Forstschäden am Stahlbeton
- JHofer
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Forstschäden am Stahlbeton
17 März 2010 07:28
Hallo Kollegen,
ich habe eine Frage bezüglich Frostschäden im Beton.
folgende Situation:
eine Deckenplatte d=22cm ist betoniert worden. temperatur beim betoniervorgang ca. 1°.
nachts ist die temperatur runter gegangen auf bis zu minus 10 bis 12 grad.
Hier ist der beton beim abbinden durchfrostet worden. Die Baufirma hat natuerlich wie kann es auch anders sein keine entsprechenden Maßnahmen zum schutz des betons gemacht.
Hier jetzt meine frage:
wir zweifeln jetzt aus gutem grund die festigkeit des betons an !
da bei einem auf biegung beanspruchten Bauteil, so denke ich nicht die prüfung der druckfestigkeit des Betons sondern eher der verbund des betons mit dem Bewehrungsstahls maßgebend ist, möchte ich nun wissen wie so etwas auf der baustelle geprüft, bzw. welche prüfverfahren es hier gibt, um aussagen über die tragfähigkeit der decke zu bekommen ??
ueber eure hilfe, bzw. texte etc. wäre ich euch sehr dankbar, da ich mich mit diesem Thema noch nicht ausreichend auskenne.
gruß aus der eifel
ich habe eine Frage bezüglich Frostschäden im Beton.
folgende Situation:
eine Deckenplatte d=22cm ist betoniert worden. temperatur beim betoniervorgang ca. 1°.
nachts ist die temperatur runter gegangen auf bis zu minus 10 bis 12 grad.
Hier ist der beton beim abbinden durchfrostet worden. Die Baufirma hat natuerlich wie kann es auch anders sein keine entsprechenden Maßnahmen zum schutz des betons gemacht.
Hier jetzt meine frage:
wir zweifeln jetzt aus gutem grund die festigkeit des betons an !
da bei einem auf biegung beanspruchten Bauteil, so denke ich nicht die prüfung der druckfestigkeit des Betons sondern eher der verbund des betons mit dem Bewehrungsstahls maßgebend ist, möchte ich nun wissen wie so etwas auf der baustelle geprüft, bzw. welche prüfverfahren es hier gibt, um aussagen über die tragfähigkeit der decke zu bekommen ??
ueber eure hilfe, bzw. texte etc. wäre ich euch sehr dankbar, da ich mich mit diesem Thema noch nicht ausreichend auskenne.
gruß aus der eifel
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- Baumann
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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton
17 März 2010 08:31 - 17 März 2010 11:20
mein tipp: gegeben sie dem bauherrn die erforderliche formulierungshilfe - der bauherr soll dann seine bedenken / schadensmeldung an die baufirma richten.
die baufirme soll den nachweis der tragfähigkeit / ausreichender verbund erbringen - oder die decke wieder abreissen.
andere alternativen würde ich erst mal nicht anbieten. das ganze natürlich mit einschreiben und terminvorgaben!
sie werden sehen, die baufirma holt den richtigen gutachter.
die baufirme soll den nachweis der tragfähigkeit / ausreichender verbund erbringen - oder die decke wieder abreissen.
andere alternativen würde ich erst mal nicht anbieten. das ganze natürlich mit einschreiben und terminvorgaben!
sie werden sehen, die baufirma holt den richtigen gutachter.
Letzte Änderung: 17 März 2010 11:20 von Baumann.
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- JHofer
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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton
17 März 2010 08:42
hallo,
hab grad gesehn => "Forstschäden" setzte Frostschäden.
Ja mit den bedenken, schadensmeldungen ist schon alles geschehen !
mir geht es primär darum welches prüfverfahren hier angewandt wird.
situation: die baufirma hat ne kernbohrung erstellt und ne druckprüfung gemacht.
diese sagt aus dass der beton die erforderlichen werte hat.
doch: diese prüfung sagt ja nichts über den verbund aus.
Welche prüfverfahren werden hier angewandt ? kennt sich da jemand mit aus ?
wuerd mich interessieren, da ich einen solchen fall noch nie hatte, und ich mich außerdem hier nicht sooo gut auskenne.
bitte um hilfe, texpassagen etc.
hab grad gesehn => "Forstschäden" setzte Frostschäden.
