|
Willkommen,
Gast
|
|
Hallo,
bei einem Bestandsbau der 60er Jahre wurde eine zu geringe Betondeckung festgestellt. es handelt sich bei der Bewehrung um Stahlmatten mit einem Stabdurchmesser von 4,6 bzw 5,5 mm. Ich hab mit dem Profometer Betondeckungen von 2 bis 5mm im Feldbereich gemessen und im Auflagerbereich allerdings wesentlich bessere Werte. Laut Leonhardt Teil 3 Seite 26 sind bei Durchmessern kleiner 10mm statisch gesehen betondeckungen von Durchmesser + 5 mm OK. Kennt jemadn vielleich eine Literaturquelle in der die Abhängigkeit des Verbundes von der Betondeckung gezeigt wird? Der Bauherr argumentiert, bisher lief doch alles gut und es gab keine Probleme, warum sollte denn jetzt etwas anders sein. Klar, bezüglich des Brandschutzes muss etwas getan werden, stellt sich aber nur die Frage, oder der Aufwand noch größer werden muss, weil statisch noch etwas ausgebessert werden muss. Korrosionstechnisch sind die Eisen noch sehr gut in Schuss. grüße Bruno |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Hallo,
Betondeckung ist zwar nach heutigem Verständnis zu gering (nach damaigem auch), aber vielleicht ist das rein statisch-mechanische Problem nicht so groß. In der Feldmitte mit wenig Verbundspannungen hast du auch wenig Betondeckung (mag OK sein), aber im Stützbereich, wo du entspr. hohe Verbundspannungen hast scheint ja die Betondeckung OK auch zu sein. Gruß mmue |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Hi,
könntest du mir nochmal erklären, warum die Verbundspannung in Feldmitte nicht so groß ist, rein vom Gefühl her denke ich das zwar auch, kann es aber nicht stichfest begründen, oder wie es mir lieber wär mit Zahlen belegen. |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Häng mich mal rein:
Pure Statik:
Die Momentenänderung bzw. Zugkraftsteigerung Richtung Feldmitte (des Einfeldträgers) ist daher deutlich geringer |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Hallo Dimoxinil,
vielen dank erst einmal für deine Antwort, aber ganz so ist es glaube ich nicht, weil ja die Bemessung im Stahlbetonbau für Momente und Querkräfte getrennt durchgeführt wird und die Fachwerkanalogie die Grundlage bildet. Bei einem homogeneisotropen Material hättest du Recht, dass natürlich die Schubspannung in der jeweiligen Fuge wichtig wäre und in einem Einfeldträger die Schubspannung in Feldmitte natür,lich null ist und dementsprechend die Quasiverbundspannnungen hier ebenfalls Null wären und zu den Auflagern zunähmen. Ich glaube ich werde jetzt in Analogie zu den Verbundbereichen die fehlende Betondeckung in Feldmitte mit einem Faktor 0,7 abmindern und dementsprechen einen ehöhten Bewehrungsgehalt demgegenüberstellen. Dieser Faktor 0,7 tritt schliesslich auch bei den Filigrandecken auf, wo die Bewehrung auf das Fertigteil aufgelegt wird. schöne Grüße Bruno Falls jemand aber noch eine Idee hat freue ich mich über jeen Beitrag. |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
|
Zitiere mal DIN 1045-1, Abs.6.3:
-o der Stabdurchmesser ds der Betonstahlbewehrung oooo...Wenn die Betondeckung also ds hat ist es in Ordnung. Darunter die Verbundspannung abzumindern halte ich für korrekt. In einem Beitrag von Minnert/Reichmann wird ein Abminderungsfaktor für die Bewehrung hergeleitet, wenn kein Verbund mehr vorhanden ist. Gruß PS: Mein letzter Beitrag hatte nichts mit Schubspannungen oder Betonbemessung zu tun, die Zugkraftzunahme Richtung Feldmitte ist halt einfach geringer. |
|
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten. |
Copyright © 2022 diestatiker.de | ein Service von Planungsbüro Uhrmacher | Schmerlerstraßer 36 - D-90768 Fürth
Telefon: 0171 / 935 57 50 | E-Mail: office[@]diestatiker.de | Alle Rechte vorbehalten