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Bewehrung eines Kabelkanals aus Stahlbeton – U-förmiger Querschnitt, 16 cm Wandd

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Bewehrung eines Kabelkanals aus Stahlbeton – U-förmiger Querschnitt, 16 cm Wandd

01 Sep. 2026 04:18
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Hallo zusammen, ich bearbeite derzeit die Tragwerksplanung eines ca. 93 m langen Kabelkanals, der ursprünglich als Stahlbetonfertigteil-Trog vorgesehen war und nun in Ortbeton hergestellt werden soll. Der Querschnitt entspricht ungefähr dem folgenden System: lichte Breite: 1,00 mlichte Höhe: 0,70 mWandstärke: ca. 16 cmBodenplattendicke: ca. 16 cmBeton: C35/45Herstellung: zuerst Bodenplatte, anschließend Ortbetonwändekeine Decke, lediglich aufgelegte Abdeckungenim Standardbereich begehbare Kunststoffabdeckungennur auf ca. 5 m Länge befindet sich ein überfahrbarer BereichWichtiger Punkt: keine WU-Konstruktion Das LV bezeichnet die ursprünglichen Fertigteile zwar als WU-Bauweise. Nach Rücksprache mit dem Auftraggeber soll bei der Ortbetonvariante jedoch keine Wasserdichtigkeit des Kanals nachgewiesen werden. Die bisherigen Fertigteile wurden konstruktiv gestoßen. Eindringendes Wasser ist grundsätzlich zulässig und kann über Öffnungen im Kanalboden in den Untergrund versickern. Der Auftraggeber möchte deshalb ausdrücklich die bisherige schlanke Geometrie beibehalten und keine WU-Konstruktion daraus machen. Für den Ortbeton sind vorgesehen: Größtkorn 0/8 mmKonsistenz F5Innenrüttler Ø ca. 4 cmbei Bedarf zusätzlich AußenrüttlerMeine eigentliche Frage zur Bewehrung Nach Aussage des Auftraggebers sind die bisher verwendeten Fertigteilkanäle im Standardbereich nur einlagig und konstruktiv bewehrt. Bei meiner FEM-Berechnung des U-förmigen Querschnitts erhalte ich dagegen teilweise Bewehrungserfordernisse auf beiden Seiten der Wände bzw. des Querschnitts. Bei einer vereinfachten Stabwerks-/Rahmenbetrachtung erscheint dagegen eine einlagige konstruktive Bewehrung durchaus plausibel. Daher meine Fragen an euch: Wie werden solche offenen Kabelkanäle mit ca. 1,00 m lichter Breite und 0,70 m lichter Höhe in Fertigteilwerken üblicherweise bewehrt?Gibt es bei solchen Standardkanälen tatsächlich häufig nur eine Bewehrungslage, beispielsweise eine außenliegende Matte bzw. U-förmig durchlaufende Bewehrung?Wie würdet ihr die Ergebnisse der FEM bewerten, wenn rechnerisch lokal Bewehrung auf beiden Seiten erforderlich wird, die bisherige Fertigteilausführung aber offensichtlich nur konstruktiv einlagig bewehrt ist?Würdet ihr bei einem solchen Kanal die Bodenplatte und die Wände als monolithischen U-Rahmen berechnen oder eher konstruktiv davon ausgehen, dass bei den geringen Belastungen eine durchlaufende einlagige U-Bewehrung ausreichend sein kann?Hat jemand zufällig einen Beispiel-Bewehrungsplan oder eine typische Bewehrungsanordnung eines vergleichbaren Fertigteil-Kabelkanals mit Innenmaßen etwa 100/70 cm? Mir geht es ausdrücklich nicht darum, fremde Pläne ungeprüft zu übernehmen, sondern um die Frage, wie solche Kanäle in der Praxis typischerweise konstruktiv bewehrt werden und wie andere Tragwerksplaner den Unterschied zwischen FEM-Ergebnis und der bekannten Fertigteilpraxis bewerten. Überfahrbarer Bereich Der ca. 5 m lange überfahrbare Bereich wird separat betrachtet. Hier ist nach Vorgabe des Auftraggebers auch eine zweilagige Bewehrung möglich und vorgesehen. Die eigentliche Frage betrifft den normalen Standardkanal mit der einlagigen konstruktiven Bewehrung. Über Erfahrungen oder Beispielquerschnitte würde ich mich sehr freuen.

