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Ringanker oder Betonposter über Mittelpfette

  • Joschie
  • Joschies Avatar Autor

Ringanker oder Betonposter über Mittelpfette

18 März 2007 10:41
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Hallo zusammen!

Bei einer tragenden Wand im Dachgeschoss auf der Mittelpfetten auflagern, würde ich immer einen Ringanker aufbetonieren.
Falls H-Lasten in die Wandscheibe eingeleitet werden müssen, habe ich durch den Ringanker eine schöne Basis für die Lasteinlastung.
Weiter Ist die Wand durch den Ringanker und dem Anschluss an die Mittelpfetten horizontal senkrecht zur Wandebene gehalten.
Setzungsrisse in der Wandebene treten nicht auf, gerade wenn die Wand nicht über einer tragenden Wand im EG steht.

Häufig sieht man jedoch auch Ausführungen mit einem 50cm langen Betonposter unter den Mittelpfetten. Mir persönlich wäre so ein Betonposter zu wenig. über die Jahre könnte es doch zu Setzungsrissen kommen! Rinkeranker sind doch nach DIN 1053-1 8.2.1 vorgeschrieben!

Wie seht ihr diese Thematik? ...ganz unabhänig davon ob H-Lasten in die Wand eingeleitet werden oder müssen oder nicht!

Vielen Dank
Gruß Joschie

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Re: ReRinganker oder Betonposter über Mittelpfette

18 März 2007 11:16
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Soll natürlich "Ringanker oder Betonpolster unter Mittelpfette" heißen

Gruß Joschie

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Re: ReRinganker oder Betonposter über Mittelpfette

18 März 2007 13:59
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Hallo Joschie,
wenn ich den Ringanker (oder Ringbalken für die Aussteifung oder als Wandhalterung brauche, wird er natürlich auch ausgeführt. Wenn aber die gemauerte Wand hinlänglich durch die Mittelpfette gehalten ist (s. Beispiel im KS-Handbuch) dann verzichte ich auf den Ringbalken. Auch habe ich schon auf den schrägen Ringbalken im Giegelmauerwerk verzichtet, wenn die Aussteifung durch die Dachfläche gewährleistet war. Das muss aber dann gut detailiert sein.
Gruß Wolfgang

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Re: ReRinganker oder Betonposter über Mittelpfette

19 März 2007 11:19
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Hallo,
so wie Wolfgang !
so wenig Ringanker wie möglich !
Zu teuer, zu aufwendig, Rissgefahr. Meiner Meinung nach werden zu viele Ringanker hergestellt.
1. Mittelpfetteninnenauflager: wenn hier keine H-Lasten übertragen werden müssen ist hier auch kein RA nach DIN 1053 8.2.1 erforderlich
2. Giebelwände: Nachweise nach DIN 1053, belasteten Teil unter den Pfetten als 2-seitg gehalten und unbelasteten dazwischen als 3-seitig (Ausfachungsfläche), alles ohne Ringanker. Wenn zusätzlich noch eine einbindende Wand vorhanden ist alles ohne Nachweise. Die Anschlüsse nach DIN 1053 8.1.4 können auch ohne RA ausgeführt werden. Lediglich bei Fensteröffnungen durchgehende Stb-Balken gleichzeitig als RA, aber nur horizontal. Häufig sieht man auch schräge RA, schick aber normalerweise unnötig. Bei normalen Wohnhausgiebeln wird der Giebel an die Dachkonstruktion angebunden, nicht umgekehrt.
Gruß

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Re: ReRinganker oder Betonposter über Mittelpfette

19 März 2007 15:28
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Herr Lehmann schrieb:
... Häufig sieht man auch schräge RA, schick aber normalerweise unnötig.
Bei normalen Wohnhausgiebeln wird der Giebel an die Dachkonstruktion angebunden, nicht umgekehrt ...
Hallo!
Habe meistens Außenwände aus Poroton ohne Stoßfugenvermörtelung bei Häuschen. Dann verzichte ich nicht auf die schrägen RA. Dann gibts auch keine überraschungen wenn die Anbindung der Wand an den Dachstuhl nicht so korrekt vom Zimmermann ausgeführt wird.

Sonst kann ich auch nur den Vorrednern beistimmen.
Gruß

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Re: ReRinganker oder Betonposter über Mittelpfette

19 März 2007 17:03
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@kaule
Poroton und schräger Ringanker im Giebel? Ich meine, dazu gehört dann aber zwingend ein vertikales Zugglied in die Ecke. Mir hat als Berufsanfänger ein schwindender Ringanker schon eine Mauerwecke hochgezogen!
Gruß Wolfgang

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