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THEMA: Verankerung Ringbalken Giebelwand

Verankerung Ringbalken Giebelwand 25 Mär 2017 00:10 #60832

Hallo

Situation:

Ein Gebäude soll aufgestockt werden, das neue Dachgeschoß soll einen Kniestock erhalten.
Der Dachstuhl soll als Pfettendach ausgeführt werden.
Die Horizontallasten an der Fußpfette sollen über einen Stahlbetonbalken, über dem Kniestock, ins Bauwerk eingeleitet werden.
Ohne Kniestockstützen.
Die Gieblwand soll soweit wie möglich stehen bleiben.
Bedeutet, man kann keinen umlaufenden Ringbalken einbauen.

Frage:
Gibt es in der Literatur Brechnungsansätze für diese Situation?
Ringbalken z.b. 1-2m in die Giebelwand einbinden um die resultierenden Horizontalkräfte
zu verankern.
Im Mauerwerksbau gibt es einen ähnlichen Ansatz für einen Balken zur Aufnahme des Erdrucks.
Finde das auch nicht mehr.
Vielen Dank schon mal
Letzte Änderung: 25 Mär 2017 01:48 von Jörg.
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Verankerung Ringbalken Giebelwand 28 Mär 2017 13:09 #60857

Hallo Jörg,
Ringbalken z.b. 1-2m in die Giebelwand einbinden um die resultierenden Horizontalkräfte
zu verankern.
Das wird wg. mangelnder Auflast nicht funktionieren.

Besser: Freitragende Gebinde anordnen (sog. Studiobinder), Verbindungen z.B. mit Nagelplatten. Die haben am Fußpunkt eine Schrägstrebe, über die die H-Kräfte abgeleitet werden. Geht allerdings im Wesentlichen nur bei Satteldächern, ggf. auch mit kleinen aufgesetzten Gauben.

Gruß
mmue
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Verankerung Ringbalken Giebelwand 31 Mär 2017 17:57 #60917

Das aktuelle Problem:

www.bauexpertenforum.de/showthread.php?101168-Wie-geht-es

Nach dem Denken, muss ein Windbock im neuen Dachgeschoß angeordnet werden.
Das bedeutet, Horizontallasten auf die Mittelpfette.

Mit ein wenig zusätzlichen Deckenbalken, Zwischenhölzern ... geht das.

Aber was ist mit den oft gesehenen "Ringbalken die nach ca, 2m auf der Höhe der des Kniestocks in der
Giebelwand enden.

Ein Ansatz für eine Berechnung wäre ganz gut.


Aber, doch ist das Ding sehr fragwürdig.
Man könnte den neuen Windbock in der Achse neben dem Kamin anordnen.
Für von Links kommende Windlasten wären die Deckenbalken über Bad gegen Kippen mit Querhölzern auszuteifen.
Unter der Drucklast eine zusätzlichen Balken einzubauen.
Aber was ist mit der Horizontallast?

Wohin damit?
Letzte Änderung: 31 Mär 2017 18:19 von Jörg.
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Verankerung Ringbalken Giebelwand 01 Apr 2017 10:08 #60925

Hallo Jörg,
Nach dem Denken, muss ein Windbock im neuen Dachgeschoß angeordnet werden.
Nicht nur einer.
Das bedeutet, Horizontallasten auf die Mittelpfette.
Oder auf die Schalung auf der Kehlbalkenlage.
Aber was ist mit den oft gesehenen "Ringbalken die nach ca, 2m auf der Höhe der des Kniestocks in der Giebelwand enden.

Ein Ansatz für eine Berechnung wäre ganz gut.
Gibt es nicht, weil ist nicht nachweisbar.
Für von Links kommende Windlasten wären die Deckenbalken über Bad gegen Kippen mit Querhölzern auszuteifen.
Kippen, warum? Sind die Kehlbalken so schmal? Eigentlich nicht möglich bei normenkonformer Nagelung der Schalung.
Unter der Drucklast eine zusätzlichen Balken einzubauen.
Warum? Wo?
Aber was ist mit der Horizontallast?
Womit wir wieder bei der Ausgangsfrage wären.

Gruß
mmue
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Verankerung Ringbalken Giebelwand 01 Apr 2017 12:37 #60926

Hallo,
was heißt denn hier Aufstockung ? Komplettes neues Geschoss oder ist das DG vorhanden und der neue Dachstuhl wird um Dremeplhöhe angehoben ?

Die einbindenden Ringbalken im Giebelmauerwerk sieht man häufig in Verbindung mit Drempel STB-Stützen, so dass an den Endauflagern (Giebelwand) relativ geringe H-Lasten übertragen werden müssen.

Wenn die Aufstockung unbedingt massiv (Mauerwerk) hergestellt werden soll, brauchst du mehr Beton zum Anschluss der Drempelringbalken
1. Im Bereich der Giebelwände Betonkorsett trapezfömig oder durchlaufenden RB
2. Im Bereich der Innenwände RB zum Anschluss der Mittelauflager. 11,5 er RB wäre mir aber zu schmal. Zum anderen müssen die austeifenden Innenwände nachgewiesen werden.
Bei der Innenwand Zimmer 1,2 könnte es eng werden.

Muss die Aufstockung unbedingt aus Mauerwerk hergestellt werden.
Die oben beschriebenen Studiobinder von mmue sind keine schlechte Lösung. Binderabstände 1,0 m, so das kleine Gauben möglich sind. Allerdings müssen die H-Lasten aus den Bindern von der Decke aufgenommen werden.

Ich favorisiere in dieser Situation die Holztafelbauweise. Drempelrähm mit H-Lasten nachgewiesen und an die Innen- und Außenwände, ebenfalls Holztafelwände, angeschlossen.

Grüße
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Verankerung Ringbalken Giebelwand 01 Apr 2017 16:07 #60927

Hallo,
Ferndiagnosen sind nicht unsere Sache!
Wie soll man hier auch (bei diesen spärlichen Angaben) eine Lösungsmöglichkeit
aufzeigen können. Die Fragen aus dem hilfsbereiten Kollegium hier im Forum haben
bisher keine Antwort gefunden. Schade, denn es gibt einige Ideen wie man die Prob-
leme lösen kann, aber "alles" geht natürlich nicht. Auch die Ausgangs-Situation
(Bestand, Abbruch, Neu) ist nicht definiert....

galapeter97
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