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THEMA: Lastfall "Ausfall einer Steife" (Grundbau)

Lastfall "Ausfall einer Steife" (Grundbau) 18 Mär 2018 12:41 #62939

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Hallo Zusammen,

für eine Baugrube möchte der Prüfingenieur den Lastfall „Ausfall einer Steife“ rechnerisch nachgewiesen haben. In der EAB (EB 52) steht dazu, dass der rechnerische Nachweis in „besonderen Fällen“ nötig sein kann (und somit die konstruktive Berücksichtigung alleine nicht mehr reicht). Auch in anderen Quellen steht, dass in bestimmten Sonderfällen der Ausfall einzelner Tragglieder berücksichtigt werden soll. Welche Sonderfälle würden so einen Nachweis denn nötig werden lassen bzw. wo findet man dazu etwas? Ich habe dazu leider nicht viel gefunden. Lediglich in den technischen Vorschriften der Münchener Stadtentwässerung wird dieser Nachweis ohne Angabe von Gründen immer gefordert.

Danke und viele Grüße

Christian
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Lastfall "Ausfall einer Steife" (Grundbau) 19 Mär 2018 13:39 #62947

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Prüfe doch mal folgendes:

Eine Steife ausfallen lassen. Das System mit 70% der Last beaufschlagen und das als sußergewöhnliche Situation durchnudeln. Wenn das hinkommt, ist alles gut. Wenn nicht, könnte man das als Hinweis dahingehend sehen, dass irgendwas stärker ausgebildet werden sollte.
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Lastfall "Ausfall einer Steife" (Grundbau) 20 Mär 2018 10:25 #62958

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Hallo,
danke für die Antwort. Der Nachweis mit ausgefallener Steife ist auch schon gerechnet worden und erfüllt, aber wir verstehen nicht ganz, warum der Prüfingenieur den Nachweis überhaupt gefordert hat. Normalerweise reicht nach EAB eine konstruktive Berücksichtigung aus.
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Lastfall "Ausfall einer Steife" (Grundbau) 22 Mär 2018 07:01 #62985

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Guten Morgen,

in EB52, Punkt 15., steht ja, dass der Ausfall einer Steife durch konstruktive Maßnahmen zu berücksichtigen ist, von Sonderfällen o.dgl. ist da mM erstmal nicht auszugehen. (sofern wir die gleiche Ausgabe haben...:-))

Konstruktive Maßnahmen bedeutet ja typischerweise, dass unter den Steifen an der Baugrubenwand ein Durchlaufträger o.ä. angeordnet ist (ich kenne jetzt Ihre Baugrube/Verbau natürlich nicht) und dieser bei Steifenausfall die Last nach rechts und links auf die nächste Steife verteilt und die Nachbarsteifen grundsätzlich auf die demnach 1,5fache Last bemessen wird.

Im Grunde das selbe wie bei Ankern, da muss man den Ankerausfall ja ebenfalls betrachten (EB86).

Ich kenne das in beiden Fällen auch grundsätzlich so und wir im Büro rechnen Baugruben und Verbauten immer mit Steifen-/Ankerausfall.

Grüße,
Marie Fank
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Lastfall "Ausfall einer Steife" (Grundbau) 24 Mär 2018 13:40 #63013

  • Alpha7
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Hallo Marie,
danke für deine Antwort. Ich fande seltsam, dass beim Ankerausfall explizit dabei steht, wann auf einen rechnerischen Nachweis verzichtet wird und bei Steifen aber nicht. Ok wenn ihr das auch so macht scheint es ja durchaus üblich zu sein das nachzuweisen.
Viele Grüße
Christian
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