Korrosionsschutz Bewehrungsstahl
- erido
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Korrosionsschutz Bewehrungsstahl
20 Feb. 2010 03:28 - 20 Feb. 2010 03:30
Es soll eine neue Stahlbetonwand gebaut werden. Diese kreuzt eine vorhandene Wand. Die Bewehrung der neuen Wand soll durch die vorhandene Wand geführt werden. Der Kreuzungspunkt muss nicht wasserdicht sein, ist aber ständig Flusswasser exponiert.
Gedanke: Im Bereich der bestehenden Wand benötigt die Bewehrung keinen Verbund, muss allerdings gegen Korrosion geschützt sein. Wenn man eine 20mm Kernbohrung setzt und ein Ø12 durchsteckt und ohne weitere Maßnahmen einbetoniert, fehlt der Korrosionsschutz im Bereich der vorhandenen Wand. Kann man das durchgesteckte Eisen einfach im Bereich der vorhandenen Wand zzgl. 10cm links und rechts mit normalen Korrosionsschutzanstrich schützen?
Es handelt sich um eine sehr große Anzahl.
Hiltis sind zu teuer. (Ein Hilti herstellen, liefern, montieren kostet ca. 30-75€ je nach Durchmesser bei dieser Baustelle)
Wie würdet Ihr vorgehen?
Danke Erik.
Gedanke: Im Bereich der bestehenden Wand benötigt die Bewehrung keinen Verbund, muss allerdings gegen Korrosion geschützt sein. Wenn man eine 20mm Kernbohrung setzt und ein Ø12 durchsteckt und ohne weitere Maßnahmen einbetoniert, fehlt der Korrosionsschutz im Bereich der vorhandenen Wand. Kann man das durchgesteckte Eisen einfach im Bereich der vorhandenen Wand zzgl. 10cm links und rechts mit normalen Korrosionsschutzanstrich schützen?
Es handelt sich um eine sehr große Anzahl.
Hiltis sind zu teuer. (Ein Hilti herstellen, liefern, montieren kostet ca. 30-75€ je nach Durchmesser bei dieser Baustelle)
Wie würdet Ihr vorgehen?
Danke Erik.
Letzte Änderung: 20 Feb. 2010 03:30 von erido.
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- Michi
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Re: Aw: Korrosionsschutz Bewehrungsstahl
20 Feb. 2010 07:46
Hallo,
warum nehmt ihr für diesen Bereich nicht einfach feuerverzinkten Bewehrungsstahl, das ist nicht wesentlich teurer und bietet einen dauerhaften Korrosionsschutz, ein Anstrich wird doch direkt beim Einbau mechanisch beschädigt und bietet demnach keinen ausreichenden Schutz, die Feuerverzinkung trotz auch dem rauhen Baustelleneinsatz.
Gruß Michi
warum nehmt ihr für diesen Bereich nicht einfach feuerverzinkten Bewehrungsstahl, das ist nicht wesentlich teurer und bietet einen dauerhaften Korrosionsschutz, ein Anstrich wird doch direkt beim Einbau mechanisch beschädigt und bietet demnach keinen ausreichenden Schutz, die Feuerverzinkung trotz auch dem rauhen Baustelleneinsatz.
Gruß Michi
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
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- Jupp
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Re: Aw: Korrosionsschutz Bewehrungsstahl
20 Feb. 2010 16:17
System-Brutal
1.Vorhandene Wand durchchschlitzen.
2.Bewehrung erhalten.
3.Neue Bewehrung durchführen
4.Neue Wand komplett betonieren.
Gruß
Jupp
1.Vorhandene Wand durchchschlitzen.
2.Bewehrung erhalten.
3.Neue Bewehrung durchführen
4.Neue Wand komplett betonieren.
Gruß
Jupp
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- Christian11
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Re: Aw: Korrosionsschutz Bewehrungsstahl
20 Feb. 2010 17:23
System "Brutal" = System vernuenftig
denn:
Bewehrungsstahl benoetigt die alkalische Umgebung. Sonst droht Korrosion, selbst wenn der Stab verzinkt wird. Hinweise zu Abrostungsraten gibt die EAU beispielsweise auch fuer Suesswasser.
Gruss
Christian11
denn:
Bewehrungsstahl benoetigt die alkalische Umgebung. Sonst droht Korrosion, selbst wenn der Stab verzinkt wird. Hinweise zu Abrostungsraten gibt die EAU beispielsweise auch fuer Suesswasser.
Gruss
Christian11
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- mmue
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Re: Aw: Korrosionsschutz Bewehrungsstahl
20 Feb. 2010 19:19
Hallo,
feuerverzinkte Bewehrung ist hier kein Allheilmittel, denn der schützende Überzug bildet sich nur bei entspr. Atmosphäre. Fraglich, ob das bei der Wasserbeanspruchung auch funktioniert.
Vielleicht eine andere / 'halbbrutle' Variante: Kernbohrungen, z.B. Du. 200 mm oder mehr (wenn die alte Wand das zuläßt), vielleicht auch immer 2 überschnittene übereinander, dann normale Bewehrung durchstecken und betonieren.
Gruß
mmue
feuerverzinkte Bewehrung ist hier kein Allheilmittel, denn der schützende Überzug bildet sich nur bei entspr. Atmosphäre. Fraglich, ob das bei der Wasserbeanspruchung auch funktioniert.
Vielleicht eine andere / 'halbbrutle' Variante: Kernbohrungen, z.B. Du. 200 mm oder mehr (wenn die alte Wand das zuläßt), vielleicht auch immer 2 überschnittene übereinander, dann normale Bewehrung durchstecken und betonieren.
Gruß
mmue
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- Jupp
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Re: Aw: Korrosionsschutz Bewehrungsstahl
21 Feb. 2010 09:33 - 22 Feb. 2010 07:09
-System-Brutal-
Bei der Kernbohrung zerstört man die komplette Wandbewehrung der Bestandswand,zumindest fallen Tragstäbe (senkrecht) aus und die komplette horizontale Berwehrung ist im Eimer. Ob diese vielen Kernbohrungen günstiger sind als Mann + Presslufthammer bezweifle ich.
Gruß
Jupp
Bei der Kernbohrung zerstört man die komplette Wandbewehrung der Bestandswand,zumindest fallen Tragstäbe (senkrecht) aus und die komplette horizontale Berwehrung ist im Eimer. Ob diese vielen Kernbohrungen günstiger sind als Mann + Presslufthammer bezweifle ich.
Gruß
Jupp
Letzte Änderung: 22 Feb. 2010 07:09 von Jupp.
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