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Forstschäden am Stahlbeton

Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton

24 März 2010 09:29
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Der Jupp sieht das ganze ein bischen zu locker. Nach dem Einbau muss der Frischbeton für mindestens 3 Tage im Bauteil auf einer Temperatur von mindestens +10 °C gehalten werden. Bei kühlen Witterungen tritt eine Verzögerung des Erstarrens und der Festigkeitsentwicklung ein. Der Beton benötigt bei 5 °C Lagertemperatur ca. die doppelte Zeit, um die gleiche Festigkeit zu erreichen wie ein bei 20°C gelagerter Beton. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt tritt ein Stillstand bei der Festigkeitsentwicklung ein. Sollte der frisch eingebaute, junge Beton gefrieren,kann es zu dauerhaften Gefügestörungen kommen. Eine chemische Reaktion tritt unter 0° praktisch nicht mehr ein, das Wasser dehnt sich sogar aus und sprengt das Gefüge.
Im Kern könnte der Beton wegen der Hydratationswärmeentwicklung noch halbwegs in Ordnung sein, aussen dürfte er kaputt sein. Der Schmitt` sche Hammer wird´s beweisen. Die Nachbehandlungsdauer gemäß DIN 1045-3 Abschnitt 8.7.4 muß immer beachtet werden, ob Sommer oder Winter, sonst erlebt man böse und teure Überraschungen.
mfg
Hubert
Hubert

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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton

25 März 2010 07:56
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Es gab eine Kernbohrung, wo die Festigkeit nachgewiesen wurde, oder kann ich nicht mehr lesen. Der OP hat doch geschrieben, dass die Festigkeit in Ordnung ist, und das nur der Verbund angezweifelt wird.

Whats the Problem?

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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton

25 März 2010 17:17 - 25 März 2010 17:18
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Jupp sieht es zu locker, und Hubert zu eng , B)

wenn die Druckprüfung OK war dann ist auch der Verbund in Ordnung.

No Problem

Gruß

Jupp
Letzte Änderung: 25 März 2010 17:18 von Jupp.

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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton

25 März 2010 20:36
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Hallo Jupp,
was ich gestern geschrieben habe, habe ich vor Jahren selbst erlebt. Ich bin E-Schein-Inhaber und war für mein Brötchengeber als Eigenüberwacher tätig. Meine Kollegen haben eine 30 cm dicke Sohle eines Wasserbauwerkes betoniert und sind dann ohne Betonnachbehandlungsmaßnahmen heim gefahren. Nachts sank die Temperatur auf –12°. Die am Bauwerk liegenden Würfel brachten in den darauffolgenden Tagen nur die halben Sollwerte der Druckfestigkeit. Die Werte mit dem Rückprallhammer nach 56 Tagen brachten ebenfalls nur die halben Sollwerte. Unser Auftraggeber hat damals geschlafen oder absichtlich weggeguckt. Die Protokolle habe ich damals ganz knapp gesund geschrieben, was sollte ich sonst schon machen. Streng genommen hätte man die Sohle abreißen müssen, aber dann hätte mir mein Chef auch den Kopf abgerissen. Schließlich war ja hier nicht Leib und Leben in Gefahr und ich die Pflicht habe, die Firma, bei der ich beschäftigt war, vor Schaden zu schützen.
Das in dem hier vorliegenden Fall auch die Betondruckfestigkeit in Ordnung ist, war mir völlig klar, wie sollte es auch anders sein.
Es wird alles wieder gut.
Gruß
Hubert
Hubert

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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton

26 März 2010 07:50
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Hallo Hubert,

alles in Ehren,aber was Du jetzt híer geschrieben hast , hättestDu in deinem eigenen Interesse besser nicht geschrieben.


Jupp

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