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Hallo Gemeinschaft,
Habe zwei Fragen mit folgendem Hintergrund: Demnächst steht eine Statik für ein Kleinlagergebäude an (5-geschossig, Standort Mannheim, Stahlbetonskelettbauweise mit Flachdecken und aussteifenden Stahlbetonwandscheiben). 1.) Da ich sonst nur mit Hamburger Prüfern zu tun habe, bräuchte ich eine Empfehlung für einen Mannheimer Prüfingenieur der möglichst umgänglich ist, was die Prüfung einer Statik anbelangt. Also keinen Erbsenzähler oder Zulassungsfetischisten o.ä. 2.) Das Kleinlagergebäude steht in Erdbebenzone 1 und gehört meines Erachtens zur untersten Bedeutungskategorie. Leider überschreitet es die Vollgeschosszahl ab der Erdbebennachweise erforderlich werden um ein Geschoß 5>4. Die aussteifenden Wandscheiben laufen größtenteils vom EG-4.OG durch bzw. es werden ein paar mehr in den unteren Geschossen. Leider ist die Bedingung für den Aufriss des Gebäudes für einen einfachen Nachweis mit nur einem Antwortspektrum nicht erfüllt, da das 3.+4.OG einseitig unsymmetrisch um ca. 20% kleiner wird. Lange Rede kurzer Sinn: Kann jemand aus Erfahrung sagen wie sowas gehandhabt wird in Bezug auf die Ermittlung der Erdbebenersatzlasten Kann trotzdem vereinfacht gerechnet werden? Diese Frage steht auch im Zusammenhang mit Frage Nr.1, falls mir jemand diesbezüglich einen Prüfer nennen könnte, mit dem ich das ggf. mal besprechen könnte. Ich muss noch dazu sagen, das ich bisher noch nie etwas mit Erdbebenlasten zu tun hatte, somit die Formulierungen bitte nicht zu kritisch betrachten! Danke im Vorraus |
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Mit ein paar Grundrissen wäre die Antwort grundsätzlich einfacher, aber falls die räumliche Steifigkeit wirklich so ist wie du beschreibst sehe ich dynamisch nicht wirklich irgendwo ein Problem
Das Problem ist für dich eher, wie du sagst ein zu genauer PI oder gar ein Baudynamiker Ich würde das Gebäude mit dem VASM rechnen, erst Recht wenn es EBZ-1 ist. Die 20% seitliche Verschiebung würde ich als zusätzliche Exzentrizität in Bezug auf die Raumachse ansetzten. (Zusätzliche Torsion in Bezug auf die Achse von den unteren 3 Etagen) Sollte es irgendweche überhängenden/auskragenden Geschossteile in den OG's geben sollte man auch noch die Vertikalbeschleunigung ansetzten. (Allerdings sollte man sowas dann nicht mehr VASM sondern Multimodal rechnen.) Grundsätzlich: Wichtig sind die Modes die entweder ins Plateu fallen, oder die viel Masse aktivieren (Um das zu kontrollieren/erfassen rechnet man eben Multimodal) Wenn: a) das ganze Gebäude (Aussteifende Teile) sich global von oben bis zur Gründung wie ein eingespannter Stab (Kragstütze) verhält... bedeutet dynamisch dass die Grundschwingung dominiert, bzw dass das Gebäude sich wie annährend wie ein Einmasseschwinger verhält b) die Massenmittelpunkte der Geschosse und die Steifigkeitsmittelpunkte der Geschosse ca auf einer Geraden sich befinden (Stichwort: symmetrie im Grundriss)... bedeutet dynamisch dass die Torsionsschwingung nicht die Grundschwingung ist bzw, dass die Torsionsschwingung folglich nur durch die Exzenrizitäten im VASM indirekt miterfasst wird. Sollte das halbwegs erfüllt sein (und das sind auch implizit die dynamischen Hintergründe die in den Voraussetzungen fürs VASM in der DIN bzw im EC8 durch die Symmetrien erfasst werden) kann man meiner Meinung nach das VASM anwenden auch wenn gewisse Bedingungen (zB mehr als 4 Geschosse) teilweise verletzt werden Gruss Dominik PS: Viel wichtiger ist, die richtige Bewehrungsführung in den Schubwänden. Das sollte man schon so machen wie es ca. im EC8 steht. Das garantiert: 1) Dass der Verhaltensbeiwert ca. so hinkommt in der Realität wie angesetzt 2) Wahrung eines duktilen Bauteilverhaltens unter dynaischer Beanspruchung |
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Letzte Änderung: von cebudom.
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Hallo Dominik,
danke erstmal für Deine ausführliche Antwort. Ich könnte Dir die Pläne als pdf schicken,falls Du Lust hast mal draufzuschauen, aber nur wenn Du Zeit hast. Kennst Du zufällig auch noch einen PI mit dem man das mal besprechen könnte, hatte wie gesagt bis heute noch keinen Kontakt mit Erdbebenlasten..? Gruß Oliver |
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PI kenne ich keinen ich studiere und arbeite in Wien
Aber Pläne kannst du mal schicken, bin heute sowieso ans Bett gebunden cebudom[ät]hotmail.com Gruss Dominik |
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Empfehlung zu Prüfer im Mannheimer Raum kann ich als in diesem Raum Tätiger liefern.
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Hallo,
ich kann Dir Herrn Gass aus Horb empfehlen. Der PI hat viel Erfahrung mit Erdbeben, da es in diesem Raum (Hohenzollerngraben) in Deutschland die höchsten Erdbebenbeanspruchungen gibt. Außerdem ist er sehr umgänglich und man kann gut mit im Reden. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Gruss HaFo Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen. Anton Bruckner
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