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THEMA: Gabellagerung Stahlsturz

Gabellagerung Stahlsturz 30 Dez 2016 12:52 #60155

Jörg schrieb:
Durch die Übermaerung entsteht ja kein Halterung gegen seitliches Ausweichen
des Obergurts?

@jörg
das ist halt die Frage.

Ist die Übermauerung nur ca. 7 cm und dann kommt eine Deckenscheibe, kann man
zumindest drüber nachdenken.

Man müßte halt mal das System samt Lasten und Trägerprofil sehen.

So mal aus dem Kopf freihändig eine Größenordnung:

HEA 160, Druckkraft im oberen Flansch ca. NEd = 350 KN

Abtriebskraft ca. 350 / 250 = 1,4 KN/m (Maximalwert)

Entweder
- diese Last über die Übermauerung/ sonstiges in die Deckenscheibe

und/oder

den Empfehlunge von prostab folgen

oder GG fragen :)
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Gabellagerung Stahlsturz 30 Dez 2016 17:18 #60156

Hallo Jörg,

das kommt auch ein bißchen auf die Größenordnung des Umbaus an.
Wie groß ist denn die neu zu erstellenden Öffnung? Welchen Trägertyp hast du vorgesehen?

Gruß
mmue
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Gabellagerung Stahlsturz 02 Jan 2017 20:14 #60160

ich vermeide diese aufsführungsart mit nachträglich ziegel oben einbauen.

träger wird direkt unter der decke platziert, dann oben mit einem mörtelbett versehen, mit schalungsstützen hochgepresst, und dann die auflager mit quellfähigem mörgel vergossen.
wenn der sturz zu hoch ist, dann soll der trockenbauer was ranbasteln.

wenns unbedingt ein IPE sein muss, dann evtl. noch mit der stb decke verschrauben, aber bei hea und heb (bis 300) mache ich mir keine sorgen, dass der obergurt wegkippt, denn aus jeder auflast resultiert auch eine reibung, die dem entgegen wirkt.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Gabellagerung Stahlsturz 05 Jan 2017 09:25 #60164

Wenn man mit Wanddurchbrüchen Geld verdienen will, sollte man das ganze nicht zu akademisch betrachten.

Ich rechne solche Stahlträger über Wanddurchbrüchen in den "üblichen Spannweiten" (2,00-4,00 m) möglichst immer als HEA oder HEB, wobei ich (rechnerisch) den BDK-Nachweis mit Halterung am Auflager nachweise und NICHT als kontinuierliche Halterung am Oberflansch. Die Bemessung läuft ja meist über die Verformung (l/300 bis l/500), letztendlich kommt dann fast immer eine Biegeausnutzung von ca. 60-70 % heraus, also recht konservativ.

Dabei ist der Lastansatz meistens "volle Last", d.h. kein Ansatz der Gewölbewirkung in oberhalb stehenden Wänden.

In 90 % der Fälle werden die Träger die volle Last nie erhalten, da z.B. durch Stahlbetondecken die Lasten verschmiert werden.

Das schöne ist ja: Je mehr Last die Träger erhalten, desto größer ist:
a.) die kontinuierliche Halterung am Oberflansch,
b.) die halterung am Auflager, jeweils durch Reibung.

Steifbleche baue ich nur am Auflager ein, wenn diese erforderlich sind wegen "Flanschbiegung", NICHT zur Biegedrill-Aussteifung. Die Flanschbiegung kann man händisch nachweisen oder mittels Tabellenwerte (z.B. Oberegge, FH Köln) ermitteln oder per Software. Wichtig dabei: Die Lasten im Auflagerbereich aus den oberen Geschossen nicht vergessen.
Dies kann man einfach erreichen, wenn man am Auflager einen kleinen Kragarm (halbe Auflagertiefe) generiert.

Wenn ich 2 Träger NEBENEINANDER einbaue (passiert ja öfters wegen einfacherer Abstützung) teile ich die Last auf beide Träger auf. Bei stark unterschiedlichen Spannweiten werden auch Steifbleche (Passbleche) eingebaut, welche in einem Träger verschweißt und am 2. Träger dann beim Einbau eingeschoben werden.

Bei extremen/außergewöhnlichen Lasten oder Spannweiten kann natürlich auch mal die graue Theorie erforderlich werden.
Letzte Änderung: 05 Jan 2017 09:30 von zeemann.
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Gabellagerung Stahlsturz 06 Jan 2017 17:45 #60173

zeemann schrieb:
...
Das schöne ist ja: Je mehr Last die Träger erhalten, desto größer ist:
a.) die kontinuierliche Halterung am Oberflansch,
Wer soll jetzt wen in horizontaler Richtung halten,
der Träger die Wand oder die Wand den Träger?
Ohne die Situation konkret zu kennen, kann man das nicht beurteilen.
Jörg hat das Problem schon richtig gesehen und ich denke nicht,
dass es sich dabei nur um einen etwas längeren Sturz handelt.

Eine Schubladenrechnung schadet in Zweifelsfällen nicht
und ist in wenigen Zeilen erledigt.

Ob das System schon rein konstruktiv in Ordnung ist,
sieht man am besten, wenn man es auf den Kopf stellt.
Man hat dann eine Wand, auf der liegt ein Träger, der
am Wandkopf eine Linienlast in die Wand einleitet.
Wer jetzt wen seitlich halten muss/kann hängt von der
Höhe der abzufangenden Wand und der Länge des Trägers ab.
Steifbleche baue ich ... NICHT zur Biegedrill-Aussteifung.
Sind beide Gurte seitlich gehalten, ist das in Ordnung, sonst nicht.
Außerdem erhöht die Steife die Wölbsteifigkeit des Trägers.

es
Letzte Änderung: 06 Jan 2017 17:48 von prostab.
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