Heißbemessung EC2 Naturbrand
- ArusaB
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Heißbemessung EC2 Naturbrand
28 Feb. 2012 11:51 - 28 Feb. 2012 12:00
Hallo Kollegen,
kann jemand (hilfreiche) Literatur für Naturbrand-Heißbemessungen von
a) Stb.-Platten (zweiachsig/FEM; idealerweise auch punktgestützt),
b) Stb.-UZ/DLT und ev. auch
c) Stb.-Rahmenkonstruktionen
empfehlen?
TIA
B. Arusa
kann jemand (hilfreiche) Literatur für Naturbrand-Heißbemessungen von
a) Stb.-Platten (zweiachsig/FEM; idealerweise auch punktgestützt),
b) Stb.-UZ/DLT und ev. auch
c) Stb.-Rahmenkonstruktionen
empfehlen?
TIA
B. Arusa
Letzte Änderung: 28 Feb. 2012 12:00 von ArusaB.
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- dvog
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Re: Aw: Heißbemessung EC2 Naturbrand
28 Feb. 2012 13:44
hallo,
kennen Sie den Leifaden Ingenieurmethoden des Brandschutzes von Hosser?
einfach mal bei Google Hosser Leitfaden Brandschutz eingeben. Es sind einige Veröffentlichungen dort angegeben. Interessant ist auch die Dissertation von Dr. Zehfuss, die dem NA zugrunde liegt.
Naturbrandberechnungen nach EC2 werden in Deutschland nicht zugelassen. Lediglich die im NA erläuterten "Zehfuss-Kurven" werden zugelassen. Es ist aber immer ein Brandschutzkonzept erforderlich.
Wir haben in unserem Hause diese Verfahren weiter entwickelt und können damit Stützen, Balken und Platten - 1-achsig und 2-achsig - berechnen.
Eine entsprechende wissenschaftl. Veröffentlichung wird von mir demnaächst in BuSt erscheinen.
Bei näheren Fragen können Sie sich unter dvog@vogsys.de melden.
gruß dvog
kennen Sie den Leifaden Ingenieurmethoden des Brandschutzes von Hosser?
einfach mal bei Google Hosser Leitfaden Brandschutz eingeben. Es sind einige Veröffentlichungen dort angegeben. Interessant ist auch die Dissertation von Dr. Zehfuss, die dem NA zugrunde liegt.
Naturbrandberechnungen nach EC2 werden in Deutschland nicht zugelassen. Lediglich die im NA erläuterten "Zehfuss-Kurven" werden zugelassen. Es ist aber immer ein Brandschutzkonzept erforderlich.
Wir haben in unserem Hause diese Verfahren weiter entwickelt und können damit Stützen, Balken und Platten - 1-achsig und 2-achsig - berechnen.
Eine entsprechende wissenschaftl. Veröffentlichung wird von mir demnaächst in BuSt erscheinen.
Bei näheren Fragen können Sie sich unter dvog@vogsys.de melden.
gruß dvog
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- ArusaB
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Re: Aw: Heißbemessung EC2 Naturbrand
28 Feb. 2012 16:48
dvog schrieb:
Hallo dvog,
vielen Dank für die Literaturhinweise.
Mir ist bekannt, dass lt. NA die 500°C-Isothermen-Methode nicht zugelassen ist.
Doch wo ist aufgeführt, dass es keine Anwendung eines Naturbrandmodelles (unter Vorrausetzung eines Brandschutzkonzeptes) in Dtld. geben wird?
VG
B. Arusa
... Naturbrandberechnungen nach EC2 werden in Deutschland nicht zugelassen. ...
Hallo dvog,
vielen Dank für die Literaturhinweise.
Mir ist bekannt, dass lt. NA die 500°C-Isothermen-Methode nicht zugelassen ist.
Doch wo ist aufgeführt, dass es keine Anwendung eines Naturbrandmodelles (unter Vorrausetzung eines Brandschutzkonzeptes) in Dtld. geben wird?
VG
B. Arusa
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- dvog
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Re: Aw: Heißbemessung EC2 Naturbrand
28 Feb. 2012 17:05
Hallo,
die 500°C Isothermenmethode ist keine Naturbrandmethode sondern gilt sowieso nur in Verbindung mit der ETK.
Die Naturbrandmethoden sind in DIN EN 1991-1-2 und dem zugehörigen NA geregelt. Es geht hierbei um die Brandeinwirkungen unter Naturbrand als Alternative zur ETK. Das hat dann auch nichts mehr mit der Einstufung in Feuerwiderstandsklassen zu tun, die ja ebenfalls an die ETK gekoppelt ist.
gruß dvog
die 500°C Isothermenmethode ist keine Naturbrandmethode sondern gilt sowieso nur in Verbindung mit der ETK.
