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FD-Beton für Tanktasse

FD-Beton für Tanktasse

07 Apr. 2010 16:40
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Hallo Zusammen!

Hat jemand Erfahrung mit FD-Beton (flüssigkeitsdichter Beton) in Zusammenhang mit einer Tanktasse? Die DAfStb-Richtinie (Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffe) dazu habe ich zwar, aber ich steh doch ziemlich auf dem Schlauch was die einzelnen Lastfälle (Temperatur, Last, Reibung usw.) angeht.

Von Weitendorf gibt es einen Tagungsband zu diesem Thema. Da gibt es auch ein Beispiel mit "Belastungsannahmen und Schnittkräfte für die Tanktasse".


Grüße
Oliver

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Re: Aw: FD-Beton für Tanktasse

07 Apr. 2010 18:02
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Hallo Oliver,

da gibt es meiner Meinung nach keine besonderen Lastfälle.....
aber natürlich die Temperaturlastfälle, das Schwinden (Lagerung der Tasse?) und vor allem den Nachweis bzgl. der Dichtigkeit.
Da geht es um Rissbreiten und evtl. eine Forderung bzgl. der Mindesthöhe der Betondruckzone.

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Re: Aw: FD-Beton für Tanktasse

08 Apr. 2010 05:54
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Vom DAfStb gibt es das Heft 519 mit zahlreichen Beispielen.

Wichtiges Regelwerk mit Erläuterung der Grundbegriffe und der zulässigen Abdichtmöglichkeiten ist auch das Arbeitsblatt 786 des DWA.

Grundsätzlich beim Thema FD-Beton gilt: Risse vermeiden, d.h. zwängungsfreie Lagerung (Höhenversprünge, Pumpensumpf und Rinnen vermeiden / Gleitlagerung durch Folien). Im Prinzip sollte Dichtfunktion und Tragfunktion getrennt werden, d.h. unter der Wanne gibt es einen tragfähigen Unterbau wie im Straßenbau, die Tanktasse ist die Abdichtung. Bei größeren Plattenabmessungen (33*d) sind Fugen bei Außenbauteilen nicht zu vermeiden oder die Platte wird vorgespannt. Fugenabdichtungen sind nur mit bauaufsichtlich zugelassenen Fugendichtstoffen zulässig.

Der Nachweis erfolgt über Sicherstellung der Rissefreiheit (Verbleib im Zustand I) unter den einwirkenden Lasten (vor allem Temperatur durch klimatische Einflüsse bei Außenbauteilen).

Kann die Rissfreiheit nicht nachgewiesen werden bleibt noch der Nachweis der Mindestdruckzonenhöhe, was entweder zu dickeren Platten führt oder sehr hohe Bewehrungsgrade erfordert.

Die letzte Möglichkeit den Nachweis über eine unschädliche Rissbreite zu führen ist praktisch nicht relevant, da viele Flüssigkeiten selbst durch 0,1 mm Risse gelangen.

Hinweis: Für Standardlösungen gibt es auch FDE-Fertigteile (z.B. Fa. Stelcom oder B+F Fertigteile), die die die Probleme der Bauausführung dieser recht sensiblen FD-Bauteile sicher umschiffen.

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