Ja mit den bedenken, schadensmeldungen ist schon alles geschehen !
mir geht es primär darum welches prüfverfahren hier angewandt wird.
situation: die baufirma hat ne kernbohrung erstellt und ne druckprüfung gemacht.
diese sagt aus dass der beton die erforderlichen werte hat.
doch: diese prüfung sagt ja nichts über den verbund aus.
Welche prüfverfahren werden hier angewandt ? kennt sich da jemand mit aus ?
wuerd mich interessieren, da ich einen solchen fall noch nie hatte, und ich mich außerdem hier nicht sooo gut auskenne.
bitte um hilfe, texpassagen etc.
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- Lichte
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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton
17 März 2010 09:32
Also normalerweise Prüft man im Labor den Verbund durch den Ausziehversuch(Pullout), aber dürfte hier schwer sein.
Die einzige Möglichkeit die ich hier sehe ist das Freilegen der Bewehrung und die visuelle Kontrolle des Verbundes.
Ansonsten ist die Tragfähigkeit des Betons nicht so dermaßen abgemindert, wenn garkein Verbund vorhanden ist und die Bewehrung nur an den Lagern verankert ist. Die Abminderung ist um 33%. Wenn du dann nur 70% Verbund hast geht das ganze dann zu einer Abminderung der Tragfähigkeit von nur noch 10%.
Wobei ich denke, dass der Verbund durch den Frost eher besser gworden sein müsste, oder? (Wasser vergrößert doch sein Volumen beim erstarren)
Grüße
Lichte
Die einzige Möglichkeit die ich hier sehe ist das Freilegen der Bewehrung und die visuelle Kontrolle des Verbundes.
Ansonsten ist die Tragfähigkeit des Betons nicht so dermaßen abgemindert, wenn garkein Verbund vorhanden ist und die Bewehrung nur an den Lagern verankert ist. Die Abminderung ist um 33%. Wenn du dann nur 70% Verbund hast geht das ganze dann zu einer Abminderung der Tragfähigkeit von nur noch 10%.
Wobei ich denke, dass der Verbund durch den Frost eher besser gworden sein müsste, oder? (Wasser vergrößert doch sein Volumen beim erstarren)
Grüße
Lichte
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- Jupp
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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton
17 März 2010 10:54
Meinen Senf dazu.
1.Nach meinen Erfahrungen ist der Beton nach einem Frostwechsel nicht
zerstört.
2.Es tritt eine Nachverfestigung ein.
3. Dem Vorgang etwas Zeit lassen und dann ,
4. Visuelle Kontrolle der Betonoberfläche auf
a) Abgeplatzte Betonflächen ?
b) Risse
c) Eventuell nicht abgebundene Teilflächen.
5. Nach 28 Tagen mit dem Schmitt´schen Rückprallhammer die
Betonoberfläche abschiessen.
Gruß
Jupp
1.Nach meinen Erfahrungen ist der Beton nach einem Frostwechsel nicht
zerstört.
2.Es tritt eine Nachverfestigung ein.
3. Dem Vorgang etwas Zeit lassen und dann ,
4. Visuelle Kontrolle der Betonoberfläche auf
a) Abgeplatzte Betonflächen ?
b) Risse
c) Eventuell nicht abgebundene Teilflächen.
5. Nach 28 Tagen mit dem Schmitt´schen Rückprallhammer die
Betonoberfläche abschiessen.
Gruß
Jupp
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- mmue
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Re: Aw: Forstschäden am Stahlbeton
17 März 2010 17:20
Hallo,
sehe das wie Jupp. Ist mir auch noch nicht passiert. Örtliche Sichtkontrolle ist sicher nicht verkehrt. Abklopfen auf evtl. Hohlstellen dto.
Ansonsten kannst du dich bei Betonmarketing schlau fragen. Gibt's in 4 regionalen Abteilungen. Telefonnummer bitte über Internet suchen. Die sind nach meinen Erfahrungen sehr kompetent und hilfsbereit.
Gruß
mmue
sehe das wie Jupp. Ist mir auch noch nicht passiert. Örtliche Sichtkontrolle ist sicher nicht verkehrt. Abklopfen auf evtl. Hohlstellen dto.
Ansonsten kannst du dich bei Betonmarketing schlau fragen. Gibt's in 4 regionalen Abteilungen. Telefonnummer bitte über Internet suchen. Die sind nach meinen Erfahrungen sehr kompetent und hilfsbereit.
Gruß
mmue
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