Die Naturbrandmethoden sind in DIN EN 1991-1-2 und dem zugehörigen NA geregelt. Es geht hierbei um die Brandeinwirkungen unter Naturbrand als Alternative zur ETK. Das hat dann auch nichts mehr mit der Einstufung in Feuerwiderstandsklassen zu tun, die ja ebenfalls an die ETK gekoppelt ist.
gruß dvog
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- ArusaB
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Re: Aw: Heißbemessung EC2 Naturbrand
28 Feb. 2012 18:31
Hallo,
war wohl etwas undeutlich ausgedrückt.
Ja klar, die 500°C-Isothermen-Methode ist kein Naturbrandmodell.
(Dies diente nur als Bsp. für ein lt. dt. NA nicht zugelassenes Verfahren.)
Ich war nur etwas irritiert, dass in Dtld. kein Naturbrandverfahren zugelassen sein sollte.
Wenn Sie mit dieser Aussage jedoch meinten, dass sich daraus keine Feuerwiderstandsklasse (sondern eine - versagensfreie - konkrete Zeitdauer ergibt), dann kann ich dem zustimmen.
VG
B. Arusa
war wohl etwas undeutlich ausgedrückt.
Ja klar, die 500°C-Isothermen-Methode ist kein Naturbrandmodell.
(Dies diente nur als Bsp. für ein lt. dt. NA nicht zugelassenes Verfahren.)
Ich war nur etwas irritiert, dass in Dtld. kein Naturbrandverfahren zugelassen sein sollte.
Wenn Sie mit dieser Aussage jedoch meinten, dass sich daraus keine Feuerwiderstandsklasse (sondern eine - versagensfreie - konkrete Zeitdauer ergibt), dann kann ich dem zustimmen.
VG
B. Arusa
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- dvog
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Re: Aw: Heißbemessung EC2 Naturbrand
28 Feb. 2012 19:53
hallo,
Ihre ursprüngliche Frage hatte ich auf das Verfahren nach EN DIN 1991-1-2 3.3 mit Anhang A bezogen. Die in Anhang A geregelten "parametrischen Brandkurven" werden in Deutschland nicht zugelassen sondern nur die im NA Anhang AA.
Aus Naturbrandmodellen ergibt sich auch keine konkrete Zeitdauer. Wenn bei der höchsten Bauteilerwärmung durch den Naturbrand (geringste Tragfähigkeit) das Bauteil nicht versagt, ist die "versagensfreie Zeitdauer" unendlich, da dieser Zeitpunkt immer in der Abklingphase liegt und danach die Gastemperatur weiter abnimmt. Die Einstufung ist anders gemeint.
Beispiel:
Wenn ein Bauteil einem Naturbrand 60 Minuten standhält, das Bauteil sich aber weiter erwärmt, bedeutet dies noch keine Einstufung in die FWK R60. Ein Bauteil kann nur dann in R60 eingestuft werden, wenn es 60 Minuten lang der ETK standhält. Das ist bauaufsichtlich etwas anderes. Die äquivalente ETK-Zeit kann theoretisch auch unter 30 Minuten liegen. Als Brandschutzziel muss folglich in Absprache mit der Bauaufsicht vereinbart werden, dass das Bauteil einem zu definierenden Naturbrand 60 Minuten standhält.
gruß dvog
Ihre ursprüngliche Frage hatte ich auf das Verfahren nach EN DIN 1991-1-2 3.3 mit Anhang A bezogen. Die in Anhang A geregelten "parametrischen Brandkurven" werden in Deutschland nicht zugelassen sondern nur die im NA Anhang AA.
Aus Naturbrandmodellen ergibt sich auch keine konkrete Zeitdauer. Wenn bei der höchsten Bauteilerwärmung durch den Naturbrand (geringste Tragfähigkeit) das Bauteil nicht versagt, ist die "versagensfreie Zeitdauer" unendlich, da dieser Zeitpunkt immer in der Abklingphase liegt und danach die Gastemperatur weiter abnimmt. Die Einstufung ist anders gemeint.
Beispiel:
Wenn ein Bauteil einem Naturbrand 60 Minuten standhält, das Bauteil sich aber weiter erwärmt, bedeutet dies noch keine Einstufung in die FWK R60. Ein Bauteil kann nur dann in R60 eingestuft werden, wenn es 60 Minuten lang der ETK standhält. Das ist bauaufsichtlich etwas anderes. Die äquivalente ETK-Zeit kann theoretisch auch unter 30 Minuten liegen. Als Brandschutzziel muss folglich in Absprache mit der Bauaufsicht vereinbart werden, dass das Bauteil einem zu definierenden Naturbrand 60 Minuten standhält.
gruß dvog
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