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Vorh. Bewehrung Einzelfundament nachträglich feststellen 16 Apr 2025 17:46 #84114

Hallo,

bei vorhandenen Einzelfundamenten einer Stahlhalle von Anfang der 60er Jahre gibt es leider keine Bewehrungspläne mehr. Nun soll ich die Halle für neue Lasten nachrechnen.

Frage: Kennt jemand Geräte, mit denen man die vorh. Bewehrung bei ca. 80 cm dicken Fundamentplatten feststellen kann? Ohne die Platten zu zerstören natürlich.

Mir ist sowas nicht bekannt. Bin daher für jeden Hinweis dankbar.

Gruß
mmue
 

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Vorh. Bewehrung Einzelfundament nachträglich feststellen 17 Apr 2025 04:39 #84117

  • Sebastian Fellner
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  • Beiträge: 189
Guten Morgen,

da gibt es mehrere Möglichkeiten. Hilti Ferroscan als Stichwort. Aber das muss man können und das ist nicht billig. Ich würde zuerst an ein paar Stellen aufmachen und alles genau aufmessen, wenn möglich. Das dürfte in den meisten Fällen genügend sein. Dann kann man immer noch zum Vergleich/Bestätigung an anderen Stellen messen lassen.

Wir haben das mit dem Messen mal vor 10 Jahren machen lassen, als erste Maßnahme. Die Kosten und das Ergebnis haben nicht zueinander gepasst, dafür hätte man locker an 20 Stellen Suchöffnungen machen können. Das haben wir danach auch an ein paar Stellen gemacht, die Baufirma war schon vor Ort, hat praktisch fast nix gekostet. Natürlich darf die Suchöffnung auch nicht jeder machen, die Bügelbewehrung sollte schon heil bleiben.
 

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Vorh. Bewehrung Einzelfundament nachträglich feststellen 17 Apr 2025 06:49 #84118

Hilit Ferroscan kann bis 30 cm,
ich habe mal Bilder bei 15 cm gesehen, die waren eher "schwamming".

Die hier behaupten bis 80 cm, kann mir aber nicht vorstellen, dass da was
sinnvolles rauskommt....
siptec.eu/betontechnik-bodenradar

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Vorh. Bewehrung Einzelfundament nachträglich feststellen 17 Apr 2025 07:54 #84120

... Einzelfundamenten einer Stahlhalle von Anfang der 60er Jahre ...
off topic

wenn wir hier von einem kleinen objekt reden (ca. 15 m spannweite und 5 m raster), wird hier keine bewehung rechnerisch rausgekommen sein. da wurde dann eine "angstbewehrung" (ca. q131 oder q188 evtl auch nur r-matten bei b160) eingelegt. heute wuerde man da von "fiegendraht" reden.

hermann
Bauingenieur, Dipl.-Ing. (FH)
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Vorh. Bewehrung Einzelfundament nachträglich feststellen 17 Apr 2025 09:22 #84124

Vergisst bitte Ferroscan bei der Unteren Bewehrung eines Fundaments
Das Funktioniert sehr gut bei kleinen bzw. üblichen Betondeckungen, aber selbst da muss man für eine halbwegs sinnvolle Aussagen zumindest Stichprobenartig lokal aufmachen zum Kallibrieren (man muss dem Gerät entweder die ca. Bewehrungslage oder ca. Durchmesser vorgeben, bzw. Anhand der Probeöffnungen Korreturen vornehmen)

Die hier www.screeningeagle.com/en/products/proceq-gp8000-lite behaupten bis 800mm scanen zu können. Dass man so tief Scanen glaube ich schon, nur will ich mal anzweifeln dass man mit diesen Ergebnissen sinnvoll rechnen kann.... ich lasse mich aber gerne des besseren belehren. (man will ja schließlich dazulernen)

Es ist wie Kollegen geschrieben haben auch eine Kosten-Nutzen-Frage: Was kostet die Zerstörungsfreie Prüfung (Ferroscan) und was bringt sie dem Bauherren. (Es is ein Unterschied ob in der Halle Microchips hergestellt werden oder der Bauer seinen Traktor parkt)

Meine Erfahrung ist, aber auch die, dass gerade bei älteren Gebäude da oft nicht mehr als die Mindestbewehrung oder irgendeine Konstruktive Bewehrung drin ist. Ich gehe das immer mehrstufig an, rechne erstmal die Fundamente nach und prüfe was da drin sein sollte. Mit dem was sein sollte, kann man mit neuen Lasten nachrechnen wie viel fehlt, bzw. fehlen würde... und da muss jeder ingenieurmäßig entscheiden was er damit macht. Meine Erfahrung ist dass es hier schonmal oft alleine an den Fundamentnachweisen (Grundbaustatik) scheitert, sprich die Fundamente sind zu klein (speziell für Horizontallasten).... und dafür brauche ich gar keine Bewehrungspläne

Wenn die Halle im Bestand schlecht ausgesteift ist/war ... kann man mit ein paar Verstärkungs-Verbänden bzw. Abspreizungen richtige Wunder wirken

Das Problem ist eher wie man das ganze dem Bauherren erklärt ohne den Auftrag zu verlieren :P

 

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Vorh. Bewehrung Einzelfundament nachträglich feststellen 17 Apr 2025 10:24 #84127

Hallo,

off topic

wenn wir hier von einem kleinen objekt reden (ca. 15 m spannweite und 5 m raster), wird hier keine bewehung rechnerisch rausgekommen sein. da wurde dann eine "angstbewehrung" (ca. q131 oder q188 evtl auch nur r-matten bei b160) eingelegt. heute wuerde man da von "fiegendraht" reden.

hermann

Spannweite 25 m, Fundamente ca. 1.50 / grob geschätzt 3.00 bis 3.50 m (soweit man das erkennen kann). Da is nix mit Fliegendraht.

Meine Erfahrung ist, aber auch die, dass gerade bei älteren Gebäude da oft nicht mehr als die Mindestbewehrung oder irgendeine Konstruktive Bewehrung drin ist. Ich gehe das immer mehrstufig an, rechne erstmal die Fundamente nach und prüfe was da drin sein sollte. Mit dem was sein sollte, kann man mit neuen Lasten nachrechnen wie viel fehlt, bzw. fehlen würde... und da muss jeder ingenieurmäßig entscheiden was er damit macht. Meine Erfahrung ist dass es hier schonmal oft alleine an den Fundamentnachweisen (Grundbaustatik) scheitert, sprich die Fundamente sind zu klein (speziell für Horizontallasten).... und dafür brauche ich gar keine Bewehrungspläne

Danke für die Hinwiese, aber das passt auch nicht (s.o.).

Früher war da mal eine Kranbahn unbekannter Größe drin, die jetzt demontiert ist. Also H-Kräfte sollten vermutlich kein Problem darstellen. Aber das Problem mit der nicht bekannten Bewehrung bleibt.

Werde mal bei der Firma anrufen, die behauptet, dass sie 800 mm in den Beton schauen kann. Bislang glaub ich's nicht. Jedenfalls nicht, dass man da belastbare Erkenntnisse bekommen kann.

Gruß
mmue

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