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Re: Bewehrung eines Kabelkanals aus Stahlbeton – U-förmiger Querschnitt, 16 cm Wandd

01 Sep. 2026 07:50
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das klingt nach den scheinbar einfachen aufgaben ;) ein paar denkanstösse:
um das vor ort in ortbeton günstiger herzustellen zu können, als ein ft-werk die ft mit den immer gleichen matritzen, muß man schon sehr speziell dabei sein. wie groß sind die taktlängen, wie sollen die AF aussehen? wer weiß in 2 jahren, daß es nur einen kleinen überfahrbaren bereich gibt?
kein wu heisst noch nicht, daß es beliebige risse geben darf - was machst du gegen risse?
aus der betiertaktung hast du wände als abliegende bauteile - da kommt schon a bissi was raus.
für welche nutzungsdauer wird der kanal ausgelegt?
auch wenn erddruck (mit auflast) die dominierende belastung sein sollte - irgendwas wird dich ja zu 2-lagiger bewehrung führen?
werden die innenecken gevoutet? mal dir mal eine rahmeneckbew. für neg. (öffnende) momente in 16cm-bauteilen 1:1 auf - das ist auf dem papier gruselig, auf der baustelle ist es noch viel schlimmer. btw, ein dm 8 trägt fast 10 mm auf.
warum bringt fem andere schnittgrössen/bew. als e. rahmenberechnung? warum überhaupt fem? 
ist alles notwendige verschriftlicht? protokoll, auftragsbestätigung, email mit rückantwort?
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
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Re: Bewehrung eines Kabelkanals aus Stahlbeton – U-förmiger Querschnitt, 16 cm Wandd

01 Sep. 2026 09:19
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mal dir mal eine rahmeneckbew. für neg. (öffnende) momente in 16cm-bauteilen 1:1 auf - das ist auf dem papier gruselig,
lieber nicht 

ganz ehrlich, lieber ein paar Tage Urlaub als so was in Ortbeton zu planen.
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Re: Bewehrung eines Kabelkanals aus Stahlbeton – U-förmiger Querschnitt, 16 cm Wandd

01 Sep. 2026 15:05 - 01 Sep. 2026 15:12
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Das hat schon seinen Grund warum sowas als FT gemacht wird.

Stichwort: Kleinere Durchmesser (welche für OB nicht geeignet/unüblich sind), Reduzierte Betondeckungen, Spezialbetone, Trocknungsofen usw...

Die FertigTeile die ich für sowas kenne (FT-U-Tröge für Kabelkanäle) haben fast alle unten in der Innenecke eine Schräge (Voute/Ausrundung ... 45° Voute) 
Statische Auslegung bei sowas mittels Versuche durchaus nicht unüblich. 

16cm Trog als FT kein Problem.
16cm Trog als Ortbeton norm-konform und baustellen-gerecht planbar und ausführbar: Leider nein :P 


PS: Warum Standard-FT (teilweise Lagerware/Katalogware) jetzt als OB?
Hat da jemand die Ausschreibung verkakht oder gar die Liefertermine beim FT-Werk verschlafen?
Oder einfach eine unfähige Projektleitung/Bauleitung die nur Kubikmeter-Preise vergleicht und meint so Einsparungspotenzial zu sehen.
Das wären so die Klassiker :P

PPS: Ich habe da gerade sowas auf dem Tisch als Sanierungs-Fall gehabt: LKW-überfahrbare 12cm FT-Kabelkanal-Abdeckung, mit seitlichen 6cm Konsolen, Bewehrung 2-lagig samt Konsolbewehrung d6mm alle 2,5cm .... bau das mal im Ortbeton !
Letzte Änderung: 01 Sep. 2026 15:12 von cebudom.
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Re: Bewehrung eines Kabelkanals aus Stahlbeton – U-förmiger Querschnitt, 16 cm Wandd

01 Sep. 2026 15:15
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Vielen Dank erstmal für die Antworten.

Ich habe mir schriftlich per Emails geben lassen das die WU-RIchtlinie nicht einzuhalten ist. Ebenfalls ist die betonierbarkeit und die Verdichtung mit Flaschenrütller nicht möglich.  Mir wurde darauf erklärt nur eine statische Berechnung und das statisch erforderliche einbauen. Teil soll nicht easserdicht sein und der gesamte Kabelkanal ebenfalls nicht.  Ich habe mir folgendes überlegt Q424 Matte unten einlege und links und rwchts hoch biegen in die Wände Außenseite.  Oberseite Ein gerate mattenstück mit Abstandhalter. Innenseite Wände einfach ein Stück Q424 jeweils. Verdichte wird mit innen und außenrüttlern wurde mit erklärt. Vielleicht hat jemand sto einen Bewehrungsplan wie es das Fertigteilwerk macht.

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Re: Bewehrung eines Kabelkanals aus Stahlbeton – U-förmiger Querschnitt, 16 cm Wandd

01 Sep. 2026 16:33
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Hallo,
kein wu heisst noch nicht, daß es beliebige risse geben darf - was machst du gegen risse?
aus der betiertaktung hast du wände als abliegende bauteile - da kommt schon a bissi was raus.
Ich vernute mal, dass Betoniertaktung gemeint war. Richtiger Hinweis. Entspr. der Expositionsklasse wird's da schon Längsbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung geben müssen. Deine Q424 reicht da vermutlich nicht.
16cm Trog als FT kein Problem.
16cm Trog als Ortbeton norm-konform und baustellen-gerecht planbar und ausführbar: Leider nein
So ist es.

Gruß
mmue
 

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