-4600 ? Grundsatzfrage: Was macht ihr bei Ausnutzungen größer 100% und wie argumentiert ihr ? Danke schon mal im Voraus für die Hilfe. Gruß Dominik PS: Bitte keine Antworten a'la 'Nimm-das-nächst-größere-Profil' [EDIT] Habe Stahlbaukalender 2002 - DIN18800 kommentierte Fassung Frage: El.(749) steht: N/A + My /Iy*z < 0,8 * SigmaRd dann darf man 10% Überschreitung zulassen. Wozu brauche ich 10% Überschreitung wenn ich nur 80% Ausnutzung habe ? Irgendwie stehe ich auf der Leitung |
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Letzte Änderung: von cebudom.
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Moin,
in der Regel nutzt du diese 10%ige Überschreitung ja schon, weil im Eurocode gamma_M1=1,0 ist. In DIN 18800-1 war gamma_M = 1,1. Grüße Christoff |
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Heißt das konkret:
Im EC gibt es diese 10% nicht? Würde heißen es ist nur erlaubt: EC EL-EL mit Eta < 1,0 ohne zusätzlicher 10% Zulässiger Überschreitung EC EL_PL mit Eta < 1,0 Frage: Kommen die 10% aus der Normänderung oder sind die 10% eine verstecke EL-PL Berechnung in der DIN ? |
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bin schon ein paar jahre vom reinen stahlbau weg, aber soweit ich weiss kennt der ec die querschnittsklassen, und dadurch ist auch geregelt, ob und wieviel von einem querschnitt plastizieren darf.
diese 10% prozentigen überschreitung kommen (glaube ich) daher, dass bei zweiaxialer biegung immer nur eine ecke des querschnittes die fließgrenze erreicht hat, bei rein elastischer bemessung. wenns hart auf hart kommt, muss man eben ein paar günstig wirkende andere spannungen finden, und den "mises" ansetzen... |
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hallo cebudom,
die 10% sind ein altes Relikt aus der DIN 18800, wenn man elastisch (unwirtschaftlich) gerechnet hat. Die Vergleichsspannung einschl. tau durfte 10% über SigRd liegen, wenn die Normalspannungen insgesamt max. 80% von SigRd ausmachten. Man durfte jedoch auch schon nach DIN 18800 el/pl rechnen, d.h. so wie im EC3 bei Profilen der Klassen 1 und 2 und das sogar mit einer etwas günstigeren Kombination (1.35g + 1.5q1 oder 1.35g + 1.35 Summeq). Jedoch musste dabei mit einem Sicherheitsbeiwert von 1.1 gerechnet werden. Nach EC3 NAD darf man auch heute mit gammaM1=1.0 rechnen, aber entgegen EC3 original bei Stabilitätsnachweisen mit 1.1. gruß dvog |
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So macht das natürlich Sinn Das heißt nochmals im Klartext: Eurocode: Ausnutzung größer 100% (Eta=1,00) nicht zulässig !? Das einzige was man machen kann: Statt EL-EL nur EL-PL oder PL-PL Mir ist klar dass EL-PL der Standardnachweis im Stahlbau ist Nur muss man dann bei EL-PL zusätzlich einen Ermüdungsnachweis auf 'Gebrauchslastebene' führen. |
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